Dienstag, 27. Juni 2017

Teufelskreis irrealer Akkumulation von Angst (dirty road) durchbrochen

Auf Dauer gelingt es dem Parkinson-geschädigten Hirn nicht, den ersponnenen Unsinn von der steten Gefahr für Leben und Tod (= Ursache des Freezinng / Stupor) aufrechtzuerhalten. Voraussetzung dafür, dass der durch den "schmutzigen Weg" entstandene Teufelskreis durchbrochen werden kann, ist ein nachweisbarer, solider Fortschritt in der kognitiven Umstrukturierung. - Und ebendies scheint am 26./27. Juni 2017 dem Blogger passiert zu sein. Zwei neue Gehirn-Schaltkreise sind entwickelt und - zunächst begrenzt - erfolgreich eingesetzt worden als Ersatz der dopamin-betriebenen fehlerhaften alten Schaltkreise. (Vgl. Anmerkung zu Clement Meadmore am Schluss dieses Posts)

1.  Schaltkreis
Geh-Übung im Haus - ohne L-Dopa: 60 Minuten

Am 26.06.2017 ist der Blogger im Hause einen 16 Meter langen Korridor von 14.15 bis 15.15 Uhr
ohne Unterbrechungen  auf und ab geschritten. Schrittlänge ca. 50 cm. Tempo: 4 -  5 km/h, ohne jegliche parkinsontypischen Anzeichen der Körperhaltung oder des Gangbildes - im 21. Jahr seit Beginn des Morbus Parkinson vom sog. idiopathischem Typ -
180 Grad Kehre jeweils in einem Schwung; hin und her
Parkinson-Patient beschreibt im Film so sein Lebensgefühl
- Wie Rainer Maria Rilkes Panther, damals im Jardin du Luxembourg, Paris (vgl. "Zeit des Erwachens",  Film mit Robert de Niro als Parkinson-Patient, Robin Williams in der Rolle des Dr. Oliver Sacks in den 1960er Jahren) -
Anmerkung: Robin Williams litt vor ca. 5 Jahren dann tatsächlich selbst am Morbus Parkinson. Er beging Selbstmord am 11.08.2014 im Alter von 63 Jahren. Vgl. Posting vom 25.01.2017 in diesem Blog.

2.  Schaltkreis
Geh-Übung außer Haus - ohne L-Dopa:
600 Meter davon ohne Hand-Kontakt zur begleitenden Pflegekraft

Schon beim Durchschreiten der Hauseingangstür nach draußen fühlte der Blogger am 27.06.2017 um 11 Uhr  genug Mut, um in aufrechter Haltung "beherzt" auf das Trottoir zu treten und mit einem flotten 45 Grad Schwenk nach links Richtung Osterstraße voran zu gehen. Dabei ergriff der Blogger  nicht wie gewohnt die Hand  der Pflegekraft.
Und keine der zahllosen Begegnungen in den nächsten 10 Minuten konnte den Blogger aufhalten, seinen Weg zur übernächsten großen Straßenkreuzung fortzusetzen: Baulärm, parkende LKW mit laufendem Motor, am Handy hängende lautstarke Passanten, entgegen kommende Matronen im "jetzt- komm'-ich-Modus" - all das liess ihn kalt bzw. cool. Keine Spur der üblichen Platzangst-ähnlichen Vorstellungen vermeintlicher Gefährdungen für Leib und Leben!

Nach 10 Minuten forschen Gehens kippte das System; jedoch nicht gänzlich zurück auf des Status davor (Gehen nur an der Hand), aber vorübergehend "mit Anfassen", danach immer wieder mal "ohne Anfassen".

... und mit Bravour gelang die Rückkehr zum Hauseingang ohne Anfassen der Hand der Pflegekraft, vorauseilend und ohne Zögern inmitten einer vor dem Haus offenen Großbaustelle mit 4 mittelgroßen Baumaschinen im Einsatz, Radfahrern auf dem Fußweg und flanierenden Passanten.

Hammer vergessen, um 180 Grad Körperachse drehen, mit Schwung losgehen

Neu waren während der insgesamt 40 Minuten dauernden Geh-Übung auch kurze Einlagen im  Jogging-Modus, wenn der Weg einmal übersichtlich war. Bei kurzen, unvermeidbaren Stopps auf dem Rückweg zum Haus nutzte  der Blogger den vor fünf Jahren noch gern genutzten Trick (paradoxe Intention nach Victor Frankl, 1946) des "Rückwärtsfallenlassens" (wie ein olympischer Hammer-Werfer), um wieder Schritt fassen zu können.
Der Durchbruch will geübt sein - tagtäglich bei Parkinson

Die ex-Dissoziaions-Übung von Dr. Janice Walton-Hadlock zeigt Wirkung - wen wundert es: bei täglich 5-8 Durchgängen der kognitiven Umstrukturierung

= Umschaltung von Hirn- auf Herz-Führung
-  Frieden und Harmonie, statt Wirrwarr


Vgl. auch die hier genannten Posts zum Thema "Mobilitäts-Training/neue Schaltkreise im Gehirn" in diesem Blog:

vom 05.02.2015
(ebendort Abdruck von Clement Meadmore's article: "How to create new brain circuits that don't depend on dopamine")

vom 27.01.2015
vom 18.02.2016
vom 22.12.2014
vom 04.11.2014

und viel Erfolg durch Training!

Freitag, 9. Juni 2017

"Nah-Tod-Schock" beim Kaffee (die "schmutzige Route" - Joseph LeDoux)

Wieso plötzliche Bewegungs-Starre (Freezing, Stupor, Nahe-Tod-Schock) des Parkinson-Patienten? - und dies am ruhigen Sonntagnachmittag drei Schritte vor dem Hauseingang! - oder bei gemütlichem Kaffee-Trinken im Kreis der Familie ? 
Schaltkeis der Angst wirkt bei Parkinson; seit der Kindheit...



Antwort:  
 die "schmutzige Route" unseres Nervensystems arbeitet unpräzise

Der Emotionsforscher Joseph LeDoux von der New York University nennt diesen Weg die «schmutzige Route», weil dabei nur grobe Information weitergeleitet wird. - (Erst später wird dann die "kognitive High Road" beschritten.)

"Beatles klingen dort wie Rolling Stones, sagt LeDoux, und eine Plasticschlange sieht aus wie eine richtige. Also wird die Abwehr vorbereitet: Der Körper erstarrt, Puls, Atemfrequenz und Blutdruck werden erhöht, Blutzufuhr von Verdauungstrakt, Niere und Haut gedrosselt. Falls man kämpfen oder flüchten muss, steht so für Muskeln und Gehirn genügend Sauerstoff bereit. Dann wird noch das hauseigene Opiatsystem angeworfen und damit die Schmerzempfindlichkeit unterdrückt. Ablenkung kann in dieser Situation das Leben kosten. Darüber hinaus kann der Mandelkern Kettenreaktionen anstossen, die seltsame Wirkungen zeitigen: Schreien, feuchte Hände, Gänsehaut, geweitete Pupillen, nasse Hosen. Der Zweck dieser Reaktionen ist nicht restlos geklärt. Die Gänsehaut geht wohl auf die Zeit zurück, als der Mensch einen Pelz hatte und das Aufstellen der Haare ihn grösser und damit angsteinflössender aussehen liess. Warum wir vor Angst in die Hosen machen, hält der Stressforscher Robert Sapolsky von der Stanford University hingegen für «eine der verbleibenden unbeantworteten Fragen der modernen Wissenschaft». Er spekuliert, dass, wenn es um Leben und Tod geht, «die Blase nur eine unnütz herumschwappende Bürde ist», die uns beim Sprint behindert. Also: leeren! "
Parkinson's means LOW ROAD for ever !?

Da wird jedes Handy-Geklingel zur Vor-Hölle...Der Schaltkreis der Angst wirkt*

*Hier können sie Joe LeDoux mit seiner  Soft-Rock-Band AMYGDALOIDS sehen und anhören - mit Rosanne Cash am Schlagzeug:
Mind Over Matter


Vgl Ausführungen im voran gehenden Post in diesem Blog.

Ausweg gesucht von der "schmutzigen Route"


Die Low Road wird dann von Jahr zu Jahr aus einem bestimmten Grund notorisch wieder und wieder befahren. Warum? - Weil ein frühkindliches Trauma niemals erkannt, geschweige denn anerkannt, bearbeitet und aufgelöst wird. Es bringt sich auf diese versteckte Art und Weise dann eben doch in "Erinnerung". Insoweit sind sich Dr. Janice Waltton-Hadlock, Dr. Marc Peter Hurni, Dr. Jaclyn Gisburne und der Blogger einig. (Vgl. auch den Post vom 17.01.2013 in diesem Blog)

Gisburne therapiert Parkinson-Patienten mit Neurofeedback, Matrix Reimprinting, EFT Emotional Freedom Techniques; Walton-Hadlock mit kognitiver Umstrukturierung.

Der Blogger dokumentiert hier seinen Anfang Februar 2017 beschrittenen Weg zur kognitiven Neuordnung seiner inneren Urteils- und Entscheidungsfindung nach den Empfehlungen Walton-Hadlocks in Santa Cruz, Ca., U.S.A.



Kognitive Restrukturierung entwickelt Eigendynamik der Selbsttherapie

Was der Parkinson-Patient für seinen Alltag braucht, ist ein feinsinnigeres Navigationssystem für seine Bewegungen in der Ebene. ("in der Ebene" deshalb, weil "freezing"/Stupor beim Treppensteigen oder Hinabgehen einer Treppe praktisch nicht vorkommt!) Nicht jedes auf dem Boden liegende Blatt  verbirgt unter sich ein lauerndes Insekt mit tödlichem Gift. Die schmutzige Route muss als solche entlarvt werden! Am besten geeignet für Innovationen innerer und äußerer Navigation sind die Übungen der kognitiven Restrukturierung, insbesonderee die inneren Visualisierungen der avisierten Austausch-Vorgänge:

Frieden und Harmonie  an Stelle des jetzigen Wirrwarrs (erst im Gehirn, dann im Herzen)


Nun gilt es, sich bei der Visualiserung konkret vor Augen zu führen, wie dieses unförmige "Herz in  dunkelrot mit bleichen Blutgefässen" ( geeignet als Pumpwerk des Körpers ), vgl. Post vom   10. Februar 2017  in diesem Blog, in das "Herz in seiner von Nervenzellen ausgefüllten Hülle" als Navigator des Lebensweges umgewandelt, angereichert wird. Am Ende dieser Visualisierung steht dann die übliche Herzform mit den beiden Rundungen nach oben und der Spitze nach unten gerichtet. So wie es als "handelndes Herz" in den im Protokoll gezeigten Figürchen (mit Armen und Beinchen, teils sogar mit einem sprechenden Mund ausgestattet) auftaucht.

Zunächst wird nach Überwindung des "Herzens in dunkelrot..." die übliche Herzform in knallroter Farbe visualisiert. Diese Farbe gibt die Gefühlswelt des Menschen wieder. Am Ende dieser Visualisierung der Wandlungen des Herzens in Richtung Frieden und Harmonie steht wieder das hellrot schimmernde, viel größere, nur mittelstark aber zuverlässig LED-glimmende "Herz von Manhattan", vgl. Post vom 10. Februar 2017 in diesem Blog.
Herzen überall auf der Festa Major de Gracia in Barcelona

 Geeignet erscheinen hierfür auch die "Herzen, überall", vgl. Foto von der Festa Major de Gracia in Barcelona.

Die Herzhülle ummantelt das "Pumpwerk" 
in: Achim Eckert: Das Tao der Akupunktur...Psychosomatik, S. 225

Welches seiner Organe könnte der Mensch aktivieren, um sensiblere Prüfkriterien für das Gehen in der Ebene und seine Gefahren beim Hinfallen oder beim "Einfrieren"  anzuwenden? - Die Antwort lautet für die traditionelle chinesische Medizin ( TCM ) fraglos:

Es ist die Herzhülle, das Pericardium, der Herzbeutel, dem diese Aufgabe zukommt.

Oben, im Zitat, beschreibt Dr. Achim Eckert in unnachahmlicher Weise, wie die Herzhülle ihre Arbeit versteht. Für Schulmediziner beschreibt Eckert es so:
in: Achim Eckert. Das Tao der Akupunktur ... Psychosomatik, a.a. O

Ist es dann nicht folgerichtig, wenn die Visualisierung die Interpretation und grafische Repräsentation des "Pumpwerkes" in seiner Wandlung zum "Wächter der inneren und äußeren Sicherheit" vollzieht?
Nun voran damit...


Akupunktur hilft dabei!

Unterstützen kann der "einsichtige" (kognitive) Parkinson-Patient den hier betriebenen Übergabe-Prozess vom Hirn zum Herzen durch ein darauf zugeschnittenes Akupunktur-Programm, entwickelt von Michael  T. Greenwood. Details finden sie in den Posts

vom 31.03.2012 (Parkinson: bioelektrischer "Zusammenbruch")
Michael T. Greenwood's "alienated man"

vom 02.06.2015, vom 18.06.2015 und vom 24.06.2015 in diesem Blog.

In der TCM wird der Zustand der Kaltstellung des Herzgefühls als "Heart-Mind-Split" bezeichnet. Heart-Mind-Split benennt das gleiche Phänomen wie der Begriff der Dissoziation.

Der Blogger hat ebenfalls bei Greenwood eine schlüssige Antwort auf die typische Parkinson-Patienten-Frage gefunden: "Warum soll ich mich im Alter noch mit Akupunktur befassen?"

Michael T. Greenwood:
ACUPUNCTURE AND EMPOWERMENT - Transforming the Therapeutic Relationship to Facilitate the Flow of Qi

Durch Selbsttherapie kommt das chi in Schwung, und der Wille zur Selbstbehauptung kehrt zurück.











Mittwoch, 31. Mai 2017

Verbessertes Krisen-Management mitten in der "kognitiven Umstrukturierung"

Es zeichnete sich schon in den letzten zehn Tagen beim Praktizieren der ex-Dissoziations-Übung nach Janice Walton-Hadlock ab: In der Phase 1 dieser Übung geht es ja um die notwendige Umschaltung (kognitive Umstrukturierung) von "Krieg" auf "Frieden" und von "Dissonanz/Hader" auf "Harmonie".
Bei der inneren Visualisierung des eigenen Hirns (vgl. den Post vom 10.  Februar 2017) trat wie gewohnt so eine dicke, unförmige graue, eher dunkelgraue Masse in Erscheinung (siehe dortige Abbildungen), die der Blogger als sein Hirn benannte. Ein Gedanke kam automatisch: Dieses etwas vollgestopfte Etwas war bereits so aufgebläht - wie sollte dort "Frieden" eingefüllt werden? Doch offenbar nur, wenn von dem Dunklen, dem Schwarzen etwas abgelassen würde. - Weniger Schwarz-Sehen; dann kann "himmlisches Licht" nachfliessen. Denn: Wann kommt es zum Krieg? - immer dann, wenn die Schwarz-Seher das Sagen bekommen und Szenarien der Apokalypse avisieren, die nur vermeidbar seien durch Krieg, durch eine Offensive, einen Präventivschlag. Fazit: Statt schwarze nunmehr helle, farbige Szenarien anderer Art in die Visualisierung der ex-Dissoziations-Übung einfliessen lassen. - Danach wurde es bei der Visualisierung leichter eine schlüssige Umwandlung der übervollen grauen Masse (Hirn) in die freundliche,  animierte Form des kleinen weisslich-hellgrau sich wölbenden Hirns mit Armen und Beinen vorzustellen, das den veränderten Status - mehr Frieden - repräsentiert. Vgl. sie bitte die grafischen Abbildungen in den Protokollen über die ersten ex-Dissoziations-Übungen in den Posts von Februar und März 2017 in diesem Blog.

So geschieht es nun in jeder "Trocken-Übung" der kognitiven Umstrukturierung. Und so geschah es auch heute Vormittag um 10.30 Uhr am 31.05.2017 live auf einer Fahrt im Hamburger Stadtviertel Eimsbüttel:

Die "Krise" begann mit der Feststellung, dass der vordere Reifen des Pedelec-Dreirads (siehe Abbildung im vorangehenden Post) platt war.  An eine Weiterfahrt war nicht zu denken - die Beine konnten beim Absteigen vom Dreirad den Körper mühsam im Gleichgewicht halten.

Positiv war die sofortige Suche nach Lösungen des Sachproblems - statt der gewohnten unruhigen Angst vor dem Freezing. So kam es auch nicht zum Stupor, sondern zu einer holperigen Weiterfahrt auf dem platten Reifen zu einer etwa 1 Kilometer entfernten Fahrrad-Werkstatt.  Blogger und Dreirad waren zunächst in  Sicherheit. Ein Reparaturtermin wurde vereinbart; das Dreirad verblieb dort.
aus Denkgewohnheiten aussteigen bei Parkinson

Mittlerweile war die L-Dopa-Wirkung auf ca. 20 % gesunken, das Gehen wurde mühsam, und ein Taxi für den Heimweg kam nicht in Sicht. - und wieder einmal  KEINE Apokalypse im Hirn des Bloggers; stattdessen die gut gelaunte sachliche Ausschau nach Helferpersonen, die bei der Taxisuche unterstützen könnten - denn das mobile Telefon des Bloggers lag auf der Kommode im Flur der Wohnung. Das Gehen reduzierte sich auf Schrittlängen von 20 cm; aber alles ohne Phobie, ohne Zittern oder Gleichgewichtsschwankungen. -  Es fühlte sich alles gewohnt an, wie auf den jede Woche einmal praktizierten "Geh-Übungen ohne L-Dopa-Medikation" mit der Hilfe einer Pflegeperson, die dabei  ihre hilfreiche Hand reicht. - Nur fehlte diese Person in diesem Fall. Umso größer die hier gezeigte Eigenleistung nach umstrukturierten Denken.
Parkinson erfordert Umdenken - ergebnisoffen und mutig


Eimsbüttel wäre auch heute in der "Not" nicht Eimsbüttel, wenn sich nicht ein Kleingewerbetreibender finden würde, der bzw. die helfend eingreift. Die indische Kiosk-Betreiberin mit Lizenz der Gelben Post zögerte mit ihrem Taxi-Ruf nicht eine Sekunde, und es vergingen keine zwei Minuten bis zum erlösenden Schritt ins Taxi. Pünktlich bei der Ankunft zu Hause trat die - lange verzögerte - Wirkung der letzten 25 mg L-Dopa-Medikation nun doch ein, und erhobenen Hauptes konntte der Blogger unter den Augen von zehn bis zwölf Passanten zum Hauseingang schreiten. - Apokalypse? - Hier jedenfalls nicht!

Der Leser dieses Posts vergleiche dieses Szenario einmal mit dem im vorangehenden Post beschriebenen Szenario des Besuches per Dreirad auf dem Friedhof.
gemütliche Jazz-Kneipe: Herausforderung bei Parkinson wegen der Enge

Die nächste Bewegungs-Krise drohte am Pfingstsonntag, den 5. Juni 2017: von 11 - 14 Uhr Jazz-Frühschoppen-Besuch mit einer aus Köln stammenden Band, die in Hamburg gastierte. Die kleine Jazz-Kneipe war schon proppenvoll bevor die Musiker begonnen hatten. Der Blogger stand vor der Herausforderung, sich an kreuz und quer stehenden Stühlen, besetzt mit laut redenden Gästen, vorbei und hindurch zu schlängeln, um einen Sitzplatz an der hinteren Wand mit Blick auf die Band zu bekommen. Zwischendurch galt es, alte Bekannte wieder zu erkennen und zu begrüßen. - Nicht selten sind in den letzten 5 Jahren derartige Herausforderungen in Freezing der gesamten Körperhaltung, vornüber gebeugt und stundenlang anhaltend, geendet. Vorgestern geschah dies nicht.
Die gewisse Art von Angst vor der Enge und vor verstellten Fluchtwegen - sie war wie weggeblasen. Stattdessen heitere Gelassenheit und Freude mitten in der Jazz-Gemeinde sein zu können! Beine und Füße taten ihren Dienst - zugegebenermaßen unter morgendlicher L-Dopa-Medikation von 25 mg pro Stunde.

Typisch für eine nicht bewältigte Krise (= Herausforderung mit parkinson-typischen Fehlreaktionen)
ist der unerwartete Telefon-Anruf, dessen lautes Klingeln nicht durch ein paar Schritte hin zum dort lagernden Telefon beendet werden kann - stattdessen in einem Freezing (= Stupor) des gesamten Körpers des Bloggers ausartet - zwei Meter entfernt vom Abheben des Geräts und Beenden des Alarm-Geklingels. Jedes Läuten ein Beweis absoluter Immobilität des betroffenen Parkinson-Patienten im 21. Jahr der Erkrankng und im Zustand ohne L-Dopa-Medikatin von 9.00 bis 21.00 Uhr.
Telefon.Läuten löst oft Freezing (Stupor) aus bei Parkinson

Ganz anders am 5, Juni 2017: Es läutet das mobile phone in 8 Metern Entfernung. Ruhigen Schrittes geht der Blogger darauf zu. Aber der Anrufer legt sehr schnell wieder auf. - Nun aber kein Ärgern darüber, sondern - wie es sich gehört - Nachschauen, ob Anrufer bekannt ist. Ist bekannt, also sofortiger Rückruf.
Und das Beste: von Seiten des Bloggers kein übliches Krächzen der Stimme, kein peinliches Stammeln oder Stocken des Redeflusses, sondern klares und gut verständliches Sprechen mit dem Angerufenen. - Welch ein Segen kann Normalheit sein!!!   -

 Der Ehrlihkeit geschuldet muss der Blogger kleinlaut anmerken, dass die deutliche Verbesserung des Sprechens und der Stimme durchaus vorübergehender Natur war. Schon nach einer Stunde nahm das Stammeln und Krächzen wieder Oberhand. - Zu dieser Thematik kündigt der Blogger detaillierte Protokoll-Aufzeichnungen an. Auch wird der Versuch einer theoretischen Interpretation der beobachteten Veränderungen des Sprechens und des Stimmklanges gewagt.

Beginnt so die "kognitive Umstrukturierung"?

Donnerstag, 11. Mai 2017

Entlarvt: dissoziative Störungen des Bewusstseins bei Parkinson

Hier wird der Frage nachgegangen, wie es möglich ist, dass eine durch ein frühkindliches Trauma ausgelöste dissoziative Störung ("überall droht Gefahr - auf mein Gefühl der Sicherheit ist kein Verlass!") jahrzehntelang vom erwachsen Gewordenen unerkannt bleibt, sich sogar so weit verstärkt, dass daraus die Grundlage eines Morbus Parkinson idiopathischer Typ entsteht.Vgl auch den Link im letzten Teil 3. dieses Posts "Protokoll des Bloggers..."

Mit Hilfe der kognitiven Therapie (kognitive Umstrukturierung) haben sich nun schon viele ex-Parkinson-Patienten von diesen Fesseln der dissoziativen Störungen ihres Bewusstseins befreien können. Parkinson-Symptome gehören für diese Therapierten der Vergangenheit an. Auch der Blogger folgt diesem Weg. -

Zur Thematik der durchaus Stück für Stück eingrenzbaren und beherrschbaren Parkinson-Symptome verweist der Blogger auf den Post vom 19.07.2016 in diesem Blog: "Parkinson-Symptome..." Damit wird dann zwar das Leben des Patienten fühlbar erleichtert - eine Gesundung vom Morbus Parkinson ist bei diesen "Korrektur-Maßnahmen" nicht zu erwarten. Ein guter Anfang sind Hände, die nicht mehr zittern, aber allemal. Ohne Hirn-Sonden. Packen sie es an, gestalten sie selbst ihren Therapieplan für die 25 oder 30 unwillkommenen Störungsformen unseres Krankheitsbildes!

Nach einem Vierteljahr intensiven Praktizierens der ex-Dissoziations-Übung von Janice Walton-Hadlock, a.a.O., ist die Frage gestattet, welche Erkenntnisse und Einsichten daraus bisher erwachsen sind.
Hier sind die Antworten des Bloggers:

1. Psychische Veränderungen

1.1. "Sicheren Ort" entdeckt

In der 12. Woche des Praktizierens wurde erstmalig bewusst, dass die eigene Wohnung als absolut sicherer  Ort empfunden wurde. Dasgleiche gilt aauch für bestimmte Häuser und Wohnungen einiger guter Freunde und Verwandten. Sicher vor dem Eindringen ungebetener Besucher, aber auch sicher vor dem Sturz, dem Hinfallen bei Stupor. - Die so empfundene neue Sicherheit ging einher mit einer ungewohnten Selbstkontrolle bei schwierigen Dreh- und Streckbewegungen, die der Blogger tagsüber L-Dopa-frei vollziehen muss. Schon das Öffnen einer Badezimmertür, danach das Eintreten und Tür-Schließen ist ohne "schwierige Drehbewegungen" nicht zu erreichen. Bevor solche "riskanten" Bewegungen in Gang gesetzt werden, gibt es nun plötzlich den Augenblick des Nachdenkens, des Vordenkens und - des Lächelns. Und es funktioniert.

Anders als vorher wurde es plötzlich als beruhigend und erholsam angesehen, wenn der Blogger zwischendurch einmal auf seinem Sofa Platz nahm und aus dem Fenster schaute.

1.2.  dissoziative Störungen des Bewusstseines über "Gefahr im Verzug"

Neu ist das Erleben der Einsicht, dass die Welt des Morbus Parkinson aus typischen dissoziativen Störungen des Bewusstseines  des Patienten und deren Rückwirkung durch die Gesellschaft auf ihn besteht.

1.2.1. der Gestörte nimmt seine Umwelt fehlerhaft wahr:

                     Beispiel: Supermarkt = Feindesland, Kriegsgebiet

Schon am Eingang zum Supermarkt erste Geh-Hemmungen in den Beinen; bei Übernahme des Einkaufswagens droht das Fehlen der passenden  Münze, was zu einem Stocken des Kundenverkehrs führen kann, dessen Urheber der Gestörte wäre usw. - Am Ende wird jeder Supermarkt-Einkauf zum Spießrutenlauf, begleitet von dem einen oder anderen Sturz auf den harten Steinboden in Folge eines Stupor. - In Wahrheit ist der Supermarkt ordentlich geführt und praktisch organisiert.

1.2.2.  die Umwelt nimmt den Gestörten fehlerhaft wahr (und bestärkt damit den vom Gestörten gehegten Verdacht, dass Gefahr im Verzug sei)

Am ehesten merken es Kinder und Hunde: "Mit dem da, der dort gekrümmt und taumelnd umher tappert, stimmt etwas nicht. am besten, man alarmiert alle Umstehenden." Dies geschieht in Form des Anbellens oder des Rufes "Alter Mann, böser Mann!" quer über die Straße. - Spätestens beim dritten Ereignis dieser Art, zieht der Patient es vor, im Hause zu bleiben - ohne Stupor.

1.2.3. Einsicht über Fehlinszenierungen des Selbst

Fehlinszenierungen des Selbst sind die Folge eines gestörten Bewusstseins. Letzteres will es nicht wahr haben, dass der Mensch so liegt wie er sich bettet: Er verkleidet sich mit Ledermantel und Schlapphut und ist verwundert, dass ihm, dem Gestörten, peinlich empfundene Aufmerksamkeit geschenkt wird. So werden seine Schritte immer langsamer bis er mit den Händen an der Wand entlang schlurft. - Das gleiche Outfit im Karnevalszug und bei bester Laune: der große Hit. Im Nachhinein wird vieles klarer, aber das zeitidentische Bewusstsein erfasst es nicht als "Finte" im Kampf gegen XY.

1.2.4. Einsicht in den Selbstbetrug des "Fast-Siegers"

Der Parkinson-Patient fühlt sich wie ein Boxer, dessen Trainer zu früh das Handtuch in den Ring geworfen hat. Damit habe der Trainer ihm die Chance genommen, doch noch "ganz groß" raus zu kommen. Die dissoziative Störung manifestiert sich an seiner Selbstüberschätzung und der Aberkennung der Kompetenzen anderer Beteiligter.

1.3. "Alte" dissoziative Störungen des Bewusstseins "enttarnt"

Psychologen und Psychiater, die sich mit dissoziativen Störungen des Bewusstseins von Parkinson-Patienten befassen, stellen immer wieder die Frage: Sind es zwei oder tatsächlich nur eine Persönlichkeit, mit der/denen man es zu tun hat, wenn unterschiedliche Züge des Charakters auffällig werden.

Der Blogger hat aus seinem Erleben hierzu die folgende Antwort: Es ist nur eine Persönlichkeit, mit der wir es zu tun haben. Diese eine Persönlichkeit verwirklicht sich jedoch unter zwei stark von einander abweichenden Modi des Nervensystems. Die Modi heißen "Fliehen oder Kämpfen " (2) und nach Ausbruch des Morbus-Parkinson "Nahe-Tod-Schock" (4) einschliesslich verschiedener, im Zeitablauf erlernter Kaschierungen. Der Modus (1) tritt nicht selten bei lichten Augenblicken in Erscheinung.  Dabei kommt es auch zu Vermischungen mit den Modi (3) und (2).

Wie fühlt sich das Leben an für einen Parkinson-Kandidaten, der permanent im Modus (2) lebt, statt wie seine Mitmenschen im Modus (1)?  - Die Störung seines Bewusstseins liegt nun darin, dass er sein Empfinden und Verhalten eben nicht als speziell  oder abweichend von der Normalität empfindet. - Anders ist es, wenn wir die Rezeption seines Verhaltens im Kampf oder Flucht-Modus (2) bei seinen Nächsten betrachten. Sein kaum verhohlener Ehrgeiz erheischt dabei durchaus Anerkennung, aber auch Kritik, wenn Winkelzüge deutlich werden, die der Gestörte zur Sicherung seiner persönlichen Zielerreichung gemacht hat oder die ihm zu machen unterstellt werden: Du bluffst zu viel! - Wir wissen nie, woran wir sind mit dir! sind typische Reaktionen seiner Umwelt. - Ganz sensible, sehr gute Freunde schaffen es gelegentlich den als (1) kaschierten Modus (2) zu enttarnen:
"Immer wieder kommt es vor, dass du Aussagen machst, die du ganz bestimmt nicht so meinst, wie du es sagst. Daran müssen wir 'mal gemeinsam arbeiten!" (Original-Ton eines damals neuen Freundes, den der Blogger in 1980 kennen lernte.)

Beispielsweise kommt es im späteren Stadium des Morbus Parkinson vor, dass der Schlafmodus (3) inklusive dem REM-Schlaf-Modus bereits während des Tages wirksam wird: Dies äußert sich in schlaffen Lähmungen, die auftreten, sobald der Erkrankte sich flach auf ein weiches Bett legt. An ein Aufstehen ist dann nicht mehr zu denken - auch wenn das Bewusstsein halbwegs klar erscheint.

Die Definitionen von (1) und (4) folgen der TCM, nicht der westlichen Schulmedizin. Details sind bei Janice Walton-Hadlock nachzulesen, a.a.O.:
1) spielerische Neugier
2) Kämpfen oder Fliehen
3) Schlaf
4) Nahe-Tod-Schock

Vor Ausbrechen der typischen Parkinson-Symptome sind verschiedene auffällig "unbeholfen"
erscheinende Charakterzüge des Bewusstseinsgestörten in seiner Dissoziation von "Vernunft" und "Herz/Bewusstsein" erkennbar. Im einzelnen sind diese kurz hier im Blog unter Post vom 24.03.2017 "Burlala" und vom 21.10.2015 "Parkinson-Charakterzüge" beschrieben. 

1.4. "Unsicheren Ort" entdeckt
Am 24.05.2017 erlebte der Blogger, wie seine mühsam zurück gewonnene Mobilität und Standsicherheit im Gefühl des Gleichgewichtes abrupt Schiffbruch erlitten. Der Ort war das Familiengrab des Bloggers auf einem großen Hamburger Friedhof. Um 10 Uhr morgens bei Sonnenschein und Vogelgezwitscher fiel der Blogger aus dem Stand zu Boden, wenige Meter von der Grabstätte entfernt. Voraus gegangen waren schon unerwartete Geh-Hemmungen vor dem Betreten des Friedhofs beim Einkauf von jungen Nelkenpflanzen, die auf dem Grab platziert werden sollten. --
In der Bewegung des zu Boden Stürzens, konnte der Blogger sich noch kurz am Transportkorb seines neben ihm abgestellten pedelec-Dreirades kurz festhalten, aber nicht verhindern mit dem Rücken zuerst auf den Kiesweg zu fallen. Danach war - trotz voller L-Dopa-Medikation an diesem Ausflugsvormittag - an ein Gehen im Sinne von Vorankommen durch Bewegungen der Beine dann für eine Stunde ca. nicht mehr zu denken. Sicher fühlte sich der Blogger nur noch im ergonomisch geformten Schalensitz des Dreirads - und auch die Heimfahrt von 13 Kilometern wurde danach problemlos bewältigt. -
Sicher auf dem Dreirad bei Standunsicherheit

Heftige Hemmungen der normalen Schrittbewegungen der Beine hielten bis zum folgenden Vormittag an und wurden erst durch ein einstündiges Vollbad im Hamam-Stil (vgl. Post vom 17.01.2017 in diesem Blog) mit Hilfe der Pflegeperson auf ein Normalniveau zurück gebracht. - Dieses Erlebnis legt die Schlussfolgerung nahe, dass durch den Besuch der Grab- und Erinnerungs-Stätte aller Personen, die in der Kindheit - 1943-1949 - von Bedeutung waren, eine Belastungssituation entstanden ist, die auf traumatische Erlebnisse in ebendieser Zeit zurück zu führen ist. vgl. im einzelnen alle Posts in diesem Blog, die sich mit dem Themen "frühkindliches Trauma", Dissoziation und psychisch induzierte Parkinson-Erkrankung befassen.
--- Heute, am 26.05.2017, 14 Uhr, sind die geschilderten Bewegungsstörungen abgeklungen.

wird fortgesetzt ! 

2. Behebung von Einschränkungen der Mobilität und der Motorik

 Der Blogger verweist auf seine  in diesem Blog veröffentlichten Protokolle seit dem 10.02.2017.

Im Mai 2017 hat der Blogger sein gutes Niveau der Motorik vom Jahre 2014 wieder ereicht und übertroffen. Tagsüber bewegt sich der Blogger frei von L-Dopa-Medikation.

3. Einsichten / Protokoll des Bloggers über dissoziative Störungen

Das Erleben der Einsicht "Hier und jetzt bist du in Sicherheit" dokumentiert die kognitive Ent-Störung. Die Stimmung hebt sich deutlich, kommt aber nach ein paar Tagen wieder auf normal bzw. stabil zurück.

 Dieser neuartige Erlebnisinhalt ist - wie könnte es anders sein? - natürlich von ungeahnter Dauer und unzuverlässiger Vorhersage gekennzeichnet. Heute, am 16. Mai 2017 ist so ein Tag der Validitätsprüfung der sich andeutenden Umstrukturierung: Ein schwüler, nasser Frühlingstag ohne viel körperliche Bewegung. Stattdesen ein stark herunter gefahrener Muskeltonus und Schwiierigkeiten beim echten Aufwachen - es erinnert eher an ein Dahindämmern mit offenen Augen. - Doch zum Glück gab es einen Übungstermin um die Mittagszeit für das L-Dopa-freie Ausgehen im belebtesten Viertel von Hamburg-Eimsbüttel - in Begleitung einer Pflegekraft. Und es lief beinahe wie am Schnürchen: 1,2 Kilometer im Regen, mit roten Ampeln, hetzenden Passanten und Baulärm von mehreren Seiten. Mehrfache Zögerlichkeiten beim Gehen, aber keine Phobie und kein Stupor. An der Hand der Pflegekraft. Gute Laune auf der gesamten Strecke.
großspuriges Muskelspiel in der Umstrukturierung

17.05.2017  Das Ziel der Kognitiven Umstrukturierung ist ja die Ablösung des Hirns von seiner früh übernommenen Führungsrolle. Übergeben werden soll die Stafette an das Herz, das hierfür besser geeignet (stärker gerüstet ) ist als das Hirn.- Auffällig ist seit 3 Tagen eine innere Auseinandersetzung der vorgenannten Kontrahenten: Herz und Hirn. - Die Führungsrolle wird nicht so leicht abgegeben.
Nachts voll L-Dopa gepumpt spielt sich das Hirn groß auf. Tagsüber L-Dopa-frei ist das Herz doch recht kleinmütig - was sich sofort in heftigen Geh-Störungen und Stimmungsschwankungen zeigt. Von den Sprechstörungen ganz zu schweigen...
Herz dankt Hirn für gelungene Führung in Sicherheit

Sprachstörungen tauchen im Rahmen der ex-Dissoziations-Übung regelmäßig in dem Teil auf, wo sich das Herz beim Hirn für die jahrelangen Dienste bedankt, die das Ziel hatten, das Herz vor Gefahren zu schützen. - In der Affirmation stockt an dieser Stelle meist der Redefluss - da läuft noch nicht alles rund!
Probleme bei der Übergabe der Stafette: ist HERZ stark genug?



"Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung."

Mit kognitiver Therapie (kognitive Umstrukturierung) auf dem Ausweg von der Selbst-Gefangennahme und vom Selbst-Anprangern, das Morbus Parkinson genannt wird.


Mittwoch, 19. April 2017

Ex-Dissoziations-Übung: Parkinson-Blogger zieht Zwischenbilanz

Nach 9 Wochen unermüdlicher Ausführung der 4-teiligen ex-Dissoziations-Übung von Janice Walton-Hadlock zieht der Blogger - im 21. Parkinson-Jahr - Bilanz:
Parkinson: das Herz entdecken !

1.  Visualisierungen
Die Visualisierung des 1. Teils der Übung;  Herz sucht  FRIEDEN + HARMONIE (vgl. Post vom 10.02.2017)  gelingt nun immer besser.
- Das Herz wird zunächst als medizinisches Objekt eingeführt
- und vor dem Hintergrund des Lichts dann davon erfüllt;
- nach dem Vorbild der all-flexiblen Figur aus dem Kinderbuch BARBAPAPA, entwickelt sich beim Blogger  aus dem zunächst fast weißem Herzen die um ein Vielfaches voluminösere Figur des BARBAPAPA in Herz-Form und in rosa Farbe 
BARBAPAPA in Herz-Form visualisiert

- Das Rosa erlaubt dann auch leichter den Übergang vom Barbapapa-Herz zum realen Licht-Objekt "Heart in Manhattan" (siehe Posts ab 10.02.2017). Denn schließlich soll das zunächst kleinere Herz ja das zunächst größere Gehirn (graue Masse) in sich aufnehmen bzw. absorbieren.

- Wenn das Gehirn bei der Visualisierung zu einem von strahlendem Licht erfüllten Organ zu überführen ist in das Organ, das HARMONIE, d.h. Gleich- oder Zusammenklang mit dem Herzen, sucht, stößt es auf das Herz im Manhattan-Kunstobjekt - kurz nachdem das hier nebenstehende rosafarbige Herz zu dem erleuchteten rosafarbigen Acrylglas-Objekt der street art geworden ist.

- Es hat einige Wochen gedauert bis eine stimmige Visualisierung zustande gekommen ist. Je stimmiger optisch, desto überzeugender die inneren Veränderungen des Adepten dieser Übung, die immerhin das Ziel hat, aus der Parkinson-Erkrankung heraus zu führen. Dafür lohnt sich - meint der Blogger - der Aufwand eines sorgsamen Visualisierens.

- Denn: Bewegung setzt eine Visualisierung ihrer selbst im Gehirn voraus. Diese ist gestört und bedarf der Erneuerung!

2. Nebenwirkungen
Neue Formen auffälliger Nebenwirkungen wurden nicht beabachtet.

3. Motorik und Mobilität
Die Mobilität ist auf dem Niveau vor der Übung stabilisiert.
Am 19.04.2017  sowie am 25.04.2017 gelang nach einigen Wochen der Unterbrechung endlich einmal wieder die Übung des Gehens außer Haus in belebter Geschäftsstraße ohne L-Dopa-Medikation von 13.15 bis 13.30 Uhr, an der Hand der Pflegeperson.
Kind im 15. Monat geht frei
Während des kurzen Rundgangs einige Zögerlichkeiten beim Gehen, aber kein Freezing (kein Stupor). Das Hinaustreten aus der Haustür ins Freie einer belebten Geschäftsstraße gelang ohne die Hand der Pflegeperson besser als mit.- Bei der Rückkehr war es dann umgekehrt: An der Hand ging's besser.

Die wöchentliche Übung des Gehens außer Haus ohne L-Dopa-Medikation ist am 3. Mai 2017 sehr erfolgreich verlaufen: ca. einen Kilometer gegangen mit nur einem kleinen Stopp kurz vor dem Ende, als Reaktion auf laut redende Passanten, die aus einem U-Bahn-Schacht heraus auf die Straße traten. Insgesamt ungewöhnlich zügige Gehweise - an der Hand der Pflegeperson.

In den beiden "Ausflügen" ohne L-Dopa im April 2017 wurde wieder deutlich: Beim Durchschreiten eines schmalen Durchgangs zum Treppenhaus sind heftige Hemmungen in den Beinbewegungen zu überwinden. -
bei Parkinson: oft ist Treppensteigen leichter als Gehen in der Ebene
Sobald das Treppenhaus ereicht ist, gibt es keinerlei Störungen beim Hinab- oder Hinauf-Eilen der ca. 40 Treppenstufen bis in das zweite Stockwerk. Nicht einmal leichte Verzögerungen der Treppensteigen-Bewegungen sind festzustellen. Die Hand bleibt dabei grundsätzlich am Treppengeländer und rutscht daran entlang. - Sicherheit ist dadurch gewährleistet!

Täglich werden von ca. 9 bis 22 Uhr in der allein bewohnten Stadtwohnung ohne Medikation (also auch ohne jedes L-Dopa) alle Wege im aufrechten Gang ohne jede Gehhilfe gemeistert, die Mahlzeiten zubereitet, eingenommen und jeweils danach die Küche aufgeräumt.
Das Gehen erfolgt mit unregelmäßigen Schritten bis hin zu tänzelndem Laufschritt, je nach Gegebenheit.

Die Wiederkehr der Musiker-Kompetenz muss hart im Fokus gehalten weden, wenn sie Bestand behalten soll. Nichts gibt's gratis.

4. Stimmungslage
Die psychische Gesamtstimmung ist deutlich widerstandsfähiger, beständiger, improvisationslustiger als vor Beginn der ex-Dissoziations-Übung des Parkinson's Recovery Project von Dr. Janice Walton-Hadlock in Santa Cruz, Ca. U.S.A.

5. Schlaf
Deutliche Verlängerung von Durch-Schlaf-Zeiten bis zu 3 Stunden. Dabei weniger drastisch ausgeprägte schlaffe Lähmungen. Allerdings ist der Blogger nachts unter voller L-Dopa-Medikation von ca. 25 mg pro Stunde -- bei 8 Stunden Schlaf insgesamt 250 mg L-Dopa + 50 mg pflanzliches Levodopa von Mucuna Pruriens (Samtbohne) zu Beginn der Nachtruhe.
Schlafunterbrechungen sind teilweise mit euphorischen Stimmungen verbunden, die Unruhe mit sich bringen.
Am 26.04.2017 wieder einmal 4 Stunden "am Stück" durchgeschlafen, d.h. ohne, dass der Blogger jede Stunde seine 25 mg Portion L-Dopa nachwerfen muss.

Traum-Erlebnisse verändert: Im  Rahmen der ex-Dissoziationsübung werden im Teil 1 FRIEDEN und HARMONIE "erbeten". Dies muss der Grund dafür sein, dass nun schon zum 2. mal im Traum die Persönlichkeit von Wladimir Putin nicht als "Herrscher Russlands", sondern als geschätzter und sehr kooperativer Geschäftspartner für ein Kultur-Projekt gemeinsam mit dem Blogger - im Traum - agiert. Verständiges Lächeln und kleine freundliche Gesten untereinander kennzeichnen die Atmosphäre. - Wer hätte so etwas für möglich gehalten ? Vgl. Protokolllierung der Übungen zur ex-Dissoziation vom 22.03.2017 (Stichwort "Trauminhalte") im Post vom 13.03.2017 in diesem Blog.

Es fühlt sich so an als würde das Nervensystem nachts nicht mehr tendenziell zum Schock-Modus des Freezing tendieren sondern zum Modus der Wachheit und der Experimentier-Freude. Vgl. zu den 4 Modi des Nervensystems die Ausführungen im Post vom 11.04.2017 in diesem Blog. - Womöglich sind die neuen, für den Blogger gänzlich ungewohnten Schlaf-Erlebnisse auch bloß Ausdruck des normalen Schlaf-Modus. Letzterer schliesst ja auch die neurologische Besonderheit des REM-Schlafes inklusive der  schlaffen Lähmung mit ein. - Ein Parkinson-Patient wird  von ständig veränderten Konditionen geplagt. Das Bio-Sytem findet kein Gleichgewicht - oder nun endlich doch?

Gleichzeitig ändert sich nachmittags auch der frühere Modus 2 (Kämpfe oder Flieh) in den Modus 3 (Schlaf) . Damit ist eine verstärkte Gang-Verunsicherung verbunden: Schlurfen oder antriebslos Verharren ohne eigentliche Stupor-Befindlichkeit. Diese Veränderungen in der bei Parkinson grundsätzlich aus dem Gleichgewicht gekommenen Modi des Nervensystems sind nicht im Voraus berechenbar; es kommt täglich zu nicht geringen Überraschungen.

6. Typische Parkinson-Symptome
- Tremor: nicht vorhanden mit Ausnahme in Form einer Begleiterscheinung eines Stupor - der alle par Tage vorkommen kann beim Klingeln des Telefons oder der Haustürglocke.

- Rigor: nicht vorhanden. Muskeltonus eher zu schwach.

- Sprachstörung (Aphasie): nur beim Telefonieren oder im Rahmen der ex-Dissoziations-Übung als "Fehlen der Worte" wahrnehmbar. Sogar der Begriff "Harmonie" muss in der Übung nicht selten warten bis das Nervensystem des Bloggers ein Aussprechen des Wortes "erlaubt".

Zum Glück gibt es Hilfe durch Akupunktur (auch elektrisch) und Akupressur von Du Mai 14 und Du Mai 15  an der Halswirbelsäule! dies gilt auch für Dysarthrie. Du Mai 14 heißt "Da Zhui".

"Da Zhui verbindet Sprache mit Herz." (Achim Eckert) q.e.d. - "Herz" im Sinne der TCM steht übrigens für Bewusstsein, und nicht schlicht für "Gefühle"!  vgl. Schaubild
bei Aphasie und Dysarthrie: Du 14 u. Du 15 akupressieren


- Stimmstörung (Dysarthrie): wie bei Sprachstörung, teilweise bis zur totalen Unverständlichkeit, sobald eine von vielen Möglichkeiten von Stress wirksam ist. Innerhalb von Sekunden versagen die Stimmbänder ihren Dienst bzw. missachten die vom Willen ausgehenden Befehle: ein jammervolles
Hauchen oder Krächzen statt volltönender Stimme. - Die Nähe der ex-Dissoziations-Übung zur Neurolinguistik ist wohl auch der Grund dafür, dass bei den laut gesprochenen Affirmationen stets eine veränderte Stimmhöhe und Klangfarbe hörbar wird.

- Schreib-Störungen: Schreiben in der eigenen Handschrift nahezu unmöglich; in gedruckt geschriebenen Buchstaben mit großer Mühe realisierbar.

Erkenntnis: Es ist die gewohnte Handschrift, die bei Parkinson verlorengeht, mit ihren individuellen
Ausprägungen der Buchstaben-Formen und -Verbindungen. - Was dennoch weiterhin funktioniert, ist das Schreiben in der Schulschrift, wie die meisten sie kennngelernt haben. Das geht zwar langsam, ist aber recht sicher und kann von anderen Menschen gelesen werden.

7. Brain Vibration No. 4
Wie ganz am Anfang der Übung vor 10 Wochen treten um den 1. - 3.05.2017 heftige Vibrationen der Beine und des linken Arms sowie der linken Hand im zeitlichen Zusammenhang mit den Übungen auf. Es sind aber deutliche Unterschiede zu den Beobachtungen vor zehn Wochen festzustellen:

- Die Beinbewegungen treten nur im Liegen auf. Sie ähneln den Bewegungen, die ein Taucher mit Schwimmflossen an den Füßen macht: ein heftiges Rütteln von 3-4 Sekunden; dann: wohlige Entspannung.
- Gänzlich neu sind die Bewegungen, die - isoliert vom rechten Arm - am linken Arm auftreten. Der Arm schlägt ohne Beteiligung des Willens auf das linke Knie. - In anderen Fällen macht die linke Hand schnelle Greifbewegungen, wie man sie im Training für verschiedene Sportarten kennt.

Beide Bewegungsformen treten auf gegen Ende der vierteiligen ex-Dissoziations-Übung von Dr. Janice Walton-Hadlock, Santa Cruz, Ca., U.S.A.

Fazit:
Weitermachen. Üben, üben, üben.





Dienstag, 11. April 2017

Parkinson-Blogger war 2 Jahre neurologisch auf "Pause" festgesetzt (Stuck on Pause)

In ihrem neuesten Forschungsbericht über die vier neurologischen Modi der chinesischen Medizin liefert Janice Walton-Hadlock das "missing link" (das fehlende Verbindungsstück) für eine theoretische Analyse der teilweisen und der gänzlichen Heilungen vom Morbus Parkinson, idiopathischer Typ: "Stuck on Pause" ist der Titel ihres Berichtes über den letzten Forschungsstand. Analysiert werden Parkinson-Patienten, die teilweise genesen sind, aber immer wieder in typische Parkinson-Symptome/Härtefälle zurückfallen.
2007 mit Joe Policastro (Chicago) am Bass im Jazz-Club Bonn

Dies gilt auch für den Blogger, der bis 2012 als Gitarrist regelmäßig Konzert-Auftritte mit Jazz Bands absolvieren konnte.
- Dann kam diese musikalische Kompetenz für 2 Jahre zum Erliegen. Hände und Finger versagten ihren Dienst.
- Im Jahr 2014 wurde die Kompetenz wiedererlangt.
- Im Jahr 2015 kam diese Kompetenz vollkommen zum Stillstand, "Stuck on Pause", um
- im April 2017 komplett zurück zu kommen.
Unterarme, Hände und Finger handeln wieder koordiniert - ohne Anstrengung, allerdings nicht ohne L-Dopa-Medikation im 21. Jahr mit dem Morbus Parkinson vom idiopathischen Typ.

Janice erklärt solche Fälle dadurch, dass solche "Pausen" durch angelernte Verhaltens- und Denkweisen entstehen, die derartige Ein-/Aus-Schaltungen bewirken. Aus diesem Grund zielt ihre Parkinson-Therapie darauf ab, solche Denk- und Empfindungs-"Fehler" abzustellen. Hierzu wurde die 4-teilige ex-Dissoziation-Übung gemeinsam mit Psychologen der Kognitiven Therapie entwickelt. Einzelheiten entnehmen sie bitte den voraus gegangenen Posts in diesem Blog.

Das Nervensystem des Bloggers war bezüglich seiner mit den Händen auszuführenden Musikertätigkeit (Gitarre, Banjo, Mandoline u.ä.) auf den neurologischen Modus Nr 4
gesetzt worden. Vgl. nachfolgende Übersicht.
2002 mit der Wolverines Jazz Gang in der Bonner "Harmonie"

Die traditionelle chinesische Medizin unterscheidet vier neuologische Modi (= Organisationsweisen) des menschlichen Nervensystems, die sich in den elektrischen Strömungseigenschaften voneinander unterscheiden:

1) spielerische Neugier
2) Kämpfen oder Fliehen
3) Schlaf
4) Nahe-Tod-Schock

Modus 4 löst ein auf bestimmte Tätigkeiten zielendes Erstarren ("freezing") aus. Meistens sind Beine und Füße die Leidtragenden bzw. "Schuldigen", die um nichs zu  bewegen sind, ihre Pflicht wieder aufzunehmen. Erst die durch wiederholte Übungen zu erlernende neue Denk- und Fühlweise kann aus dem Modus 4 heraus in den Modus 2 typischerweise führen.

In Bezug auf die Kompetenz des Gitarre-Spielens wurde der Modus 4 in Folge von zwei Monate durchgehaltenen Übens der neuen Denkweise am 9. April 2017 gestoppt und in Modus 1 umgeschaltet. "Thanks, Janice,  for your advice!"


Montag, 10. April 2017

Musiker-Kompetenz zurückgewonnen durch Kognitive Parkinson-Therapie

Seine vor zwei Jahren im 19. Jahr mit Parkinson verloren gegangene Musiker-Kompetenz hat der Blogger am 9. April 2017 zurückgewonnen. Dokumentiert wird diese Tatsache durch das nebenstehend wiedergegebene Video und Foto.
Nach zwei Jahren Freezing läuft am 9.4.2017  alles wieder rund
Verloren ging diese Tätigkeit als Musiker nahezu komplett durch emotionale Umstände und Erlebnisse, die den Blogger hemmten, die altgewohnten Gitarrengriffe z. B. abzurufen. Es war wie ein Freezing der Hände und Unterarme, nicht unähnlich dem bekannten Parkinson-Stupor der Füße und Beine. - Dies ist jetzt, d.h. zwei Monate nachdem der Blogger mit der von Dr. Janice Walton-Hadlock in Santa Cruz, Ca. U.S., entwickelten ex-Dissoziations-Übung begonnen hat, Vergangenheit:
video

- Die Hände haben plötzlich kein Problem mehr, die glatten Flächen des kleinen Guitaron zu halten und in Koordination mit der rechten Schlaghand die richtigen Saiten und Bünde zu treffen. "Thanks, Janice. Your therapy brought me back to a musician's life with 60 (out of 73) years of fine amateur jazz, blues and swing music behind me."

- Seine Kompetenz gewann der Blogger zurück morgens um 10 Uhr. In dieser Zeit wirkt die nachts durchgehende L-Dopa-Medikation von 25 mg pro Stunde + 1 mg Azilect + 50 mg Amantadin optimal. Zwei Stunden später, d.h. ab 12 Uhr geht diese Kompetenz vorüber gehend verloren, da der Blogger nach 10 Uhr morgens komplett Medikations-Ferien feiert - bis abends um 21 Uhr zur Vorbereitung der Nachtruhe.Abends ist also ein Musizieren nicht möglich - mitten in der Nacht womöglich ja.
2005: Blogger am Banjo mit den Riverside Stompers

- Die Beschäftigung mit der Musik und das aktive Musizieren mit anderen waren für den Blogger "Zeit seines Lebens", wie bei vielen Musikern (z.B. der New Yorker Star-Dirigent James Levine, vgl. Post vom 15.04.2016 in diesem Blog; oder Kurt Masur, Dirigent des Gewandhaus-Orchesters in Leipzig, der vor etwa zehn Jahren an Parkinson erkrankte und unlängst verstorben ist),  eine lange bewahrte Herzensangelegenheit auch im fortgeschrittenen Parkinson-Zustand.

- Der Blogger hatte noch vor zwei Jahren mit einem Jazz-Trio ein paar alte Standard-Stücke eingespielt und als private CD verteilt. - Danach keinen Ton mehr. Unterarme, Hände und Finger versagten ihre Dienste, sobald der Wunsch aufkam, eines der vielen Saiteninstrumente des Bloggers anzufassen und zum Klingen zu bringen. -

Zu den vor zwei Jahren aufgenommenen Stücken gehörte auch der Titel, den der Blogger hier im Video flötend bzw. pfeifend vorträgt: THE GLORY OF LOVE.
Viel Spaß dabei! - Auf der privat CD wird natürlich auch der dazugehörige Text gesungen bzw. gekrächzt und durch drei weitere Instrumental-Improvisationen bereichert.

(Aber bitte keinen Vergleich: Levine dirigierte in der Metropolitain Oper bis zu seinem 22. Parkinson-Jahr!)

- Die 4-teilige ex-Dissoziations-Übung von Janice Walton-Hadlock können sie hier im Blog in den Posts seit Anfang Februar 2017 finden bzw. im Original auf Englisch bei Janice nachlesen. Nur Mut - Wir sehen und erleben doch, wie es voran geht, wenn das Herz wieder die Gesamtverantwortung für den Menschen übernimmt. Denn darum geht es beim Ausstieg aus dieser speziellen Form der Dissoziation, die für den Morbus Parkinson grundlegend ist. Lesen sie hiezru die Protokolle des Bloggers in den drei voran gegangenen Posts in diesem Blog, insbesondere den Post vom 10.02.2017. Dort finden sie eine kurze Beschreibung dieser 4-teiligen Übung. Wie lautet es am Ende des Teils 1 der ex-Dissoziations-Übung? - HARMONIE - Na wenn das kein eindeutiger Hinweis auf die Musikanten-Tätigkeit ist:

"Teil 1: Hirn- und Herz-Visualisierung, Affirmation/Gebet FRIEDEN UND HARMONIE"

- Einher ging dieses Wiedererwachen mit einer erfreulichen Stabilisierung des Motorik des Bloggers. Diese war in den letzten 3 Wochen deutlich krisenhaft und konnte sich erst langsam stabilisieren.

- Die 4-teilige ex-Dissoziations-Übung ist seit Anfang Februar 2017 fester Bestandteil der Tagesroutine: mindestens 5, besser 7 oder 8 mal pro Tag jeweils 5-6 Minuten.

- Nebenher studierte der Blogger das Standardwerl von David. D. Burns "FEELING GOOD", Kognitive Therapie / "Mood Therapy" - auch in Deutsch erhältlich.

- Zur Vorbereitung auf die recht knappe ex-Dissoziations-Übung hat der Blogger Janice' zwei Standardwerke, jeweils letzte Fassungen studiert inkl. Yin Tui Na. Letzteres wurde nur gelesen, keine der dortigen Übungen des Yin Tui Na wurden bisher angewandt. Leider !

- Die ketzerische Frage an die herrschende Meinung in der Neurologie wird erlaubt sein:
Wie passen diese erlebten Erfahrungen über regenerierte Kompetenzen zu der These von den zu Grunde gegangenen Zellen der substantia nigra beim Morbus Parkinson vom idiopathischen Typ? -

1965:  Blogger mit der Canal Street Jazz Band in Hamburg

"Futsch is futsch, und hin ist hin!", weit gefehlt. Man muss nur die PAUSE-Taste finden, sie lösen -
und weitermachen wie zuvor. Gedanken und Gefühle stehen im Weg - nichts sonst.

Einzelheiten über die "Pause"-Schaltung lesen sie bitte im Post vom 11. April 2017 in diesem Blog.