Mittwoch, 19. April 2017

Ex-Dissoziations-Übung: Parkinson-Blogger zieht Zwischenbilanz

Nach 9 Wochen unermüdlicher Ausführung der 4-teiligen ex-Dissoziations-Übung von Janice Walton-Hadlock zieht der Blogger - im 21. Parkinson-Jahr - Bilanz:
Parkinson: das Herz entdecken !

1.  Visualisierungen
Die Visualisierung des 1. Teils der Übung;  Herz sucht  FRIEDEN + HARMONIE (vgl. Post vom 10.02.2017)  gelingt nun immer besser.
- Das Herz wird zunächst als medizinisches Objekt eingeführt
- und vor dem Hintergrund des Lichts dann davon erfüllt;
- nach dem Vorbild der all-flexiblen Figur aus dem Kinderbuch BARBAPAPA, entwickelt sich beim Blogger  aus dem zunächst fast weißem Herzen die um ein Vielfaches voluminösere Figur des BARBAPAPA in Herz-Form und in rosa Farbe 
BARBAPAPA in Herz-Form visualisiert

- Das Rosa erlaubt dann auch leichter den Übergang vom Barbapapa-Herz zum realen Licht-Objekt "Heart in Manhattan" (siehe Posts ab 10.02.2017). Denn schließlich soll das zunächst kleinere Herz ja das zunächst größere Gehirn (graue Masse) in sich aufnehmen bzw. absorbieren.

- Wenn das Gehirn bei der Visualisierung zu einem von strahlendem Licht erfüllten Organ zu überführen ist in das Organ, das HARMONIE, d.h. Gleich- oder Zusammenklang mit dem Herzen, sucht, stößt es auf das Herz im Manhattan-Kunstobjekt - kurz nachdem das hier nebenstehende rosafarbige Herz zu dem erleuchteten rosafabigen Acrylglas-Objekt der street art geworden ist.

- Es hat einige Wochen gedauert bis eine stimmige Visualisierung zustande gekommen ist. Je stimmiger optisch, desto überzeugender die inneren Veränderungen des Adepten dieser Übung, die immerhin das Ziel hat, aus der Parkinson-Erkrankung heraus zu führen. Dafür lohnt sich - meint der Blogger - der Aufwand eines sorgsamen Visualisierens.

- Denn: Bewegung setzt eine Visualisierung ihrer selbst im Gehirn voraus. Diese ist gestört und bedarf der Erneuerung!

2. Nebenwirkungen
Neue Formen auffälliger Nebenwirkungen wurden nicht beabachtet.

3. Motorik und Mobilität
Die Mobilität ist auf dem Niveau vor der Übung stabilisiert.
Am 19.04.2017  sowie am 25.04.2017 gelang nach einigen Wochen der Unterbrechung endlich einmal wieder die Übung des Gehens außer Haus in belebter Geschäftsstraße ohne L-Dopa-Medikation von 13.15 bis 13.30 Uhr, an der Hand der Pflegeperson.
Kind im 15. Monat geht frei
Während des kurzen Rundgangs einige Zögerlichkeiten beim Gehen, aber kein Freezing (kein Stupor). Das Hinaustreten aus der Haustür ins Freie einer belebten Geschäftsstraße gelang ohne die Hand der Pflegeperson besser als mit.- Bei der Rückkehr war es dann umgekehrt: An der Hand ging's besser.

In den beiden "Ausflügen" ohne L-Dopa im April 2017 wurde wieder deutlich: Beim Durchschreiten eines schmalen Durchgangs zum Treppenhaus sind heftige Hemmungen in den Beinbewegungen zu überwinden. -
bei Parkinson: oft ist Treppensteigen leichter als Gehen in der Ebene
Sobald das Treppenhaus ereicht ist, gibt es keinerlei Störungen beim Hinab- oder Hinauf-Eilen der ca. 40 Treppenstufen bis in das zweite Stockwerk. Nicht einmal leichte Verzögerungen der Treppensteigen-Bewegungen sind festzustellen. Die Hand bleibt dabei grundsätzlich am Treppengeländer und rutscht daran entlang. - Sicherheit ist dadurch gewährleistet!

Täglich werden von ca. 9 bis 22 Uhr in der allein bewohnten Stadtwohnung ohne Medikation (also auch ohne jedes L-Dopa) alle Wege im aufrechten Gang ohne jede Gehhilfe gemeistert, die Mahlzeiten zubereitet, eingenommen und jeweils danach die Küche aufgeräumt.
Das Gehen erfolgt mit unregelmäßigen Schritten bis hin zu tänzelndem Laufschritt, je nach Gegebenheit.

Die Wiederkehr der Musiker-Kompetenz muss hart im Fokus gehalten weden, wenn sie Bestand behalten soll. Nichts gibt's gratis.

4. Stimmungslage
Die psychische Gesamtstimmung ist deutlich widerstandsfähiger, beständiger, improvisationslustiger als vor Beginn der ex-Dissoziations-Übung des Parkinson's Recovery Project von Dr. Janice Walton-Hadlock in Santa Cruz, Ca. U.S.A.

5. Schlaf
Deutliche Verlängerung von Durch-Schlaf-Zeiten bis zu 3 Stunden. Dabei weniger drastisch ausgeprägte schlaffe Lähmungen. Allerdings ist der Blogger nachts unter voller L-Dopa-Medikation von ca. 25 mg pro Stunde -- bei 8 Stunden Schlaf insgesamt 250 mg L-Dopa + 50 mg pflanzliches Levodopa von Mucuna Pruriens (Samtbohne) zu Beginn der Nachtruhe.
Schlafunterbrechungen sind teilweise mit euphorischen Stimmungen verbunden, die Unruhe mit sich bringen.
Am 26.04.2017 wieder einmal 4 Stunden "am Stück" durchgeschlafen, d.h. ohne, dass der Blogger jede Stunde seine 25 mg Portion L-Dopa nachwerfen muss.

Traum-Erlebnisse verändert: Im  Rahmen der ex-Dissoziationsübung werden im Teil 1 FRIEDEN und HARMONIE "erbeten". Dies muss der Grund dafür sein, dass nun schon zum 2. mal im Traum die Persönlichkeit von Wladimir Putin nicht als "Herrscher Russlands", sondern als geschätzter und sehr kooperativer Geschäftspartner für ein Kultur-Projekt gemeinsam mit dem Blogger - im Traum - agiert. Verständiges Lächeln und kleine freundliche Gesten untereinander kennzeichnen die Atmosphäre. - Wer hätte so etwas für möglich gehalten ? Vgl. Protokolllierung der Übungen zur ex-Dissoziation vom 22.03.2017 (Stichwort "Trauminhalte") im Post vom 13.03.2017 in diesem Blog.

Es fühlt sich so an als würde das Nervensystem nachts nicht mehr tendenziell zum Schock-Modus des Freezing tendieren sondern zum Modus der Wachheit und der Experimentier-Freude. Vgl. zu den 4 Modi des Nervensystems die Ausführungen im Post vom 11.04.2017 in diesem Blog. - Womöglich sind die neuen, für den Blogger gänzlich ungewohnten Schlaf-Erlebnisse auch bloß Ausdruck des normalen Schlaf-Modus. Letzterer schliesst ja auch die neurologische Besonderheit des REM-Schlafes inklusive der  schlaffen Lähmung mit ein. - Ein Parkinson-Patient wird  von ständig veränderten Konditionen geplagt. Das Bio-Sytem findet kein Gleichgewicht - oder nun endlich doch?

Gleichzeitig ändert sich nachmittags auch der frühere Modus 2 (Kämpfe oder Flieh) in den Modus 3 (Schlaf) . Damit ist eine verstärkte Gang-Verunsicherung verbunden: Schlurfen oder antriebslos Verharren ohne eigentliche Stupor-Befindlichkeit. Diese Veränderungen in der bei Parkinson grundsätzlich aus dem Gleichgewicht gekommenen Modi des Nervensystems sind nicht im Voraus berechenbar; es kommt täglich zu nicht geringen Überraschungen.

6. Typische Parkinson-Symptome
- Tremor: nicht vorhanden mit Ausnahme in Form einer Begleiterscheinung eines Stupor - der alle par Tage vorkommen kann beim Klingeln des Telefons oder der Haustürglocke.

- Rigor: nicht vorhanden. Muskeltonus eher zu schwach.

- Sprachstörung: nur beim Telefonieren oder im Rahmen der ex-Dissoziations-Übung als "Fehlen der Worte" wahrnehmbar

- Stimmstörung: wie bei Sprachstörung, teilweise bis zur totalen Unverständlichkeit

- Schreib-Störungen: Schreiben in der eigenen Handschrift nahezu unmöglich; in gedruckt geschriebenen Buchstaben mit großer Mühe realisierbar.

Erkenntnis: Es ist die gewohnte Handschrift, die bei Parkinson verlorengeht, mit ihren individuellen
Ausprägungen der Buchstaben-Formen und -Verbindungen. - Was dennoch weiterhin funktioniert, ist das Schreiben in der Schulschrift, wie die meisten sie kennngelernt haben. Das geht zwar langsam, ist aber recht sicher und kann von anderen Menschen gelesen werden.
Schulschreibschrift ungestört bei Parkinson

Fazit:
Weitermachen. Üben, üben, üben.





Dienstag, 11. April 2017

Parkinson-Blogger war 2 Jahre neurologisch auf "Pause" festgesetzt (Stuck on Pause)

In ihrem neuesten Forschungsbericht über die vier neurologischen Modi der chinesischen Medizin liefert Janice Walton-Hadlock das "missing link" (das fehlende Verbindungsstück) für eine theoretische Analyse der teilweisen und der gänzlichen Heilungen vom Morbus Parkinson, idiopathischer Typ: "Stuck on Pause" ist der Titel ihres Berichtes über den letzten Forschungsstand. Analysiert werden Parkinson-Patienten, die teilweise genesen sind, aber immer wieder in typische Parkinson-Symptome/Härtefälle zurückfallen.
2007 mit Joe Policastro (Chicago) am Bass im Jazz-Club Bonn

Dies gilt auch für den Blogger, der bis 2012 als Gitarrist regelmäßig Konzert-Auftritte mit Jazz Bands absolvieren konnte.
- Dann kam diese musikalische Kompetenz für 2 Jahre zum Erliegen. Hände und Finger versagten ihren Dienst.
- Im Jahr 2014 wurde die Kompetenz wiedererlangt.
- Im Jahr 2015 kam diese Kompetenz vollkommen zum Stillstand, "Stuck on Pause", um
- im April 2017 komplett zurück zu kommen.
Unterarme, Hände und Finger handeln wieder koordiniert - ohne Anstrengung, allerdings nicht ohne L-Dopa-Medikation im 21. Jahr mit dem Morbus Parkinson vom idiopathischen Typ.

Janice erklärt solche Fälle dadurch, dass solche "Pausen" durch angelernte Verhaltens- und Denkweisen entstehen, die derartige Ein-/Aus-Schaltungen bewirken. Aus diesem Grund zielt ihre Parkinson-Therapie darauf ab, solche Denk- und Empfindungs-"Fehler" abzustellen. Hierzu wurde die 4-teilige ex-Dissoziation-Übung gemeinsam mit Psychologen der Kognitiven Therapie entwickelt. Einzelheiten entnehmen sie bitte den voraus gegangenen Posts in diesem Blog.

Das Nervensystem des Bloggers war bezüglich seiner mit den Händen auszuführenden Musikertätigkeit (Gitarre, Banjo, Mandoline u.ä.) auf den neurologischen Modus Nr 4
gesetzt worden. Vgl. nachfolgende Übersicht.
2002 mit der Wolverines Jazz Gang in der Bonner "Harmonie"

Die traditionelle chinesische Medizin unterscheidet vier neuologische Modi (= Organisationsweisen) des menschlichen Nervensystems, die sich in den elektrischen Strömungseigenschaften voneinander unterscheiden:

1) spielerische Neugier
2) Kämpfen oder Fliehen
3) Schlaf
4) Nahe-Tod-Schock

Modus 4 löst ein auf bestimmte Tätigkeiten zielendes Erstarren ("freezing") aus. Meistens sind Beine und Füße die Leidtragenden bzw. "Schuldigen", die um nichs zu  bewegen sind, ihre Pflicht wieder aufzunehmen. Erst die durch wiederholte Übungen zu erlernende neue Denk- und Fühlweise kann aus dem Modus 4 heraus in den Modus 2 typischerweise führen.

In Bezug auf die Kompetenz des Gitarre-Spielens wurde der Modus 4 in Folge von zwei Monate durchgehaltenen Übens der neuen Denkweise am 9. April 2017 gestoppt und in Modus 1 umgeschaltet. "Thanks, Janice,  for your advice!"


Montag, 10. April 2017

Musiker-Kompetenz zurückgewonnen durch Kognitive Parkinson-Therapie

Seine vor zwei Jahren im 19. Jahr mit Parkinson verloren gegangene Musiker-Kompetenz hat der Blogger am 9. April 2017 zurückgewonnen. Dokumentiert wird diese Tatsache durch das nebenstehend wiedergegebene Video und Foto.
Nach zwei Jahren Freezing läuft am 9.4.2017  alles wieder rund
Verloren ging diese Tätigkeit als Musiker nahezu komplett durch emotionale Umstände und Erlebnisse, die den Blogger hemmten, die altgewohnten Gitarrengriffe z. B. abzurufen. Es war wie ein Freezing der Hände und Unterarme, nicht unähnlich dem bekannten Parkinson-Stupor der Füße und Beine. - Dies ist jetzt, d.h. zwei Monate nachdem der Blogger mit der von Dr. Janice Walton-Hadlock in Santa Cruz, Ca. U.S., entwickelten ex-Dissoziations-Übung begonnen hat, Vergangenheit:
video

- Die Hände haben plötzlich kein Problem mehr, die glatten Flächen des kleinen Guitaron zu halten und in Koordination mit der rechten Schlaghand die richtigen Saiten und Bünde zu treffen. "Thanks, Janice. Your therapy brought me back to a musician's life with 60 (out of 73) years of fine amateur jazz, blues and swing music behind me."

- Seine Kompetenz gewann der Blogger zurück morgens um 10 Uhr. In dieser Zeit wirkt die nachts durchgehende L-Dopa-Medikation von 25 mg pro Stunde + 1 mg Azilect + 50 mg Amantadin optimal. Zwei Stunden später, d.h. ab 12 Uhr geht diese Kompetenz vorüber gehend verloren, da der Blogger nach 10 Uhr morgens komplett Medikations-Ferien feiert - bis abends um 21 Uhr zur Vorbereitung der Nachtruhe.Abends ist also ein Musizieren nicht möglich - mitten in der Nacht womöglich ja.
2005: Blogger am Banjo mit den Riverside Stompers

- Die Beschäftigung mit der Musik und das aktive Musizieren mit anderen waren für den Blogger "Zeit seines Lebens", wie bei vielen Musikern (z.B. der New Yorker Star-Dirigent James Levine, vgl. Post vom 15.04.2016 in diesem Blog; oder Kurt Masur, Dirigent des Gewandhaus-Orchesters in Leipzig, der vor etwa zehn Jahren an Parkinson erkrankte und unlängst verstorben ist),  eine lange bewahrte Herzensangelegenheit auch im fortgeschrittenen Parkinson-Zustand.

- Der Blogger hatte noch vor zwei Jahren mit einem Jazz-Trio ein paar alte Standard-Stücke eingespielt und als private CD verteilt. - Danach keinen Ton mehr. Unterarme, Hände und Finger versagten ihre Dienste, sobald der Wunsch aufkam, eines der vielen Saiteninstrumente des Bloggers anzufassen und zum Klingen zu bringen. -

Zu den vor zwei Jahren aufgenommenen Stücken gehörte auch der Titel, den der Blogger hier im Video flötend bzw. pfeifend vorträgt: THE GLORY OF LOVE.
Viel Spaß dabei! - Auf der privat CD wird natürlich auch der dazugehörige Text gesungen bzw. gekrächzt und durch drei weitere Instrumental-Improvisationen bereichert.

(Aber bitte keinen Vergleich: Levine dirigierte in der Metropolitain Oper bis zu seinem 22. Parkinson-Jahr!)

- Die 4-teilige ex-Dissoziations-Übung von Janice Walton-Hadlock können sie hier im Blog in den Posts seit Anfang Februar 2017 finden bzw. im Original auf Englisch bei Janice nachlesen. Nur Mut - Wir sehen und erleben doch, wie es voran geht, wenn das Herz wieder die Gesamtverantwortung für den Menschen übernimmt. Denn darum geht es beim Ausstieg aus dieser speziellen Form der Dissoziation, die für den Morbus Parkinson grundlegend ist. Lesen sie hiezru die Protokolle des Bloggers in den drei voran gegangenen Posts in diesem Blog, insbesondere den Post vom 10.02.2017. Dort finden sie eine kurze Beschreibung dieser 4-teiligen Übung. Wie lautet es am Ende des Teils 1 der ex-Dissoziations-Übung? - HARMONIE - Na wenn das kein eindeutiger Hinweis auf die Musikanten-Tätigkeit ist:

"Teil 1: Hirn- und Herz-Visualisierung, Affirmation/Gebet FRIEDEN UND HARMONIE"

- Einher ging dieses Wiedererwachen mit einer erfreulichen Stabilisierung des Motorik des Bloggers. Diese war in den letzten 3 Wochen deutlich krisenhaft und konnte sich erst langsam stabilisieren.

- Die 4-teilige ex-Dissoziations-Übung ist seit Anfang Februar 2017 fester Bestandteil der Tagesroutine: mindestens 5, besser 7 oder 8 mal pro Tag jeweils 5-6 Minuten.

- Nebenher studierte der Blogger das Standardwerl von David. D. Burns "FEELING GOOD", Kognitive Therapie / "Mood Therapy" - auch in Deutsch erhältlich.

- Zur Vorbereitung auf die recht knappe ex-Dissoziations-Übung hat der Blogger Janice' zwei Standardwerke, jeweils letzte Fassungen studiert inkl. Yin Tui Na. Letzteres wurde nur gelesen, keine der dortigen Übungen des Yin Tui Na wurden bisher angewandt. Leider !

- Die ketzerische Frage an die herrschende Meinung in der Neurologie wird erlaubt sein:
Wie passen diese erlebten Erfahrungen über regenerierte Kompetenzen zu der These von den zu Grunde gegangenen Zellen der substantia nigra beim Morbus Parkinson vom idiopathischen Typ? -

1965:  Blogger mit der Canal Street Jazz Band in Hamburg

"Futsch is futsch, und hin ist hin!", weit gefehlt. Man muss nur die PAUSE-Taste finden, sie lösen -
und weitermachen wie zuvor. Gedanken und Gefühle stehen im Weg - nichts sonst.

Einzelheiten über die "Pause"-Schaltung lesen sie bitte im Post vom 11. April 2017 in diesem Blog.

Freitag, 24. März 2017

Parkinson-Patient muss seine dissoziativen Charakterzüge erkennen

Ohne eine hart zu erarbeitende Umkehr bei den für Parkinson typischen dissoziativen Charaktereigenschaften gibt es kein Vorankommen bei der Stabilisierung der Symptome.
Hierzu sind im Post vom 27. Oktober 2015 Anschauungs-Beispiele gegeben, wie z.B. "Flinte ins Korn werfen".

Sehr anschaulich ist auch die Charakterisierung des Bauernlümmels Burlala in dem plattdeutschen Volkslied "As Burlala"
Burlala Pub in der Lüneburger Altstadt



Dissoziativer Charakter?
Charakterzüge des norddeutschen Bänkellied-Helden "Burlala"

Das Lied vom Bauernjungen Burlala. Bekannt in den Interpretationen von Claire Waldoff, Lale Andersen und von Tönne Vormann in seinem Münsterländer Platt. Es finden sich Hinweise, dass es im Umfeld der Jugendbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt wurde, aber schon Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt war. Die Melodie scheint wesentlich älter zu sein und aus dem 17. Jahrhundert zu stammen.
As Burlala in 10 Strophen (plattdütsch)

In jeder der insgesamt zehn Strophen wird eine Anekdote erzählt, die einen der vielen auffälligen Charakterzüge Burlalas illustriert:


Burlala mimt den Gernegroß, gibt seiner Mutter unnütze Kommandos schon aus dem Kinderwagen.

Burlala will sein Unwissen mit Hilfe unerlaubten Vor-Sagens seiner Mitschüler vor dem Lehrer verbergen.

Burlala haut gern mal über die Stränge, widersetzt sich der Obrigkeit.


Burlala lebt unbeschwert und gern auf Kosten anderer

Burlala hält sich für attraktiv  und übersieht seine Defizite

Burlala verwechselt als Soldat den Kriegsdienst mit Selbstjustiz

Burlala ist ein Angsthase, schiesst mit Kanonen auf Spatzen.

Burlala will frühzeitig sterben, tröstet nebenher noch seine Eltern.

Burlala ist davon überzeugt, dass Petrus für ihn einen Platz im Himmel reserviert hat. 

Burlala riskiert sogar dem Herrgott gegenüber eine kesse Lippe; den Himmel beurteilt er als "erträglich".



Kommentar des Bloggers:

Zunächst ein Geständnis bzw. Bekenntnis:
Im Alter von 4 bis 7 Jahren etwa war dem Blogger das Lied von Burlala bestens bekannt; damals ein Gassenhauer. Als Junge ging der Blogger davon aus, dass im Grunde er selbst in diesem Text beschrieben wurde - immerhin wurde er von seinen Spielkameraden "Rallala" gerufen. Klingt doch auch recht ähnlich, oder?

Nun, 70 Jahre später:
Einen solchen Mistkerl wie den besungenen Burlala sollte man doch leicht enttarnen können. Aber weit gefehlt: dieser Burlala schlüpft bei seinen Untaten gern in den Rock des heiteren Spaßmachers (daher das Wort "burlesk") oder des charmanten Bittstellers und bleibt unerkannt.
Burlala personifiziert eine dissoziative Persönlichkeit im hier relevanten Parkinson-Zusammenhang und im Hinblick auf die ex-Dissoziation-Strategie. 

Blog-Nutzer, denen die Eskapaden des Burlala allzu derb anmuten, können wundervolle Kennzeichnungen des dissoziativen Charakters auch in Walter Benjamins Essay aus dem Jahre 1931 "Der destruktive Charakter" nachlesen. Trreffender geht es wohl kaum.

Auszug Zitat Walter Benjamin (1931):

"...Der destruktive Charakter ist jung und heiter. Denn Zerstören verjüngt, weil es die Spuren unseres eigenen Alters aus dem Weg räumt; es heitert auf, weil jedes Wegschaffen dem Zerstörenden eine vollkommene Reduktion, ja Radizierung seines eignen Zustands bedeutet. Zu solchem apollinischen Zerstörerbilde führt erst recht die Einsicht, wie ungeheuer sich die Welt vereinfacht, wenn sie auf ihre Zerstörungswürdigkeit geprüft wird. Dies ist das große Band, das alles Bestehende einträchtig umschlingt. Das ist ein Anblick, der dem destruktiven Charakter ein Schauspiel tiefster Harmonie verschafft. ...

Der destruktive Charakter sieht nichts Dauerndes. Aber eben darum sieht er überall Wege. Wo andere auf Mauern oder Gebirge stoßen, auch da sieht er einen Weg. Weil er aber überall einen Weg sieht, hat er auch überall aus dem Weg zu räumen. Nicht immer mit roher Gewalt, bisweilen mit veredelter. Weil er überall Wege sieht, steht er selber immer am Kreuzweg. Kein Augenblick kann wissen, was der nächste bringt. Das Bestehende legt er in Trümmer, nicht um der Trümmer, sondern um des Weges willen, der sich durch sie hindurchzieht..."



Montag, 13. März 2017

Raus aus der Parkinson-Dissoziation durch Kognitive Therapie nach Burns

Seinen Einstieg in den Ausstieg aus der Parkinson-Dissoziation hat der Blogger im voraus gehenden Post vom 10. Februar 2017 protokolliert. Alles möglichst exakt nach den Empfehlungen von Janice Walton-Hadlock in RECOVERY FROM PARKINSON'S.  Wie sie dort im Protokoll nachlesen können, blieb der Blogger in einer Art Mobilitätskrise stecken. Diese ist inzwischen - jedenfalls teilweise - behoben, und die Aktion geht weiter. Das Gehen ohne L-Dopa funktioniert halbwegs  wieder. Unter L-Dopa-Medikation fuhr der Blogger heute vormittags mit seinem Pedelec-Dreirad im Chopper Style von "partmobil" 15 Kilometer durch den Hamburger Stadtverkehr; problemlos bei nur 2 Grad Celsius !


Die Mobilitätskrise ging wohl zurück auf die entstandene Angst vor dem Erlebnis allzu heftiger innerer Umwälzungen. Mit solchen muss in der Tat gerechnet werden. Der notwendigen Beruhigung des verunsicherten Nervensystems dient die von Janice in ihrem Buch empfohlene Vorübung jedes Probanden durch die Lektüre eines Standardwerkes der US-Cognitive Therapy, David D. Burns'
FEELING GOOD,  (Die Kognitive Therapie geht zurück auf Aaron T. Beck, M.D.)
Zum Glück gibt es dieses Werk von Burns auch in Deutsch, siehe nebenstehende Abbildung.

Ein Blog-Nutzer mag fragen, ob David Burns in seinem Standardwerk  explizit auf den Morbus Parkinson eingeht. - Antwort des Bloggers:"Nach meiner Kenntnis geht er nicht explizit auf die Parkinson-Krankheit ein, wohl aber auf zwanghafte Angststörungen, Dissoziation, posttraumatische Belastungsstörungen, Depressionen u.v.a.m.

Nachdem Janice Walton-Hadlock nachgewiesen hatte, dass ohne eine vorliegende Angststörung das Signal "ERSTARRE" vom Nervensystem nicht gewählt werden kann, kümmerte sich das Forscherteam in Santa Cruz, Ca., USA, um eine Lösung für eben diese Art von Angststörung, die einem Tod-Stellen des Organismus gleicht. Und dafür wurden die therapeutischen Ansätze von Burns' Cognitive Therapy genutzt. Die Vorgehensweise für Parkinson-Patienten ist allerdings strikt an den Wortlaut der 4-stufigen ex-Dissoziations-Übung gebunden und trägt der Erkenntnis Rechnung, dass das Nervensystem des Parkinson-Patienten von der "fixen Idee" ausgeht, dass dieser Mensch nirgendwo in Sicherheit sei. - Derartige unumstößliche innere Überzeugungen sind es auch, die Burns als Urheber z. B. von Depressionen enttarnt hat. - Viel Erfolg bei ihrer eigenen Jagd auf fixe Ideen!"
Herz entlastet Gehirn von der Verantwortung für Sicherheit


weitere Protokollierung der 4-teiligen Übung ex-Dissoziation:

07.04.2017
Ein Meilenstein wurde erreicht: der Blogger hat das oben beschriebene und abgebildete gelbe Kognitive Therapie-Buch von David D. Burns, FEELING GOOD The New Mood Therapy, komplett durchgearbeitet. Nur die letzten 250 Seiten über Psychopharmaka für Depressive hat der Blogger nicht gelesen. Diese sind für unsere hier verfolgten Zwecke nicht relevant.  Damit steht dem Blogger jetzt ein geeignetes Handwerkzeug für psychische Problemfälle zur Verfügung. Thanks, Dr. Burns!

Die motorische Krise des Bloggers ist der Normalität gewichen. Auffällig daran ist, dass eine Beruhigung der Motorik erst festzustellen war, als der Blogger zwei sehr schöne gesellschaftliche Einladungen abgesagt hatte, und zwar aus Gründen instabiler Motorik !!

Auch im Rahmen der Übungen selbst ist erstmalig  ein innerliches Bild entstanden (visualisiert), in dem am Ende des Teils 2 der Übung - als das Herz wieder seine Verantwortung übernehmen wollte bzw. sollte - ein Kind im Alter von 7 bis 8 Jahren auftaucht, das sich mit eingezogenem Hals und Zeigefinger vor dem Mund heimlich, still und leise aus der Szene schleicht. Dies war offenbar das Herz, das seinen eigenen Verkündungen - noch - keinen Glauben schenken wollte.- Es wird immer spannender, wie Janice Walton-Hadlock es auch angekündigt hatte.  Fazit: weitermachen!


03.04.2017
Die schon seit dem 14. März sich abzeichnende "motorische Krise" hat gestern Abend und auch heute Morgen zwei Ausrufungszeichen verdient:

- Am 02.04.2017 ereignete sich abends um 20 Uhr ein parkinsontypischer Sturz des Bloggers zu Boden, rückwärts gegen einen Beistelltisch. Voraus ging das Umherschauen im dunklen Wohnraum auf der Suche nach der schnell lokalisierten Decke und der Versuch, diese Decke an einen anderen Ort zu bringen.  Ohne jede Ankündigung verlor - alles natürlich im gewohnten Zustand ohne jede Medikation (letzte L-Dopa-Mediktion 9 Uhr morgens 25 mg) - der Blogger sein Gleichgewicht und fiel rückwärts in eine Zimmerecke. Mit nicht sehr erheblichen Prellungen und Abschürfungen am hinteren Becken und in der Kreuzbeingegend kam der Blogger davon. Die darauf folgende Nacht war dann trotz der um 21 Uhr einsetzenden L-Dopa-Medikation durch schlaffe Lähmungen und lange Wachphasen geprägt.

- Am 03.04.2017 traf dann morgens um 11 Uhr der "Freezing-Blizzard" den Blogger beim Absteigen von seinem Pedelec-Dreirad "partmobil avanti". Es ging keinen Schritt weiter. Die Frühlingssonne schien. Dies war sehr ungewöhnlich, denn normalerweise ist die Gehfähigkeit des Bloggers nach dieser gewohnten einstündigen Dreirad-Tour von 14 Kilometern optimal.

Fazit: Nach den vielen neuen Übungen von Janice Walton-Hadlock und David Burns ist der vom
Biosystem gemische "Neuro-Transmitter-Cocktail" offenbar ein anderer geworden, oder er hat seine gewohnte Wirkweise verändert.
Der Blogger ist zuversichtlich, dass sich dabei wieder ein Gleichgewicht finden und einpendeln wird.  Aber: gleichzeitig noch vorsichtiger werden.!  Es wird nicht einfach sein.








29.03.2017
Janice Walton-Hadlock schlägt in ihrer Kurzbeschreibung der 4-teiligen ex-Dissoziations-Übung vor, dass der Praktizierende ein Herz visualisiert, das mit einem Mund zum Sprechen ausgestattet ist. In der Übung kann es so selbst die Ich-Rolle des Affirmierenden übernehmen. - Der Blogger benutzt für seine Visualisierung das  nebenstehende Bild "Herz spricht unüberhörbar" (mit Megaphon).
Herz spricht unüberhörbar, Phase 3 der Übung


28.03.2017
Vor zwei Tagen gab es eine bemerkenswerte Variation in der nächtlichen Traumtätigkeit:
Anders als am 22.03.2017 wurde eine konfliktbehaftete Person aus dem früheren Geschäftsumfeld des Bloggers  nicht  als sympathischer Charmeur, sondern hier als hinterhältiger Trickser wahrgenommen und in der Traumszene mit einem mittelstarken Faustschlag ins Gesicht für seine üble Tat "belohnt". - Dabei fällt dem Blogger auf, dass im Traum kaum Verfremdungen der Personen erkennnbar wurden. Lediglich zeitliche Verschiebungen waren deutlich. - "FRIEDEN und HARMONIE" heisst demnach keinesfalls Unterwerfung. Selbstverteidigung bleibt gestattet! - sicher auch ohne den geträumten Faustschlag, welcher in Folge des alters- und zustandstypisch durchaus realistischen Auftritts des Bloggers - nicht wirklich verletzend hätte enden können.

27.03.2017
Die im Rahmen der ex-Dissoziationsübung zu leistende Visualisierung erweist sich im Laufe der Gewöhnung an das 4-teilige Übungsmuster als schwierigster und entscheidender Bestandteil des inneren Ablaufs. Dabei ist nach Erfahrung des Bloggers besonderes Augenmerk auf die Farben zu legen:
Weißes Licht steht dabei für den Begriff Frieden (weiße Friedensfahne!)
Farbe rot steht dabei für den Begriff Harmonie.
Fazit: Erst dann kann der Praktikant vom Frieden auf Harmonie wechseln, wenn er innerlich das Gehirn bzw. sein Herz als mit weißem Licht angefüllt visualisiert hat.
Das hier im Post vom 10.02.2017 abgebildete hellrote Herz in Manhattan, New York City, ist auf diese Weise gut geeignet, die Annäherung von Gehirn und Herz zu veranschaulichen. "Man trifft sich auf dem Trottoir..." Das hellrote Herz wirkt dabei etwa wie eine Art Magnet.. -
Viel Freude bei ihrer eigenen Übungspraxis wünscht der Blogger!

Vgl. Post vom 10.02.2017 mit angedeuteter Kurzbeschreibung der 4-teiligen Übung. Die obigen Feststellungen beziehen sich auf das Ende des 1. Teils der Übung, die Visualisierung des Vorganges der Füllung mit "FRIEDEN" und mit "HARMONIE".

23.03.2017
Auffällig wurde in den vergangenen zwei Wochen der ex-Dissoziations-Übung nach Dr. Janice Walton-Hadlock, dass dem Blogger in zwei wichtigen Fällen die Kontrolle über die gewünschten Formulierungen in persönlichen Schriftsätzen an besonders verehrte Personen entglitten ist. - Erst ein paar Tage nach erneutem Durchlesen der beiden Texte tauchten Spuren einer unerwünschten Verfälschung entscheidender Aussagen auf - so als hätte sich der "Verstand" eingeschlichen und die in der Übung gesuchte "Herz"-Position unterminiert. Das, was auf dem Papier zunächst als "herzlich" gemeint war, klang später ironisch, ja sogar etwas giftig. Solche Entgleisungen sind zwar peinlich, müssen bei guter Gelegenheit erklärt werden - repräsentieren aber klar eine neuartige Gefahrenzone, die als solche wiederum "keine Sicherheit" signalisiert. (Reden ist Silber, Schweigen ist Gold ?) - Das Herz wird wachsamer werden mit der Zeit. Wir befinden uns ja erst am Anfang des Weges zum Machtwechsel von "Gehirn" zum "Herzen".

22.03.2017
Auffällig sind die zu beobachtenden Veränderungen des Schlafverhaltens seit dem Beginn der 4-stufigen Übung ex-Dissoziation:

A.  Schon ab 20 Uhr kommt der Wunsch auf, dass sich der Blogger einiger Qi Gong Übungen unterzieht und dann schlafen legt. Früher, vor noch einigen Monaten, kam dieser Wunsch erst 2 Stunden später, d.h. um 22 Uhr, auf.

B. Vergangen sind die für Parkinson-Patienten typischen Zeiten aggressiver Träume, die sich z. T. in heftigen Fußtritten und Faustschlägen gegen "Traum-Angreifer" äußerten. Teilweise katapultierte sich der Blogger hinaus aus dem Bett und fand sich auf dem Fußboden vor dem Bett wieder. - Heutzutage träumt der Blogger von zufällig zustande kommenden privaten bzw. geschäftlichen Begegnungen mit bestimmten auffälligen Persönlichkeiten, die sich aber gegenüber dem Blogger jovial, humorvoll, warmherzig und mitfühlend verhielten: Im 3 Träumen traf er so mit Trump (1x) bzw. Putin (2x) zusammen und erfreute sich an deren Umgangsformen. - Wer hätte dies jemals für möglich gehalten? Der Blogger jedenfalls nicht. - Gibt es womöglich doch noch "sichere" Aufenthaltsorte für die dissoziierte Parkinson-Persönlichkeit? - Die Übungen werden es an den Tag bringen; die Träume nehmen eine Antwort womöglich vorweg!

21.03.2017
Die motorischen "Problemchen" des Bloggers in Folge des intensiven Übungsprogramms zwecks Überwindung der Dissoziation häufen sich leider: - immer wieder Stupor -

1. nachts verstärken sich Erlebnisse nahezu kompletter - jedoch vorüber gehender -  medikamenten-bedingter Stupor, d.h. schlaffe Lähmung der Gliedmaßen und des Beckens; TROTZ allnächtlich durchgängiger Medikation von 25 mg L-Dopa je Stunde. Bei Stupor keine Chance, eine bequeme Lage im Bett einzunehmen oder gar aufzustehen. Grund: Resistenz gegen L-Dopa (?)

2. tagsüber keine Chance für das außer Haus Geh-Training in  der L-Dopa-freien Zeit von 11 - 21 Uhr; psychogener (dissoziativer) Stupor (Starre) = Parkinson-Krise beim Versuch, vor die eigene Haustür zu treten. Nicht ein einziger Schritt ist möglich; aber vorsichtig rückwärts Gehen funktioniert, wenn eine Begleitperson mit hilfreicher Hand gefunden ist. Vgl. auch "Parkinson-Freezing - "Rühr dich nicht..." im Post vom 8. September 2015 in diesem Blog.

3. äußerst schwache Leistungen beim Gehen daheim in der L-Dopa-freien Zeit

4. moderate Panikattacken, wenn die vielen zu einer selbständigen Haushaltsführung erforderlichen Leistungen vor Augen geführt werden
Aber der psychische Zustand ist recht stabil; besonders, wenn es sich erweist, dass durch systematisches Vorgehen eine Herausforderung nach der anderen bestanden wird. - Immer langsam voran! - und natürlich. weitermachen, denn wo gibt es schon etwas geschenkt?

16.03.2017
Inzwischen steckt der Blogger mittendrin in den Übungen zur Überwindung Kognitiver / gedanklicher Verzerrungen von David D. Burns. Vgl. Tabelle. Dabei fällt auf, dass die Qualität der eigenen Motorik des Bloggers unmittelbar davon abhängig zu sein scheint, dass er nachlesbare Erkenntnisse und Urteile produziert; das Niederschreiben als Motorik-Selbsthilfe. Warum nicht?
Modell einer Angst auslösenden Situation inkl. gedanklicher Verzerrungen und deren Auswirkungen typisch für Parkinson










M.-P. Hurni's These von der "dissociative conversion disorder" bei Parkinson


15.03.2017
Der Blogger hat sich nun entschlossen, die 4-teilige Übung "ex-Dissoziation" wieder zu intensivieren, d.h. fünfmal pro Tag die jeweils rund 10 Minuten umfassenden Übungen komplett durchzuziehen. In diesem Kontext tauchte bei den Schlüsselbegriffen FRIEDEN und HARMONIE im Teil 1 ein neuer Begriff aus dem Erinnern auf: Das Herzenhören. Der Blogger kennt den Begriff als Titel des Romans von Jan-Philipp Sendker. In dem Roman geht es um die Überwindung aller Begrenzungen durch Liebe, die auf dem Herzenhören basiert. - interessanter Aspekt,
David D. Burns' FEELING GOOD wird nun parallel durchgearbeitet. Dies hat den Vorteil, dass viele Arten von Extra-Motivationen und Aha-Erlebnissen die insgsamt anstrengende Arbeit heiterer und leichter machen.

14.03.2017
Die wöchentliche Übung "Gehen außer Haus im Großstadt-Gewimmel ohne L-Dopa-Medikation in Begleitung einer Pflegeperson" verlief heute Vormittag "im Sande". Mehrere Freezings nötigten den Blogger nach 50 Metern zum Abbruch der Übung. Innerhalb der eigenen vier Wände waren die motorischen Hemmungen weniger ausgeprägt, jedoch ebenfalls klar erkennbar. 

Freitag, 10. Februar 2017

Parkinson-Blogger protokolliert empfohlene Übungen zur Abkehr von Dissoziation

Janice Walton-Hadlock empfiehlt in ihrem Werk RECOVERY FROM PARKINSON'S, Kapitel 16, eine 4-teilige mentale Übung, die Voraussetzungen für die Heilung eines "idiopathischen" Morbus Parkinson schafft.

Eine knappe Darstellung dieser Übungstechniken finden sie auf den Seiten 228 - 230 des oben genannten Werkes. Im vorangehenden Post ist diese Quelle inklusive Website mit Möglichkeit genehmigten, kostenfreien Herunterladens im einzelnen dargestellt. Aus Gründen des Copyrights kann der Blogger ihnen diese drei Seiten hier nicht in Deutsch liefern.  Das muss jeder User für sich lösen. -

Diese von Janice Walton-Hadlock entwickelte 4-teilige Übung wollen wir hier in diesem Blog als "brain vibration no. 3" bezeichnen. Brain vibration no. 2 waren die Übungen des Healing Code (Post vom 30. März 2013), brain vibration no. 1 war die von Howard Shifke empfohlene Übung (ling yao chichichi ...), Grundlage seiner Überwindung des  eigenen Morbus Parkinson. Janice positioniert ihre 4-teilige Übung zur Abkehr von der Dissoziation zu den Techniken der Kognitiven Verhaltenstherapie (Cognitive Behavioral Therapy).

Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft gewinnen Janice's Darlegungen schon auf Grund der Tatsache, dass sie selbst an idiopathischem Morbus Parkinson erkrankte und mit Hilfe der dargestellten Übungstechniken das Thema Parkinson endgültig hinter sich hat  bringen können. Seitdem hat sie Dutzende der von ihr betreuten Parkinson-Patienten auf dieser Übungsbasis  geheilt.- Janice's Parkinson war von dem Typus, der durch psychisches Trauma im Kindesalter induziert werden kann - derselbe Typus wie auch im Falle von Mark-Peter Hurni und des Bloggers.

Das Kapitel 16 trägt die Überschrift: "Behandlung mentaler Gewohnheiten der Dissoziation: Übungstechniken". Auf der Seite 228 heißt es dann:

"Eine 4-teilige Übung, damit sie sich über ihre Parkinson-Denkgewohnheiten ärgern"

Teil 1: Hirn- und Herz-Visualisierung, Affirmation/Gebet FRIEDEN UND HARMONIE
Teil 2: Hirn- und Herzvisualisierung, Ausdruck des Dankes und der Übernahme der Verantwortung;

Das Herz re-positioniert sich gegenüber dem Hirn:
 „Ich danke dir für deine über viele Jahre geleisteten Dienste.
Ich bin in Sicherheit!
Deine Schutzmaßnahmen wirst du nun beenden.
Ab sofort übernehme ich wieder die Verantwortung,
und ich sorge für unser beider Sicherheit.“
(Übersetzung des Bloggers aus dem Englischen)

Teil 3: Wahrnehmung des Gefühls und Behandlung mentaler Störmanöver: "Du bist hier nicht willkommmen..."
Teil 4: Ein positives Wort der Benennung des Adressaten von Affirmation/Gebet

- Das Herz wird am Ende von Teil 2 irgendwann zu sprechen beginnen und seinen Rückzug aus dem Tagesgeschehen rückgängig machen. Hör genau hin, wenn es beginnt zu sprechen! Dies wird geschehen, sobald es sich wirklich sicher fühlt. Dann wird es seine Verantwortung wieder übernehmen.

in: RECOVERY FROM PARKINSON'S, Santa Cruz 2013, (c) by Janice Walton-Hadlock
das Herz übernimmt die Verantwortung


Seit dem 8. Februar 2017 praktiziert der Blogger diese Übungstechniken - wie empfohlen - zunächst den Teil 1., seit Anfang März 2017 auch die Teile 2 - 4. Hier ist sein

P R O T O K O L L
10.03.2017
Nun hat es die Vorfrühlingssonne an den Tag gebracht: Aus Sicht des Bloggers liegt das "Geheimnis" der 4-teiligen Übung der ex-Dissoziation darin begründet, dass Probanden nach den ersten Wochen eines komfortablen Einstiegs in die Welt des FRIEDENS und der HARMONIE auf dieses große Hindernis stoßen:
Das Nervensystem hatte sich über die letzten zehn Jahre eine "Überlebensstrategie der Mobilität"
antrainiert. Diese ist nun in Folge der neuen Ausrichtung gefährdet. Sie funktioniert auch tatsächlich so viel schlechter als vorher, dass der Blogger von einer Art Mobilitätskrise berichten muss. Es ist der gewohnte endogene Drüsencocktail, den jedes Nervensystem der Situation des Organismus anpasst und dem nun die altgewohnte Basis entzogen wird. Das wird jetzt ein sehr hartes Stück Arbeit: Schliesslich war der Blogger schon seit 3 Jahren imstande, tagsüber ohne L-Dopa seinen Haushalt zu führen und sich zuhause ordentlich zu bewegen. - Dies wird nun durch real erkennbare Einbussen der Mobilität und der Motorik in Frage gestellt.

Gibt es  auch positive Nachrichten über die Wirkungen der Übungen aus der Kognitiven Verhaltenstherapie?
Der Blogger meint, dass er die mit dem abendlichen L-Dopa-Konsum aufkommenden Euphorien nicht als positive Wirkung ansehen darf; denn hierdurch bestätigt sich die Erkenntnisse über die L-Dopa-Sucht als Folge jahrelanger L-Dopa-Medikation. - Auch ungewohnte Euphorien am frühen Morgen fühlen sich nicht gut an. Aber: wie sollte es anders sein? - Mehr Gefühl heisst nicht nur mehr Freude, sondern auch mehr Leid, das wahrgenommen wird.  quot erat demonstrandum

Fazit:
Ruhe bewahren, Erwartungen herunter schrauben, weitermachen!

07.03.2017
Soeben wurde die graduell zurück gewonnene Mobilität im L-Dopa-freien Zustand einem Stresstest unterzogen. Es ging um die Frage: Ist die im Hause und im gut blickgeschützten Garten gewonnene gute Mobilität übertragbar auf das Außer-Haus-Gehen in der Innenstadt inmitten von Fußgängern, Lieferfahrzeugen, Straßenüberquerungen und mittelstarkem Baulärm? - wie gesagt: ohne L-Dopa, in Begleitung einer Pflegeperson. Antwort: Die Mobilitätsaussagen sind  n i c h t  übertragbar. Im Stadtgewusel hält die Freezing-Tendenz (noch) an. Doch immerhin reichte die Mobilität für einen Spaziergang von  1, 5 km Länge - mit mehreren notwendigen Zwischenstopps bei irritierenden Bedingungen. Es lief ab ohne gravierendes Freezing. Von 11.30 - 11.50 Uhr.

06.03.2017
Vorgestern, am 4. März 2017, brach das Eis:
Freezing-Schmelze für Parkinson-Blogger am 4.3.2017

nach seiner täglichen Übung der empfohlenen "Technik zur Behandlung mentaler Gewohnheiten der Dissoziation" ( in: RECOVERY FROM PARKINSON'S, by Dr. Janice Walton-Hadlock ) schmolz das typische Parkinson-Freezing des Bewegungsablaufs beim Gehen zurück, und zwar auf einen Zustand, wie er zuletzt im Jahe 2013, d. h. vor vier Jahren; damals im Zustand freudiger Erregung auf einer "50-Jahre Abitur 1963-Feier", erreicht worden war. Also besser noch als der Zustand, wie er in den bisher gezeigten Videos dokumentiert wurde. - Fazit: Janice' 4-teiliges Übungspaket wirkt ein kleines Wunder:
- Selbst beim "Abtauchen" des Bloggers unter tiefhängende Zweige im Garten gibt es keine Hemmung der Gehbewegung.
- Selbst beim Durchschreiten einer Art von Wandschrank im Hause führt die erlebte Enge  n i c h t  zu einer Hemmung der Gehbewegung.
- Wir sprechen hier von Zuständen des Bloggers 6 Stunden nach der letzten Einnahme von 25 mg L-Dopa: nachmittags um 15.30 Uhr in der L-Dopa-Freizeit.
- Der seit dem 4.3.2017 dokumentierte Zustand der Besserung beim Freezing der Gehbewegung hält bis heute (06.04.2017, 16 Uhr) unvermindert an.
- Auch die Sitzpositur beim Essen ist deutlich "aufrechter".
- Das weitgehend hemmungsfreie Gehen funktioniert erstmalig sogar mit einer Tasse Tee in der Hand, die in fünf Metern Entfernung abgestellt wird. Das gab's schon seit zehn Jahren nicht mehr.

Noch ein paar Anmerkungen zu den inneren Vorgängen, die mit dem Ablauf der inneren Dialoge der vierteiligen Übung verbunden sind:
- Die Gefühle, die am Schluss der Übungen vom Herzen ausgehen, sind FROHSINN und ZUVERSICHT (= Vertrauen darauf, dass die Zukunft Gutes bringt) .
- Wichtig erscheint die Visualisierung des Herzens, das einen kleinen Mund hat, mit dem es spricht.
Dieser Mund bedient sich im Rahmen der inneren Dialoge der Stimme eines Kindes, das gleichsam seine Wünsche erfleht. Gelegentlich fällt die Tonlage dabei ins Weinerliche. - Hierbei wird offenbar das Herz von jener Stelle "abgeholt", wo der Patient es einst hat stehen lassen.

Fazit: emsig weiter üben!


02.03.2017
Seinen weitgehenden Energiezusammenbruch am 28.02.2017 verschwieg der Blogger bislang. Was war passiert ? In der Vorwoche musste der Blogger eine Hautoperation über sich ergehen lassen; in der Schädelmitte, nahe dem Bai Hui-Meridian-Punkt. Viel Schmerz, dem sich eine mittelschwere Bronchitis zugesellte, dann 16 km  vormittags quer durch den Straßenverkehr per Pedelec-Dreirad.
Zu viel es Nicht-Guten. Da ging der Muskeltonus gegen 30 %. Keine Gamgart ohne Sturzrisiko. Und klar, dass in diesem Zustand auch die allwöchentliche "Freigang"-Übung entfallen musste. Also wieder einmal eine Woche ohne die notwendige Übung des Gehens außer Haus in Begleitung einer Pflegeperson im L-Dopa-freien Zustand. -

Alles ist nun überstanden, und die Ergebnisse der nunmehr insgesamt geübten vier Teile der Übung "Dissoziation adé" sind bemerkenswert:
- immer wieder versucht der Verstand durch "Vergessen" der richtigen Wörter den Ablauf der Affirmationen zu unterbrechen - der Blogger wartet geduldig bis der Text wieder "kommt"
- nach den Übungen sind die Bewegungen des Bloggers leicht und locker. Der Muskeltonus erlaubt auch leichtes Erheben aus tief sitzendem Sofa - wohlgemerkt alles im Zustand der L-Dopa-Freizeit von 9 bis 21 Uhr täglich.
- typisch war der erste Störversuch des Verstandes: Er kam mit einem abwegigen Vergleich über die Aussichtslosigkeit der Position des Bloggers:"Wenn selbst Napoeon 1812 im Russlandfeldzug scheiterte - wie groß sind dann deine Chancen, nur mit dem Herzgefühl Sicherheit in deinem Leben  zu schaffen?!" - Geht es noch absurder, noch lachhafter? Also beiseite damit.

- heute am 03.03.2017 kam im Teil 1 der Übung der Verstand auf eine trickreiche Idee. Er bezeichnete sich als "ich", anstatt als "mein Verstand"! - Solange dies vorkommt, ist der Zustand noch unerreicht, in dem das Herz zum Kommandeur geworden ist. Dann wäre ja auch die Dissoziation am Ende angekommen und vorüber.
Also weiter üben!

01.03.2017
Nach drei Wochen fleissigen Praktizierens des Teiles 1 der empfohlenen Übung zwecks Überwindung der Dissoziation hat sich das Nervensystem des Bloggers weitgehend beruhigt. D. h. die inneren Widerstände gegen FRIEDEN und HARMONIE schwinden. - Nun beginnt der Blogger mit den Teilen 2 - 4 der Übung. Hier kommt es darauf an, wirklich innerlich überzeugt zu sein von der Sinnhaftigkeit der inneren Dialoge. Und das Horchen auf das innere Herzgefühl ist gefragt! - Hier in diesem Post wird der Blogger seine Erfahrungen in dieser Übung offenkundig machen - wie die vielen anderen Parkinson-Patienten, die sich nicht darauf beschänkten "schweigend zu geniessen".

24.02.2017

Der Teil 1 der vorgenannten Übung zwecks endgültigem Ausstieg aus dem Freeze-Modus läuft mittlerweile halbwegs rund. Die mentalen und physischen Reaktionen während der Übung sind umso heftiger, je entspannter die Ausgangslage zum Übungsbeginn gewesen ist. Das heftige Rütteln an den vorgestreckten Armen umfasst oft den gesamten Oberkörper. Dabei beginnt das Rütteln, wenn etwa mit der linken Hand der Daumen der rechten Hand umfasst und die linke Hand um den Daumen der rechten herum zur Faust geballt wird. Howard Shifke nennt diese Handhaltung "jumper cable" (das Verfahren des Anzapfens einer fremden Batterie - + Pol - mit Hilfe eines Starter-Kabels beim Auto).
Dabei kommt innerlich unwillkürlich immer wieder das Bild eines Bergmanns auf, der unter Tage mittels Luftdruckhammer Kohlenflöze für den Abbau freilegt (vgl. Abbildung).

Und die bisherige Ausbeute? - Der Blogger läuft etwa ab mittags - also nach der L-Dopa-Entzugszeit - nahezu ohne motorische Hemmungen und ohne jedes Freezing in seiner Stadtwohnung umher. - Nicht einmal das Läuten an der Haustür und am Telefon macht diesem "Freigang" ein Ende. Schwieriger wird es aber doch beim Ergreifen z. B. einer Teekanne und dem Hinüberbringen derselben in einen anderen Raum. Da werden die Schritte noch recht trippelnd und unsicher.
Fazit: unbedingt fortfahren!

22.02.2017
Und wieder kommt inmitten der Übung ein Zweifel auf, ob die verwendete "Visualisierung des eigenen Gehirns", vgl Abb. in Protokoll vom 11.02.2017 (graue Masse), hilfreich ist. Spontan kommt der Einfall, ein reales DaTSCAN-Bild vom 12.03.2014 stattdessen in der Visualisierung zu verwenden. Es funktioniert.
Phase 1: DaTSCAN: Gehirn des Parkinson-Bloggers von 2014
Schliessliich dokumentiert dieses Bild den realen Zustand des Bloggers in seinem damals 17. Jahr mit idiopathischem Morbus Parkinson.(Bei Gesunden werden im DaTSCAN zwei größere gelb-orange-rote bohnenförmige Flecken gezeigt, dort, wo noch jederzeit ausreichend Dopamin abrufbar ist.)

Zum Vergleich: links = gesundes Gehirn


21.02.2017
Seitdem gestern das Foto mit dem hellrot erleuchteten Herzen im Herzen New Yorks vor die Augen des Bloggers kam, funktionieren erstmalig alle Phasen des Teils 1 der empfohlenen Übung zum Ausstieg aus der zwanghaft einsetzenden Freeze-Reaktion bei unerwarteten Extra-Belastungen von Parkinson-Patienten auf halbem Weg der Genesung:

Phase 1: mein Hirn wird als triste graue Masse spontan visualisiert (siehe Abb. unten) und in der
Phase 2 in das himmlische Licht geführt (siehe Abb. unten). Auf dem Weg dorthin verwandelt sich  mein Hirn von der tristen grauen Masse in ein farbig schwach glimmendes, halbtransparentes technisches Gerät (siehe Abb. vor schwarzem Hintergrund, unten)
Phase 3: mein Herz wird als medizinisches Gebilde spontan visualisert, wandert in
Phase 4 durch das besondere Licht hindurch, wodurch es von innen zu leuchten beginnt und sich in
Phase 5 zum hellroten LED-Herzen wandelt, das aus Acrylröhren besteht, die wie die Pfeifen einer Orgel für das harmonische Klangbild stehen.
Auch das leuchtende Hirn hat sich hinzu gesellt. Es ist nun Bestandteil des hellrot leuchtenden Herzens geworden, trägt zu dessen Leuchtkraft bei.

Gute Laune kam heute bei der seit Jahresanfang laufenden Geh-Übung in der Tageszeit ohne L-Dopa-Medikation auf: Inmitten der belebten Geschäftsstraße wurde um 11.30 Uhr der Häuserblock in einer Strecke von 700 Metern umrundet; der Blogger dabei stets an der Hand der Pflegeperson. Seit drei Wochen hatte sich der Blogger erstmalig wieder an dieses Wagnis heran getraut. Ohne Freezing, jedoch mit kleinen Verzögerungen an unübersichtlichen Kreuzungen. D.h. des Bloggers Angst davor, dass die neue vierteilige Übung zur Überwindung des psychischen Traumas Rückschläge in der Mobilität bringen könnte, hat sich als substanzlos erwiesen..


20.02.2017
Nun kommt auch die Visualisierung des eigenen Herzens voran. Phase  3: eine Art medizinisches Herz-Modell erscheint bei der Visualisierung, siehe Abbild.
Herz in Phase 3 visualisiert

Herz in Phase 4 visualisiert


Herz: LED-erleuchtet entspricht der Visualisierung, Phase 5
Es kommt mir etwas dunkler und enger
Phase 2: Hirn lichterfüllt

vor als im Bild - wie eine verschlossene Kammer. Diese Kammer hellt sich im Laufe de Übung auf - Phase 4 - und erweitert sich, so dass "mein Herz" schliesslich um ein Vielfaches wächst - und auch das Hirn aufnehmen kann, das sich im Laufe der Übung mit Licht erfüllt, kleiner und zierlicher wird.
Am Ende ist da nur noch die Visualisierung eines ruhig und keineswegs grell leuchtenden Herzens (hier in N.Y. City), gut einen Meter hoch in Phase 5.

Aber in der Übung kommt immer wieder das "Stahlgewitter" des ratternden Abbruch-Hammers ins Bild und in die reale Bewegung. Der gesamte Körper wird hiervon erfasst, auch das Gesicht, die eigenen Wangen schlottern hin und her - zwischendurch werden in einer gepressten, tiefen, völlig entstellten Stimme Wörter und Satzteile ausgerufen. Es hört und fühlt sich an wie trotziger, kindlicher Widerstand gegen körperliche Übergriffe Erwachsener auf ein kleines "eigenwilliges" Kind."Will nich'. Will nich'. Will nich' mit mach'n. Will nich' mitmach'n. - Es könnte aber auch die Stimme eines vernachlässigten Persönlichkeitsanteils sein, der sich gegen ein Adrenalin-getriebenes Ego wendet und an dessen Machenschaften nicht mitbeteiligt sein will. Diese Stimme klingt wie die einer leidenden Kröte.

Die Akupunktur des Dreifachen Erwärmers hat zu einem guten, höheren Muskeltonus der Arme und Schultern geführt. Der Blogger fühlt sich dadurch gekräftigt.

Die Geh-Fähigkeit  o h n e  L-Dopa-Medikation ist wiederhergestellt. Die empfundene Verlustangst erwies sich als substanzlos.


15.02.2017 - 16.02.2017
Gestern gab es einen Fast-Totalausfall der Bewegungsfähigkeit im Zustand der üblichen 12-stündigen L-Dopa-Ferien des Tages:. von 9 - 21 Uhr. Die psychische Rückwirkung kam einer Katastrophen-Warnung gleich."Das konnte ja auch gar nicht sooo einfach sein mit dem Ausstieg aus dem "freeze-Modus" des Nervensystems." - Der Blogger gab nicht auf und machte weiterhin seinen Teil 1 des Übungspakets. Und auch die Bewegungen werden nach Akupunktur des Nierenmeridians wieder geschmeidiger. Alles ist  nun im Fluss. Kein trockener Stehplatz im Ozean!

Motorisch gab es Neues bei den unwillkürlichen Bewegungen. Die Übung efolgte im Sitzen in einem Korbsessel auf dem sonnenbeschienenen Balkon. Hände und Arme blieben ruhig, aber im Bereich des Beckens und der gesamten Wirbelsäule kam eine seitlche Schlingerbewegung in Gang - so als würde der Blogger Übungen für einen bevor stehenden Bauchtanz ausführen. Nach 2 - 3 Minuten kam das Schlingern zur Ruhe, und Heiterkeit kam auf. - Nachträglich kommt ein anderes Gleichnis vor Augen: das Bild eines sich hin und her mit seiner Flöte bewegenden indischen Schlangenbeschwörers mit der seinen Bewegungen folgenden Schlange vor ihm in ihrem Körbchen.
Dreifaacher Erwärmer

Die in Folge der Übungen schwächelnde Arm- und Schultermuskulatur hat der Blogger mit Akupressur am Meridian Dreifacher Erwärmer wieder ins Gleichgewicht gebracht. Dies half auch bei der Stabilisierung seiner Grundstimmung nach dem Erleben körperlicher Schwächungen. Akupressiert und akupunktiert wurden 3E Nr. 1 - 5 und 9 an den Händen und Unterarmen sowie 3E 14 und 15 an den Schultern links und rechts.
Snake Charmer in India


Die erste Visualisierung, die des Hirns, funktioniert, auch dessen Positionierung im LICHT.
Aber mit der Visualisierung des Herzens hapert es noch kräftig.

11.02.2017 - 14.02.2017
Nun wird der Teil 1 der Übungen schon eine Woche lang praktiziert, und die Welt fühlt sich anders an als vorher: Schon während der letzten Übungen endete das Praktizieren des Bloggers - im Niemandsland der Gefühle, nicht selten in einer Mischung aus befreiendem Gelächter und kaum zügelbaren Tränen. Wohlgemerkt: der Blogger praktiziert  bisher nur den Teil 1, die Visualisierungen sowie Affirmation/Gebet. Sehr selten bislang gelingt diese Visualisierung des Hirns und des Herzens im Schein eines besonderen Lichtes. Das Hirn wird bestenfalls als grafische Darstellung eines Männerkopfes visualisiert, in dessen Hirn eine Art von Gedankenblitzen vor dunkelblauem Hintergrund aufleuchten. Meistens misslingt jede anschauliche Visualisierung. Allein die Visualisierung eines himmlischen Lichts endet meist in der Undifferenziertheit oder in der Frage "gleißendes Weiß oder goldähnlicher Pfirsich-Farbton? - Heute ist die Entscheidung getroffen (siehe Abbildung). - Die Widerstände bleiben groß. Auch für das eigene Gehirn fand der Blogger spontan eine Visualisierung in mittelgrau ("graue Zellen"), die durch die später gefundene Abbildung (vgl. Foto) annähernd beschrieben werden kann.
Visualisierung des eigenen Gehirns

Licht -Visualisierung im Teil 1 der Übungen

Beim Ansprechen des Adressaten der Affirmation/Gebet überkommt den Blogger schon mehrfach eine vertraute Heiterkeit, mit der dann dieser Teil 1 der Übung vorzeitig endet.

Das unwillkürlich ausgelöste Rütteln und Schütteln der Unterarme - eine Hand erfasst dabei die andere - wird schwächen mit etwa 25 cm Amplitude in der Richtung vom Kinn bis zum Beckenbereich. Es fühlt sich an als hätte dir jemand den Auftrag erteilt, mittels eines Abbruch-Hammers mit Luftdruckbetrieb einen schweren Straßenbelag aufzubrechen...



Auch außerhalb der Übungen verändert sich die Stimm-Tonlage des Bloggers. Vorher oft krächzend, nunmehr gelegentlich in sonorerem "Brustton der Überzeugung".

Die mit großem Stolz (!! ??) erworbene Fähigkeit des außer Haus Gehens im Zustand ohne jede L-Dopa-Medikation verschlechtert sich eindeutig, denn die Sensibilität des Nervensystems hat eindeutig zugenommen. Letzteres ist aber doch gerade das erklärte Ziel der neuen Übung. Zu vermehrter Heiterkeit gesellt sich schnell vermehrte Traurigkeit und Verunsicherung. Der Blogger hat die Empfindung als seien seine Errungenschaften im L-Dopa-freien Tagesablauf teilweise in Frage gestellt, weil die "neu geschaffenen Schaltkreise" Adrenalin-gesteuert sind, von dem nun in Folge der Übungen weniger bereit gestellt wird als vordem. - Man wird sehen. Erst einmal gilt: weitermachen!

08.02.2017 - 10.02.2017
Selbst-Erlebnis: Ähnlich wie beim Praktizieren des Healing Codes (vgl. die genannten Posts in diesem Blog) erlebt der Blogger sofort heftige Reaktionen.
- Hemmungen bestimmte Begriffe zu benutzen, auszusprechen, Visualisierung gelingt nicht, Vergessen des kurzen Textes, Stimmverlust, Stimme  ändert ihre Tonlage, wird tief und gepresst, Schütteln erfasst beide Arme beim Versuch, bestimmte Begriffe auszudrücken, Abbruch der kurzen Übung (ca. 3 Minuten) - beim dritten Mal tritt etwas Ruhe ein.

wird fortgeführt

Mittwoch, 25. Januar 2017

Bestimmte Formen des Morbus Parkinson zweifelsfrei heilbar

Bei einer Reihe von exakt definierten Formen des Morbus Parkinson vom sogenannten idiopathischen Typ ist eine Heilung möglich. Hinsichtlich einer zutreffenden Zuordnung ihrer persönlichen Parkinson-Erkrankung empfiehlt der Blogger die Lektüre und Auswertung von YIN TUI NA TECHNIQUES, Dr. Janice Walton-Hadlock, Santa Cruz Ca.,  U.S.A., 2012. Diese Fachveröffentlichung können sie kostenfrei aus dem Netz-Auftritt des Parkinson's Recovery Project als PDF-Dateien herunterladen unter "Publications".

Dissoziierte Verletzungen, die nicht heilen konnten, bewirken M. Parkinson: Beispiele


Originalton Parkinson's Recovery Project:

"Schliesslich - und das ist das Wichtigste - sind Menschen in die Lage versetzt worden, die Parkinson'sche Krankheit zu überwinden, indem sie den Behandlungsplänen folgten, die wir für sie entwickelt haben. Der Morbus Parkinson ist keine und war auch niemals eine unheilbare Krankheit. Morbus Parkinson ist das Ergebnis von vollkommen normalen Notfall-Verfahren des Körpers, die in einen chronischen Modus verfallen und eingeschlossen sind. In den frühen Jahren der krankhaften Beibehaltung dieser Reaktionsformen können die Dopamin-Reduktion und die Immobilität durch mental bewirkte Adrenalin-Produktion ausgeglichen und unwirksam werden. Diese willensgesteuerte Aufbringung von Adrenalin, an Stelle von Dopamin, kann dazu führen, dass die Person gesund und normal erscheint - sogar schneller, stärker und klüger als normal, doch gewöhnlich weniger gut imstande zu entspannen. Jedenfalls führen die chronische Dopamin-Hemmung und die unablässige Nutzung von Adrenalin schliesslich zu den Erscheinungsformen der Symptome des Morbus Parkinson.

Doch wenn die Verletzung und/oder die Dissoziation des "Herzens" ("Abschaltung" von Gefühlen/Emotionen) erfolgreich behandelt und geheilt werden, verschwinden die Symptome des Morbus Parkinson." (übersetzt vom Blogger, 25.01.2017)


"Finally, and most importantly, people have been able to recover from Parkinson’s disease using the treatment plans that we have developed. Parkinson’s disease is not, and never has been, an incurable illness. Parkinson’s disease is the result of perfectly normal emergency body processes becoming locked into a chronic mode.
Parkinson: Totstellen (freeze) als chronische Angst-Reaktion
In the early years of pathological retention of these patterns, the dopamine-inhibition and immobility can be overridden by mentally-induced adrenaline. This willful summoning up of adrenaline in the place of dopamine can cause the person to appear healthy and normal – even faster, stronger, and smarter than normal, but usually much less able to relax. However, the chronic dopamine inhibition and relentless use of adrenaline eventually leads to the appearance of the symptoms of Parkinson’s disease.
But if the injury and/or turned-off heart are successfully treated and cured, the symptoms of Parkinson’s do go away."

EXKURS
Der Angst auf der Spur: Flüchten, Kämpfen oder Totstellen ("freezing") Bitte diese Stichwörter bei ihrer Google-Suche eingeben und auf NZZ-Seite gehen, um den ganzen Artikel zu lesen. Es lohnt sich in der Tat!
Vgl. auch Dr. Janice Walton-Hadlock in Yin Tui Na, s. o.
keine Geheimnisse mehr um den Morbus Parkinson


Frage;
Warum ist der Blogger noch nicht geheilt von seinem Morbus Parkinson vom idiopathischen Typ?

Antwort:
1. Nach den Kriterien des Parkinson's Recovery Projects ist der Blogger auf Grund seiner L-Dopa-Medikation seit 2004 nicht mehr behandelbar. Wegen der unvermeidbaren Suchtfolge dieser Medikation kann er nur noch an einzelnen Symptomen laborieren,  aber die Erkrankung nicht mehr heilen, da diese in Folge der L-Dopa-Medikation ihre Erscheinungsformen ständig variiert.
2. Viele der typischen Parkinson-Symptome konnte der Blogger durch die hier im Blog geschilderten Maßnahmen dauerhaft überwinden. Hierzu gehören
- das "Salbengesicht",  ( vgl. Post vom 2. Juli 2015, Healing Code gegen Parkinson-Gesichtslähmungen, Erfahrungsbericht)
- der Tremor,
- der Rigor,
- die Obstipation (Verstopfung),
- die Schlafstörungen,
- das restless-legs-Syndrom nachts im Bett liegend,
- das Einschlafen bzw. seitliche Wegsacken beim längeren Sitzen am Tisch
- die Unfähigkeit sich ohne Medikation gehend fortbewegen zu können
- die depressive Grundstimmung nach Verkündung der vermeintlichen Unheilbarkeit (man sollte besser von der mit Medikamenten nicht heilbaren Parkinson-Erkrankung sprechen)
und viele andere mehr.
im 7. Parkinson-Jahr mit L-Dopa begonnen









3. Die Erkrankungsform des Bloggers kann als "induziert durch psychisches Trauma" gekennzeichnet werden. Dies ist die gleiche Form ds Morbus Parkinson, wie sie Mark-Peter Hurni in seiner Dissertation im Fach Psychologie theoretisch und empirisch wissenschaftlich untersucht hat (an der Universität Granada und daher in spanischer Sprache abgefasst.
Vgl. die verschiedenen diesbezüglichen Posts in diesem Blog zum Thema "freezing"). Der Blogger ist noch nicht von seinem psychischen Trauma "geheilt" und auch daher weiterhin an Morbus Parkinson erkrankt.

4. Die oben abgebildete Tabelle ist ab dem Jahr 2010 dahingehend zu ergänzen, dass weiterhin 1 Tablette à 100 mg Amantadin, 1 Tablette Azilect und 3 Tabletten à 100 mg L-Dopa eingenommen werden.

5. Der Blogger hat weiterhin heftig mit den Folgen der L-Dopa-Medikation zu kämpfen, wie sie auch vollständig auf dem Beipackzettel von "Madopar" aufgeführt sind. Hierzu gehören insbesondere Phobien verschiedener Art, aber auch parkinson-untypische schlaffe Lähmungen und unkontrollierbare Sonderbewegungen der Extremitäten. Letztere sind nur bei jeden Tag geübter Abstinenz von L-Dopa (09.00 - 22.00 Uhr täglich) vermeidbar.

6. Der Blogger hat den Parkinsonismus teilweise überwunden - Ist so etwas denkbar?
Hier sind die Ansichten der Parkinsonismus-Spezialisten Dr. Oliver Sacks und Dr. Janice Walton-Hadlock:

Then again, we’’ve also seen many people who experience only partial recovery after their injuries heal. The injuries heal and their electrical patterns flow in parasympathetic mode –– so long as they are feeling completely safe. But at any sign of anxiety or fear, they revert to their fear-based habit of heart dissociation.
In these cases, people might have no symptoms of Parkinson’’s so long as they are feeling relaxed or at ease, but as soon as any sort of threat arises –– such as a trip to the dentist –– they lapse back into parkinsonism until the threat is over. These people need to learn how to deal with fear without resorting to dissociating from their ““heart.”” That subject is addressed in the book Recovery from Parkinson’’s.
in: Yin Tui Na, JWH, page 16

in: Oliver Sacks: Zeit des Erwachens, S. 50
"In summary

If the person slides back into experiencing symptoms of Parkinson’’s after a short period of lightness and decrease of symptoms, which is to say, slides into what we have named ““partial recovery,”” then the most challenging and noble part of recovery can commence: removal of the habit of the dissociation and/or the mental instruction that got the dissociation going in the first place.", in: Recovery from Parkinson's, Janice Walton-Hadlock, Santa Cruz 2013, p. 202
 

Zum Thema "Überwindung von Parkinson und Suchtgefahr" schreibt Janice Walton-Hadlock auf Seite 161 in RfP:
"We have seen that recovered patients are extremely susceptible to addiction. Their “superior” will power disappears when their Parkinson’s disappears. Once they cease dissociating from their physical sensations, they often have the will power that one might expect from a child. If their Parkinson’s-inducing mental state began when they were six years old, for example, they may find that they have the will power and emotional maturity of a six-year old.
They usually “grow up” fairly quickly. Even so, it can be fascinating to watch a person recovering from Parkinson’s quickly blossoming and “growing up” out from what appears to be mildly arrested emotional development. And he may never have the “superior will power” of Parkinson’s ever again. Just the opposite. He may find himself to be refreshingly emotional and vibrant."


Hier sehen sie eine Seite aus  dem grundlegenden Werk "Recovery from Parkinson's", s.o. Der Blogger hatte vor ca 10 Jahren die erste Version des Werkes gelesen, die dann auch zur Entstehung dieses Blogs geführt hat. Die Ausgabe von 2013 ist demgegenüber  weit fortgeschritten, insbesondere in der Dokumentation der bio-elekrischen Störungen im Millivolt-Bereich, die zur Parkinson-Symptomatik führen. Als Beispiel finden sie hier das Abbild einer Seite aus dem Werk. Jedermann kann und sollte es dort kostenfrei herunterladen. Das Projekt ist in den USA als gemeinnützig anerkannt.
in: Janice Walton-Hadlock; Recovery from Parkinson's, Santa Cruz 2013





Kommentar zu Ziffer 3.:

Janice Walton-Hadlock lässt in ihren Schilderungen von mehr als hundert Fall-Beispielen mit Parkinson-Patienten keinen Zweifel aufkommen im Hinblick auf diese Feststellung: In jedem Einzelfall ist bei ausreichend tiefgründiger Nachforschung klar, dass der spätere Parkinson-Patient bei der Aufrechterhaltung oder der Wiederbelebung seiner Neigung zur
Schmerz-Vermeidung (Heart/mind split) aktiv und nachhaltig mitgewirkt hat. Ohne sein stereotypes Festhalten an der Abschalte-Gewohnheit im Kindesalter - so berechtigt diese früher gewesen sein mag - ist ein solcher Vorgang der Dissoziation nicht zu bewerkstelligen. - Womöglich liegt hier auch der Grund für die Tatsache, dass Parkinson-Patienten sich ihrer krankheitstypischen Symptome schämen. Sie, d. h. wir, verbergen etwas. - So etwas kann auf Dauer nicht gutgehen.
Entsprechend schwierig wird dann auch die Arbeit des Dekodierens der Schmerz-Vermeidung und die Überleitung in ein von Schmerz und Freude geprägtes Leben außerhalb des Parkinson-Modus (vgl. ALMOST IKARUS, Dr. Janice Walton-Hadlock, mit dem dort gegebenen Hinweis auf das folgende Gedicht des mittelalterlichen Mystikers Rumi, 1207 - 1273 ) - Fortsetzung nach Rumis Gedicht -

Schrei deine Schwäche und den Schmerz hinaus

       “Cry Out in Your Weakness
A dragon was pulling a bear into its terrible mouth.
A courageous man went and rescued the bear.
There are such helpers in the world, who rush to save
anyone who cries out. Like Mercy itself,
they run toward the screaming.
And they can’t be bought off.
If you were to ask one of those, “Why did you come
so quickly?” He or she would say, “Because I heard
your helplessness.”
Where lowland is,
that’s where water goes. All medicine wants
is pain to cure.
And don’t just ask for one mercy.
Let them flood in. Let the sky open under your feet.
Take the cotton out of your ears, the cotton
of consolations, so you can hear the sphere-music. . . .
Give your weakness
to One Who Helps.
Crying out loud and weeping are great resources.
A nursing mother, all she does
is wait to hear her child.
Just a little beginning-whimper,
and she’s there.
God created the child, that is, your wanting,
so that it might cry out, so that milk might come.
Cry out! Don’t be stolid and silent
with your pain. Lament! And let the milk
of Loving flow into you.
The hard rain and wind
are ways the cloud has
to take care of us.
Be patient.
Respond to every call
that excites your spirit.
Ignore those that make you fearful
and sad, that degrade you
back toward disease and death.”


noch zum Kommentar zu Ziffer 3:


Eine Analyse
- der Aufzeichnungen Dr. Walton-Hadlocks,
- der Aufzeichnungen von Dr. Oliver Sacks in "Zeit des Erwachens", rororo Dokumentation zum gleichnamigen Film (mit Robert de Niro als Patienten und Robin Williams in der Rolle des Dr. Oliver Sacks),
Pflicht-Lektüre für Parkinson-Patienten
- der eigenen Erfahrungen des Bloggers
ergibt im Hinblick auf die "Mitwirkung des Parkinson-Patienten bei der Perpetuierung seiner Strategie der Flucht vor dem Schmerz" Folgendes:

A. Bestimmte Formen der Affirmation, ja bis hin zur ungewollten, aber naiv betriebenen Autosuggestion ("Ich bin glücklich!" - obwohl es nicht stimmt -) können in der Kindheit und in der Zeit des Heranwachsens zu psychischen und neurologischen Mustern führen, die denen der Hypnose nicht unähnlich sind  (vgl. Dr. Walton Hadlock in Yin Tui Na). Wenn dies so sein sollte, dann ergäbe sich die schwierige Frage, wie eine ungewollt ausgelöste Selbsthypnose wieder aufgelöst, d. h. rückgängig gemacht werden kann. Das dürfte schwierig werden!

Besonders brenzlig werden derartige Affirmationen, wenn sie verbunden sind mit einem starren und lang anhaltenden Blick auf das eigene Spiegelbild im Großformat, wenn man unmittelbar davor sitzt und sein Abbild, sein Ebenbild bestaunt...

B. Im Laufe seines Lebens erwählt er sich immer wieder Situationen, die ihn erneut unter erheblichen Druck setzen, dem er dann meint, nur durch eine gewisse Eile entsprechen zu können. Bewegungen und Spache erscheinen hastig - ohne erkennbaren Grund. Auffällig sind dann schon einige unerwartet hektisch oder hastig ausgeführte Standard-Bewegungsabläufe: Beispiele: Art des sich Erhebens vom Stuhl, des Tischabdeckens, des Fahrrad-Besteigens usw.

C. Tritt einmal eine Zeit der Beruhigung ein, argwöhnt der spätere Parkinson-Patient, hier kündige sich eine  'Ruhe vor dem Sturm' an. ...und schon wieder ist eine Chance zur Abkehr von der eingefahrenen Gewohnheit des Empfindens bzw. der Verdrängung des Empfindens dahin geschwunden.. Kommt der für Parkinson prädisponierte Patient dann in das 6. Lebensjahrzehnt ( 50 + + ), so beginnt er darüber nachzudenken, wie er die vor ihm liegende Lebenszeit gestalten sollte. Bei diesem Nachdenken kommen ihm zwei Dinge in die Quere: ein tiefgreifendes emotionales Ereignis innerhalb der Familie sowie eine Herausforderung finanzieller oder beruflicher Art, der er nicht in ausreichendem Maß gewachsen ist. - und von nun an geht's berab bis zur Diagnose "Morbus Parkinson". Da wird nicht mehr tief nachgedacht; da wird die Flinte ins Korn geworfen.

E. Der gutachterlich als solcher identifizierte Parkinson-Patient  macht nun aber nicht Halt in seinem "schicksalhaften" Stadium der Behinderung; nein. Er sucht sich mit Fleiss neuartige Betätigungsfelder, die ihn angeblich immer schon interessiert hatten. Nur nicht in Ruhe nachdenken! Hasten zu  neuen Ufern, die niemals erreicht werden. Es nimmt kein Ende - bis zum ersten Eintritt nahezu kompletter, wenn auch vorüber gehender Immobilität. Erst dann beginnt ein originärer Denkvorgang, der sich ausserhalb eingefleischter Überzeugungen und oberflächlicher Sentenzen bewegen kann. ZEIT DES ERWACHENS ?