Freitag, 10. Februar 2017

Parkinson-Blogger protokolliert empfohlene Übungen zur Heilung

Janice Walton-Hadlock empfiehlt in ihrem Werk RECOVERY FROM PARKINSON'S, Kapitel 16, eine 4-teilige mentale Übung, die Voraussetzungen für die Heilung eines "idiopathischen" Morbus Parkinson schafft.

Eine knappe Darstellung dieser Übungstechniken finden sie auf den Seiten 228 - 230 des oben genannten Werkes. Im vorangehenden Post ist diese Quelle inklusive Website mit Möglichkeit genehmigten, kostenfreien Herunterladens im einzelnen dargestellt. Aus Gründen des Copyrights kann der Blogger ihnen diese drei Seiten hier nicht in Deutsch liefern.  Das muss jeder User für sich lösen. -

Diese von Janice Walton-Hadlock entwickelte 4-teilige Übung wollen wir hier in diesem Blog als "brain vibration no. 3" bezeichnen. Brain vibration no. 2 waren die Übungen des Healing Code (Post vom 30. März 2013), brain vibration no. 1 war die von Howard Shifke empfohlene Übung (ling yao chichichi ...), Grundlage seiner Überwindung des  eigenen Morbus Parkinson.

Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft gewinnen Janice's Darlegungen schon auf Grund der Tatsache, dass sie selbst an idiopathischem Morbus Parkinson erkrankte und mit Hilfe der dargestellten Übungstechniken das Thema Parkinson endgültig hinter sich hat  bringen können. Seitdem hat sie Dutzende der von ihr betreuten Parkinson-Patienten auf dieser Übungsbasis  geheilt.- Janice's Parkinson war von dem Typus, der durch psychisches Trauma im Kindesalter induziert werden kann - derselbe Typus wie auch im Falle von Mark-Peter Hurni und des Bloggers.

Das Kapitel 16 trägt die Überschrift: "Behandlung mentaler Gewohnheiten der Dissoziation: Übungstechniken". Auf der Seite 228 heißt es dann:

"Eine 4-teilige Übung, damit sie sich über ihre Parkinson-Denkgewohnheiten ärgern"

Teil 1: Hirn- und Herz-Visualisierung, Affirmation/Gebet FRIEDEN UND HARMONIE
Teil 2: Hirn- und Herzvisualisierung, Ausdruck des Dankes und der Übernahme der Verantwortung
Teil 3: Behandlung mentaler Störmanöver: "Du bist hier nicht willkommmen..."
Teil 4: Ein positives Wort der Benennung des Adressaten von Affirmation/Gebet

in: RECOVERY FROM PARKINSON'S, Santa Cruz 2013, (c) by Janice Walton-Hadlock

Seit dem 8. Februar 2017 praktiziert der Blogger diese Übungstechniken - wie empfohlen - zunächst den Teil 1. Hier ist sein

P R O T O K O L L

22.02.2017
Und wieder kommt inmitten der Übung ein Zweifel auf, ob die verwendete "Visualisierung des eigenen Gehirns", vgl Abb. in Protokoll vom 11.02.2017 (graue Masse), hilfreich ist. Spontan kommt der Einfall, ein reales DaTSCAN-Bild vom 12.03.2014 stattdessen in der Visualisierung zu verwenden. Es funktioniert.
Phase 1: DaTSCAN: Gehirn des Parkinson-Bloggers von 2014
Schliessliich dokumentiert dieses Bild den realen Zustand des Bloggers in seinem damals 17. Jahr mit idiopathischem Morbus Parkinson.(Bei Gesunden werden im DaTSCAN zwei größere gelb-orange-rote bohnenförmige Flecken gezeigt, dort, wo noch jederzeit ausreichend Dopamin abrufbar ist.)


21.02.2017
Seitdem gestern das Foto mit dem hellrot erleuchteten Herzen im Herzen einer Großstadt vor die Augen des Bloggers kam, funktionieren erstmalig alle Phasen des Teils 1 der empfohlenen Übung zum Ausstieg aus der zwanghaft einsetzenden Freeze-Reaktion bei unerwarteten Extra-Belastungen von Parkinson-Patienten auf halbem Weg der Genesung:

Phase 1: mein Hirn wird als triste graue Masse spontan visualisiert (siehe Abb. unten) und in der
Phase 2 in das himmlische Licht geführt (siehe Abb. unten). Auf dem Weg dorthin verwandelt sich  mein Hirn von der tristen grauen Masse in ein farbig schwach glimmendes, halbtransparentes technisches Gerät (siehe Abb. vor schwarzem Hintergrund, unten)
Phase 3: mein Herz wird als medizinisches Gebilde spontan visualisert, wandert in
Phase 4 durch das besondere Licht hindurch, wodurch es von innen zu leuchten beginnt und sich in
Phase 5 zum hellroten LED-Herzen wandelt, das aus Acrylröhren besteht, die wie die Pfeifen einer Orgel für das harmonische Klangbild stehen.
Auch das leuchtende Hirn hat sich hinzu gesellt. Es ist nun Bestandteil des hellrot leuchtenden Herzens geworden, trägt zu dessen Leuchtkraft bei.

Gute Laune kam heute bei der seit Jahresanfang laufenden Geh-Übung in der Tageszeit ohne L-Dopa-Medikation auf: Inmitten der belebten Geschäftsstraße wurde um 11.30 Uhr der Häuserblock in einer Strecke von 700 Metern umrundet; der Blogger dabei stets an der Hand der Pflegeperson. Seit drei Wochen hatte sich der Blogger erstmalig wieder an dieses Wagnis heran getraut. Ohne Freezing, jedoch mit kleinen Verzögerungen an unübersichtlichen Kreuzungen. D.h. des Bloggers Angst davor, dass die neue vierteilige Übung zur Überwindung des psychischen Traumas Rückschläge in der Mobilität bringen könnte, hat sich als substanzlos erwiesen..


20.02.2017
Nun kommt auch die Visualisierung des eigenen Herzens voran. Phase  3: eine Art medizinisches Herz-Modell erscheint bei der Visualisierung, siehe Abbild.
Herz in Phase 3 visualisiert

Herz in Phase 4 visualisiert


Herz: LED-erleuchtet entspricht der Visualisierung, Phase 5
Es kommt mir etwas dunkler und enger
vor als im Bild - wie eine verschlossene Kammer. Diese Kammer hellt sich im Laufe de Übung auf - Phase 4 - und erweitert sich, so dass "mein Herz" schliesslich um ein Vielfaches wächst - und auch das Hirn aufnehmen kann, das sich im Laufe der Übung mit Licht erfüllt, kleiner und zierlicher wird.
Phase 2 . Hirn, visualisiert, lichterfüllt
Am Ende ist da nur noch die Visualisierung eines ruhig und keineswegs grell leuchtenden Herzens (hier in N.Y. City), gut einen Meter hoch in Phase 5.

Aber in der Übung kommt immer wieder das "Stahlgewitter" des ratternden Abbruch-Hammers ins Bild und in die reale Bewegung. Der gesamte Körper wird hiervon erfasst, auch das Gesicht, die eigenen Wangen schlottern hin und her - zwischendurch werden in einer gepressten, tiefen, völlig entstellten Stimme Wörter und Satzteile ausgerufen. Es hört und fühlt sich an wie trotziger, kindlicher Widerstand gegen körperliche Übergriffe Erwachsener auf ein kleines "eigenwilliges" Kind."Will nich'. Will nich'. Will nich' mit mach'n. Will nich' mitmach'n. - Es könnte aber auch die Stimme eines vernachlässigten Persönlichkeitsanteils sein, der sich gegen ein Adrenalin-getriebenes Ego wendet und an dessen Machenschaften nicht mitbeteiligt sein will. Diese Stimme klingt wie die einer leidenden Kröte.

Die Akupunktur des Dreifachen Erwärmers hat zu einem guten, höheren Muskeltonus der Arme und Schultern geführt. Der Blogger fühlt sich dadurch gekräftigt.

Die Geh-Fähigkeit  o h n e  L-Dopa-Medikation ist wiederhergestellt. Die empfundene Verlustangst erwies sich als substanzlos.


15.02.2017 - 16.02.2017
Gestern gab es einen Fast-Totalausfall der Bewegungsfähigkeit im Zustand der üblichen 12-stündigen L-Dopa-Ferien des Tages:. von 9 - 21 Uhr. Die psychische Rückwirkung kam einer Katastrophen-Warnung gleich."Das konnte ja auch gar nicht sooo einfach sein mit dem Ausstieg aus dem "freeze-Modus" des Nervensystems." - Der Blogger gab nicht auf und machte weiterhin seinen Teil 1 des Übungspakets. Und auch die Bewegungen werden nach Akupunktur des Nierenmeridians wieder geschmeidiger. Alles ist  nun im Fluss. Kein trockener Stehplatz im Ozean!

Motorisch gab es Neues bei den unwillkürlichen Bewegungen. Die Übung efolgte im Sitzen in einem Korbsessel auf dem sonnenbeschienenen Balkon. Hände und Arme blieben ruhig, aber im Bereich des Beckens und der gesamten Wirbelsäule kam eine seitlche Schlingerbewegung in Gang - so als würde der Blogger Übungen für einen bevor stehenden Bauchtanz ausführen. Nach 2 - 3 Minuten kam das Schlingern zur Ruhe, und Heiterkeit kam auf. - Nachträglich kommt ein anderes Gleichnis vor Augen: das Bild eines sich hin und her mit seiner Flöte bewegenden indischen Schlangenbeschwörers mit der seinen Bewegungen folgenden Schlange vor ihm in ihrem Körbchen.

Die in Folge der Übungen schwächelnde Arm- und Schultermuskulatur hat der Blogger mit Akupressur am Meridian Dreifacher Erwärmer wieder ins Gleichgewicht gebracht. Dies half auch bei der Stabilisierung seiner Grundstimmung nach dem Erleben körperlicher Schwächungen. Akupressiert und akupunktiert wurden 3E Nr. 1 - 5 und 9 an den Händen und Unterarmen.
Snake Charmer in India


Die erste Visualisierung, die des Hirns, funktioniert, auch dessen Positionierung im LICHT.
Aber mit der Visualisierung des Herzens hapert es noch kräftig.

11.02.2017 - 14.02.2017
Nun wird der Teil 1 der Übungen schon eine Woche lang praktiziert, und die Welt fühlt sich anders an als vorher: Schon während der letzten Übungen endete das Praktizieren des Bloggers - im Niemandsland der Gefühle, nicht selten in einer Mischung aus befreiendem Gelächter und kaum zügelbaren Tränen. Wohlgemerkt: der Blogger praktiziert  bisher nur den Teil 1, die Visualisierungen sowie Affirmation/Gebet. Sehr selten bislang gelingt diese Visualisierung des Hirns und des Herzens im Schein eines besonderen Lichtes. Das Hirn wird bestenfalls als grafische Darstellung eines Männerkopfes visualisiert, in dessen Hirn eine Art von Gedankenblitzen vor dunkelblauem Hintergrund aufleuchten. Meistens misslingt jede anschauliche Visualisierung. Allein die Visualisierung eines himmlischen Lichts endet meist in der Undifferenziertheit oder in der Frage "gleißendes Weiß oder goldähnlicher Pfirsich-Farbton? - Heute ist die Entscheidung getroffen (siehe Abbildung). - Die Widerstände bleiben groß. Auch für das eigene Gehirn fand der Blogger spontan eine Visualisierung in mittelgrau ("graue Zellen"), die durch die später gefundene Abbildung (vgl. Foto) annähernd beschrieben werden kann.
Visualisierung des eigenen Gehirns

Licht -Visualisierung im Teil 1 der Übungen

Beim Ansprechen des Adressaten der Affirmation/Gebet überkommt den Blogger schon mehrfach eine vertraute Heiterkeit, mit der dann dieser Teil 1 der Übung vorzeitig endet.

Das unwillkürlich ausgelöste Rütteln und Schütteln der Unterarme - eine Hand erfasst dabei die andere - wird schwächen mit etwa 25 cm Amplitude in der Richtung vom Kinn bis zum Beckenbereich. Es fühlt sich an als hätte dir jemand den Auftrag erteilt, mittels eines Abbruch-Hammers mit Luftdruckbetrieb einen schweren Straßenbelag aufzubrechen...



Auch außerhalb der Übungen verändert sich die Stimm-Tonlage des Bloggers. Vorher oft krächzend, nunmehr gelegentlich in sonorerem "Brustton der Überzeugung".

Die mit großem Stolz (!! ??) erworbene Fähigkeit des außer Haus Gehens im Zustand ohne jede L-Dopa-Medikation verschlechtert sich eindeutig, denn die Sensibilität des Nervensystems hat eindeutig zugenommen. Letzteres ist aber doch gerade das erklärte Ziel der neuen Übung. Zu vermehrter Heiterkeit gesellt sich schnell vermehrte Traurigkeit und Verunsicherung. Der Blogger hat die Empfindung als seien seine Errungenschaften im L-Dopa-freien Tagesablauf teilweise in Frage gestellt, weil die "neu geschaffenen Schaltkreise" Adrenalin-gesteuert sind, von dem nun in Folge der Übungen weniger bereit gestellt wird als vordem. - Man wird sehen. Erst einmal gilt: weitermachen!

08.02.2017 - 10.02.2017
Selbst-Erlebnis: Ähnlich wie beim Praktizieren des Healing Codes (vgl. die genannten Posts in diesem Blog) erlebt der Blogger sofort heftige Reaktionen.
- Hemmungen bestimmte Begriffe zu benutzen, auszusprechen, Visualisierung gelingt nicht, Vergessen des kurzen Textes, Stimmverlust, Stimme  ändert ihre Tonlage, wird tief und gepresst, Schütteln erfasst beide Arme beim Versuch, bestimmte Begriffe auszudrücken, Abbruch der kurzen Übung (ca. 3 Minuten) - beim dritten Mal tritt etwas Ruhe ein.

wird fortgeführt

Mittwoch, 25. Januar 2017

Bestimmte Formen des Morbus Parkinson zweifelsfrei heilbar

Bei einer Reihe von exakt definierten Formen des Morbus Parkinson vom sogenannten idiopathischen Typ ist eine Heilung möglich. Hinsichtlich einer zutreffenden Zuordnung ihrer persönlichen Parkinson-Erkrankung empfiehlt der Blogger die Lektüre und Auswertung von YIN TUI NA TECHNIQUES, Dr. Janice Walton-Hadlock, Santa Cruz Ca.,  U.S.A., 2012. Diese Fachveröffentlichung können sie kostenfrei aus dem Netz-Auftritt des Parkinson's Recovery Project als PDF-Dateien herunterladen unter "Publications".

Dissoziierte Verletzungen, die nicht heilen konnten, bewirken M. Parkinson: Beispiele


Originalton Parkinson's Recovery Project:

"Schliesslich - und das ist das Wichtigste - sind Menschen in die Lage versetzt worden, die Parkinson'sche Krankheit zu überwinden, indem sie den Behandlungsplänen folgten, die wir für sie entwickelt haben. Der Morbus Parkinson ist keine und war auch niemals eine unheilbare Krankheit. Morbus Parkinson ist das Ergebnis von vollkommen normalen Notfall-Verfahren des Körpers, die in einen chronischen Modus verfallen und eingeschlossen sind. In den frühen Jahren der krankhaften Beibehaltung dieser Reaktionsformen können die Dopamin-Reduktion und die Immobilität durch mental bewirkte Adrenalin-Produktion ausgeglichen und unwirksam werden. Diese willensgesteuerte Aufbringung von Adrenalin, an Stelle von Dopamin, kann dazu führen, dass die Person gesund und normal erscheint - sogar schneller, stärker und klüger als normal, doch gewöhnlich weniger gut imstande zu entspannen. Jedenfalls führen die chronische Dopamin-Hemmung und die unablässige Nutzung von Adrenalin schliesslich zu den Erscheinungsformen der Symptome des Morbus Parkinson.

Doch wenn die Verletzung und/oder die Dissoziation des "Herzens" ("Abschaltung" von Gefühlen/Emotionen) erfolgreich behandelt und geheilt werden, verschwinden die Symptome des Morbus Parkinson." (übersetzt vom Blogger, 25.01.2017)


"Finally, and most importantly, people have been able to recover from Parkinson’s disease using the treatment plans that we have developed. Parkinson’s disease is not, and never has been, an incurable illness. Parkinson’s disease is the result of perfectly normal emergency body processes becoming locked into a chronic mode.
Parkinson: Totstellen (freeze) als chronische Angst-Reaktion
In the early years of pathological retention of these patterns, the dopamine-inhibition and immobility can be overridden by mentally-induced adrenaline. This willful summoning up of adrenaline in the place of dopamine can cause the person to appear healthy and normal – even faster, stronger, and smarter than normal, but usually much less able to relax. However, the chronic dopamine inhibition and relentless use of adrenaline eventually leads to the appearance of the symptoms of Parkinson’s disease.
But if the injury and/or turned-off heart are successfully treated and cured, the symptoms of Parkinson’s do go away."

EXKURS
Der Angst auf der Spur: Flüchten, Kämpfen oder Totstellen ("freezing") Bitte diese Stichwörter bei ihrer Google-Suche eingeben und auf NZZ-Seite gehen, um den ganzen Artikel zu lesen. Es lohnt sich in der Tat!
Vgl. auch Dr. Janice Walton-Hadlock in Yin Tui Na, s. o.
keine Geheimnisse mehr um den Morbus Parkinson


Frage;
Warum ist der Blogger noch nicht geheilt von seinem Morbus Parkinson vom idiopathischen Typ?

Antwort:
1. Nach den Kriterien des Parkinson's Recovery Projects ist der Blogger auf Grund seiner L-Dopa-Medikation seit 2004 nicht mehr behandelbar. Wegen der unvermeidbaren Suchtfolge dieser Medikation kann er nur noch an einzelnen Symptomen laborieren,  aber die Erkrankung nicht mehr heilen, da diese in Folge der L-Dopa-Medikation ihre Erscheinungsformen ständig variiert.
2. Viele der typischen Parkinson-Symptome konnte der Blogger durch die hier im Blog geschilderten Maßnahmen dauerhaft überwinden. Hierzu gehören
- das "Salbengesicht",  ( vgl. Post vom 2. Juli 2015, Healing Code gegen Parkinson-Gesichtslähmungen, Erfahrungsbericht)
- der Tremor,
- der Rigor,
- die Obstipation (Verstopfung),
- die Schlafstörungen,
- das restless-legs-Syndrom nachts im Bett liegend,
- das Einschlafen bzw. seitliche Wegsacken beim längeren Sitzen am Tisch
- die Unfähigkeit sich ohne Medikation gehend fortbewegen zu können
- die depressive Grundstimmung nach Verkündung der vermeintlichen Unheilbarkeit (man sollte besser von der mit Medikamenten nicht heilbaren Parkinson-Erkrankung sprechen)
und viele andere mehr.
im 7. Parkinson-Jahr mit L-Dopa begonnen









3. Die Erkrankungsform des Bloggers kann als "induziert durch psychisches Trauma" gekennzeichnet werden. Dies ist die gleiche Form ds Morbus Parkinson, wie sie Mark-Peter Hurni in seiner Dissertation im Fach Psychologie theoretisch und empirisch wissenschaftlich untersucht hat (an der Universität Granada und daher in spanischer Sprache abgefasst.
Vgl. die verschiedenen diesbezüglichen Posts in diesem Blog zum Thema "freezing"). Der Blogger ist noch nicht von seinem psychischen Trauma "geheilt" und auch daher weiterhin an Morbus Parkinson erkrankt.

4. Die oben abgebildete Tabelle ist ab dem Jahr 2010 dahingehend zu ergänzen, dass weiterhin 1 Tablette à 100 mg Amantadin, 1 Tablette Azilect und 3 Tabletten à 100 mg L-Dopa eingenommen werden.

5. Der Blogger hat weiterhin heftig mit den Folgen der L-Dopa-Medikation zu kämpfen, wie sie auch vollständig auf dem Beipackzettel von "Madopar" aufgeführt sind. Hierzu gehören insbesondere Phobien verschiedener Art, aber auch parkinson-untypische schlaffe Lähmungen und unkontrollierbare Sonderbewegungen der Extremitäten. Letztere sind nur bei jeden Tag geübter Abstinenz von L-Dopa (09.00 - 22.00 Uhr täglich) vermeidbar.

6. Der Blogger hat den Parkinsonismus teilweise überwunden - Ist so etwas denkbar?
Hier sind die Ansichten der Parkinsonismus-Spezialisten Dr. Oliver Sacks und Dr. Janice Walton-Hadlock:

Then again, we’’ve also seen many people who experience only partial recovery after their injuries heal. The injuries heal and their electrical patterns flow in parasympathetic mode –– so long as they are feeling completely safe. But at any sign of anxiety or fear, they revert to their fear-based habit of heart dissociation.
In these cases, people might have no symptoms of Parkinson’’s so long as they are feeling relaxed or at ease, but as soon as any sort of threat arises –– such as a trip to the dentist –– they lapse back into parkinsonism until the threat is over. These people need to learn how to deal with fear without resorting to dissociating from their ““heart.”” That subject is addressed in the book Recovery from Parkinson’’s.
in: Yin Tui Na, JWH, page 16

in: Oliver Sacks: Zeit des Erwachens, S. 50
"In summary

If the person slides back into experiencing symptoms of Parkinson’’s after a short period of lightness and decrease of symptoms, which is to say, slides into what we have named ““partial recovery,”” then the most challenging and noble part of recovery can commence: removal of the habit of the dissociation and/or the mental instruction that got the dissociation going in the first place.", in: Recovery from Parkinson's, Janice Walton-Hadlock, Santa Cruz 2013, p. 202
 

Zum Thema "Überwindung von Parkinson und Suchtgefahr" schreibt Janice Walton-Hadlock auf Seite 161 in RfP:
"We have seen that recovered patients are extremely susceptible to addiction. Their “superior” will power disappears when their Parkinson’s disappears. Once they cease dissociating from their physical sensations, they often have the will power that one might expect from a child. If their Parkinson’s-inducing mental state began when they were six years old, for example, they may find that they have the will power and emotional maturity of a six-year old.
They usually “grow up” fairly quickly. Even so, it can be fascinating to watch a person recovering from Parkinson’s quickly blossoming and “growing up” out from what appears to be mildly arrested emotional development. And he may never have the “superior will power” of Parkinson’s ever again. Just the opposite. He may find himself to be refreshingly emotional and vibrant."


Hier sehen sie eine Seite aus  dem grundlegenden Werk "Recovery from Parkinson's", s.o. Der Blogger hatte vor ca 10 Jahren die erste Version des Werkes gelesen, die dann auch zur Entstehung dieses Blogs geführt hat. Die Ausgabe von 2013 ist demgegenüber  weit fortgeschritten, insbesondere in der Dokumentation der bio-elekrischen Störungen im Millivolt-Bereich, die zur Parkinson-Symptomatik führen. Als Beispiel finden sie hier das Abbild einer Seite aus dem Werk. Jedermann kann und sollte es dort kostenfrei herunterladen. Das Projekt ist in den USA als gemeinnützig anerkannt.
in: Janice Walton-Hadlock; Recovery from Parkinson's, Santa Cruz 2013





Kommentar zu Ziffer 3.:

Janice Walton-Hadlock lässt in ihren Schilderungen von mehr als hundert Fall-Beispielen mit Parkinson-Patienten keinen Zweifel aufkommen im Hinblick auf diese Feststellung: In jedem Einzelfall ist bei ausreichend tiefgründiger Nachforschung klar, dass der spätere Parkinson-Patient bei der Aufrechterhaltung oder der Wiederbelebung seiner Neigung zur
Schmerz-Vermeidung (Heart/mind split) aktiv und nachhaltig mitgewirkt hat. Ohne sein stereotypes Festhalten an der Abschalte-Gewohnheit im Kindesalter - so berechtigt diese früher gewesen sein mag - ist ein solcher Vorgang der Dissoziation nicht zu bewerkstelligen. - Womöglich liegt hier auch der Grund für die Tatsache, dass Parkinson-Patienten sich ihrer krankheitstypischen Symptome schämen. Sie, d. h. wir, verbergen etwas. - So etwas kann auf Dauer nicht gutgehen.
Entsprechend schwierig wird dann auch die Arbeit des Dekodierens der Schmerz-Vermeidung und die Überleitung in ein von Schmerz und Freude geprägtes Leben außerhalb des Parkinson-Modus (vgl. ALMOST IKARUS, Dr. Janice Walton-Hadlock, mit dem dort gegebenen Hinweis auf das folgende Gedicht des mittelalterlichen Mystikers Rumi, 1207 - 1273 ) - Fortsetzung nach Rumis Gedicht -

Schrei deine Schwäche und den Schmerz hinaus

       “Cry Out in Your Weakness
A dragon was pulling a bear into its terrible mouth.
A courageous man went and rescued the bear.
There are such helpers in the world, who rush to save
anyone who cries out. Like Mercy itself,
they run toward the screaming.
And they can’t be bought off.
If you were to ask one of those, “Why did you come
so quickly?” He or she would say, “Because I heard
your helplessness.”
Where lowland is,
that’s where water goes. All medicine wants
is pain to cure.
And don’t just ask for one mercy.
Let them flood in. Let the sky open under your feet.
Take the cotton out of your ears, the cotton
of consolations, so you can hear the sphere-music. . . .
Give your weakness
to One Who Helps.
Crying out loud and weeping are great resources.
A nursing mother, all she does
is wait to hear her child.
Just a little beginning-whimper,
and she’s there.
God created the child, that is, your wanting,
so that it might cry out, so that milk might come.
Cry out! Don’t be stolid and silent
with your pain. Lament! And let the milk
of Loving flow into you.
The hard rain and wind
are ways the cloud has
to take care of us.
Be patient.
Respond to every call
that excites your spirit.
Ignore those that make you fearful
and sad, that degrade you
back toward disease and death.”


noch zum Kommentar zu Ziffer 3:


Eine Analyse
- der Aufzeichnungen Dr. Walton-Hadlocks,
- der Aufzeichnungen von Dr. Oliver Sacks in "Zeit des Erwachens", rororo Dokumentation zum gleichnamigen Film (mit Robert de Niro als Patienten und Robin Williams in der Rolle des Dr. Oliver Sacks),
Pflicht-Lektüre für Parkinson-Patienten
- der eigenen Erfahrungen des Bloggers
ergibt im Hinblick auf die "Mitwirkung des Parkinson-Patienten bei der Perpetuierung seiner Strategie der Flucht vor dem Schmerz" Folgendes:

A. Bestimmte Formen der Affirmation, ja bis hin zur ungewollten, aber naiv betriebenen Autosuggestion ("Ich bin glücklich!" - obwohl es nicht stimmt -) können in der Kindheit und in der Zeit des Heranwachsens zu psychischen und neurologischen Mustern führen, die denen der Hypnose nicht unähnlich sind  (vgl. Dr. Walton Hadlock in Yin Tui Na). Wenn dies so sein sollte, dann ergäbe sich die schwierige Frage, wie eine ungewollt ausgelöste Selbsthypnose wieder aufgelöst, d. h. rückgängig gemacht werden kann. Das dürfte schwierig werden!

Besonders brenzlig werden derartige Affirmationen, wenn sie verbunden sind mit einem starren und lang anhaltenden Blick auf das eigene Spiegelbild im Großformat, wenn man unmittelbar davor sitzt und sein Abbild, sein Ebenbild bestaunt...

B. Im Laufe seines Lebens erwählt er sich immer wieder Situationen, die ihn erneut unter erheblichen Druck setzen, dem er dann meint, nur durch eine gewisse Eile entsprechen zu können. Bewegungen und Spache erscheinen hastig - ohne erkennbaren Grund. Auffällig sind dann schon einige unerwartet hektisch oder hastig ausgeführte Standard-Bewegungsabläufe: Beispiele: Art des sich Erhebens vom Stuhl, des Tischabdeckens, des Fahrrad-Besteigens usw.

C. Tritt einmal eine Zeit der Beruhigung ein, argwöhnt der spätere Parkinson-Patient, hier kündige sich eine  'Ruhe vor dem Sturm' an. ...und schon wieder ist eine Chance zur Abkehr von der eingefahrenen Gewohnheit des Empfindens bzw. der Verdrängung des Empfindens dahin geschwunden.. Kommt der für Parkinson prädisponierte Patient dann in das 6. Lebensjahrzehnt ( 50 + + ), so beginnt er darüber nachzudenken, wie er die vor ihm liegende Lebenszeit gestalten sollte. Bei diesem Nachdenken kommen ihm zwei Dinge in die Quere: ein tiefgreifendes emotionales Ereignis innerhalb der Familie sowie eine Herausforderung finanzieller oder beruflicher Art, der er nicht in ausreichendem Maß gewachsen ist. - und von nun an geht's berab bis zur Diagnose "Morbus Parkinson". Da wird nicht mehr tief nachgedacht; da wird die Flinte ins Korn geworfen.

E. Der gutachterlich als solcher identifizierte Parkinson-Patient  macht nun aber nicht Halt in seinem "schicksalhaften" Stadium der Behinderung; nein. Er sucht sich mit Fleiss neuartige Betätigungsfelder, die ihn angeblich immer schon interessiert hatten. Nur nicht in Ruhe nachdenken! Hasten zu  neuen Ufern, die niemals erreicht werden. Es nimmt kein Ende - bis zum ersten Eintritt nahezu kompletter, wenn auch vorüber gehender Immobilität. Erst dann beginnt ein originärer Denkvorgang, der sich ausserhalb eingefleischter Überzeugungen und oberflächlicher Sentenzen bewegen kann. ZEIT DES ERWACHENS ?

Dienstag, 17. Januar 2017

Bei Parkinson: Wannenbad mit Bürstenmassage durch Helfer im Hamam-Stil

Wohltuende Bäder im warmen Wasser der Badewannen zählen vermeintlich längst nicht mehr zu den Optionen von Langzeit-Parkinson-Patienten (über 15 Jahre seit Diagnose). Oft sitzt der Schrecken von kleinen oder größeren Ausrutschern vor, in oder nach dem Verlassen der Badewanne noch in den Knochen. Der Schatz bitterer Erfahrungen reicht hin bis zu Rippenbrüchen beim seitwärts Fallen auf den Rand der Wanne bis zum Bruch eines Wirbelsäulen-Knochens infolge einer Lockerung der Rückenmuskulatur durch das warme Wasser und anschließender Belastung beim Ausstieg aus der Wanne. - Das alles muss nicht sein. (vgl. auch Ziffer 3 im Post vom 9. September 2016 "Das Leben wird härter aber schöner..." in diesem Blog).
bei Parkinson: wohltuendes Baden im Hamam-Stil auch in bescheideneren Verhältnissen

Die innere Warnung "Mir droht Gefahr!" ist ja als wesentlich für die Entstehung des Morbus Parkinson identifiziert. Vgl. Janice Walton-Hadlock, Santa Cruz, CA, USA. Nun geht es darum, diesen inneren Zustand der Übererregung zu beenden. Wir benötigen das Signal "Entwarnung", d. h. die innere Überzeugung, dass nun wieder alles in Sicherheit ist. Diesem Zweck dienen die nachfolgenden Ausführungen.

Der Blogger hat mit Hilfe einer Pflegefachkraft ein sicheres Konzept für

"Baden im Hamam-Stil, aber zu Hause" 

entwickelt und erfolgreich verwirklicht. Hier sind die Eckpfeiler dieses Konzeptes:

1. Daheim in Sicherheit
Bleiben sie zum Baden daheim,  vermeiden sie die Risiken eines Bad- oder Hamam-Besuches außer Haus.

2.  Umgestalten
Gestalten sie ihr Badezimmer mit Badewanne um in Richtung Rutschsicherheit, Ordnung,  Sicherheit durch Haltegriffe und Gemütlichkeit. Vermeiden sie glatte Böden, legen sie ggfls. den Boden mit Sisalmatten aus, die auf ihrer unteren Seite rutschfest gemacht sind.

Nutzen sie den meist neben der Wanne lokalisierten Sitz der Toilette, indem sie den Sitz mit einem Badehandtuch "einkleiden" und so einen rutschfesten Sitz unmittelbar nach dem Ausstieg aus der Wanne gewinnen.

3.  Wach bleiben
Besorgen sie sich einen Badezusatz, der nicht auf Entspannung sondern auf Belebung zielt.

4.  nur Natur
Besorgen sie sich einen groben Block Hamam-Seife, d. h. gelb-grau-grünlich-farbige, reine Olivenölseife - keinesfalls solche aus der Apotheke, die nur diesen Namen trägt. Die Seife können sie auch zum Haarewaschen benutzen. Ein geeigneter Seifenhalter in guter Reichweite ist notwendig.
große türkische Supermärkte führen das Originalprodukt oft in ihrem Sortiment.
der gelbliche Farbton außen bezeugt: Olivenölseife natur

5.  Haut beleben
Halten sie zwei große Handtücher mit möglichst grober Oberflächen-Struktur zum Abrubbeln bereit.

6.  Nassmassage
Legen sie eine oder zwei unterschiedlich kräftige  Naturborsten-Bürsten zur passiven Nassmassage bereit.
Wildschweinborsten-Bürste für Nassmassagen

7.  rutschfest
Achten sie darauf, dass am Wannenboden eine rutschfeste Gummimatte liegt.

8.  nicht ohne "Aufsicht"
Nur in Begleitung und ggfls. leichter Hilfe einer Pflegeperson be- oder entsteigen sie der Wanne.

ACHTUNG! - Wenn sie außerstande sind, allein in die Wanne hinein und wieder heraus zu klettern, sollten sie nicht baden. - Die Pflegeperson hat nicht die Aufgabe, sie anzuheben und in der Wanne abzulegen. Bewahre! Die Pflegeperson soll ihnen vielmehr das Gefühl vermitteln, auf der sicheren Seite zu sein, wenn ein "Freezing", eine Angstlähmung oder eine "schlaffe Lähmung" herauf zieht. Sie ist zunächst ihr Beistand für den Fall, dass etwas nicht bereit gelegt wurde, das sie für ihr Bad benötigen.

Die Pflegeperson hilft ihnen beim Füllen der Wanne mit dem Badewasser in richtiger Temperatur und der Dosierung der Badezusätze. Von stark schäumenden Substanzen wird abgeraten.

Sie steigen langsam in die mit warmen Wasser gefüllte Wanne. Sie setzen sich auf den Wannenboden und strecken ihre Beine so weit wie die Länge der Wanne dieses zulässt. Sie entspannen für 1-2 Minuten, sie tun nichts.

9. Multi-tasking birgt Gefahr
Die Pflegeperson wäscht ihre Haare. Sie halten sich mit beiden Händen an vorher dafür ausprobierten Halterungen oder Wannenrändern fest. Sie müssen vermeiden, tiefer in das Wasser als nötig einzusinken und mit dem Hinterkopf gegen den Wannenrand zu schlagen. Dabei helfen ihnen die Halterungen. - Noch während sie den Seifenschaum im Haar tragen, bürstet ihre Pflegeperson mittels einer möglichst groben Nassmassage-Bürste ihre Kopfhaut, und zwar angefangen am vorderen Haaransatz in einem festen Strich bis hin zum hinteren Haaransatz an ihrer Schädelbasis.

Beachten sie bitte die Ausführungen über Akupunktur-Punkte am Kopf im Post vom 23. Mai 2013 "Healing Code gegen Parkinson-Symptome" einschließlich der dortigen Abbildungen der am Kopf gelegenen Meridian-Punkte in diesem Blog.

Nach dem Haarewaschen wird die Pflegeperson ihren Kopf mit kühlem Wasser spülen. Dies belebt. - Sie tauchen wieder für 1-2 Minuten ins warme Wasser. Der Kopf bleibt dabei über dem Wasser.

10.  sicheren Sitz schaffen
Die Pflegeperson bedeckt den Wannenrand mit einem feuchten kleineren Handtuch. Sie erheben sich innerhalb der Wanne in den Stand und setzen sich mit dem Rücken nach außen zur Pflegekraft gekehrt auf den mit dem Handtuch rutschfest gemachten Wannenrand. Dabei halten sie sich mit beiden Händen an den dafür anzubringenden Halterungen fest. - Das Hamam-Fest kann nun beginnen:
über 100 Akupunktur-Punkte des Rückens werden per Bürste aktiviert

11.  Nassmassage des Rückens
Die Pflegekraft bürstet nun - immer am unteren Rücken beginnend und am Hals und Nacken endend - mit der Naturborsten-Nassmassagebürste die gesamte Fläche ihres Rückens. Dabei geht es nicht um die Frage der Sauberkeit, sondern um die Methode der Nerven- und Blutgefäß-bezogenen Belebung ihrer wichtigen Körper-Rückseite mit der zentral verlaufenden Wirbelsäule.

Warum der Rücken?
Wie die Abbildung zeigt, befinden sich auf dem Rücken mehr als 100 Akupunktur-Punkte. Das sind über 100 Zugänge zu verschiedenen "Meridianen", in denen die Bioelektrizität von wenigen Millivolt den Körper durchströmt. Diese Punkte per Nadelung zu aktivieren würde wochenlange Akupunktur-Aktionen erfordern - Eine heftige Wildschwein-Borsten Rückenmassage wirkt etwas anders, aber u. U. nicht weniger effizient. Der Blasenmeridian ("Bl" in der Abbildung) ist bei Parkinson oft wenig lebhaft; dieser Zustand steht für Ängste und Unsicherheit, die das Lebensgefühl der Patienen prägen. Nassmassagen helfen dabei, gestaute Energie wieder in Fluss zu bringen. Oft hellt sich ein düsteres Szenario dadurch auf.

Beachten sie bitte auch die Ausführungen im Post vom 18. Juni 2016 "Nieren- und Blasen-Meridiane klopfen bei Parkinson" in diesem Blog.

12. Eincremen des Rückens
Hier, auf unserer Rückseite zeigt sich das größte Defizit. Unsere Haut trocknet aus und verliert damit ihre Geschmeidigkeit. Die Pflegeeperson übernimmt die Aufgabe des Eincremens ihres Rückens mit der von ihnen persönlich gewählten Crem-Duft-Note. Eine Wohltat steht bevor. -  und Sicherheit pur!
(Es ist selbstverständlich, dass sie - solange sie dies schaffen - ihre Beine und Füße allabendlich, auch ohne vorheriges Baden, selbst eincremen. Das gleiche gilt für die Vorderseite des Oberkörpers.)




Freitag, 30. Dezember 2016

Parkinson: auf einem Schlag um 30 Jahre altern ?

Pünktlich vor Silvester erinnert der Blogger an die Erkenntnis, dass ohne eigenes geistiges Wachstum der Kampf des Parkinson-Patienten mit und gegen 50 verschiedene Symptome wenig Erfolg verspricht (vgl auch den Post vom 28.12.2015 in diesem Blog). Der Blogger hat nun eine Spur entdeckt, die das Rätsel wissenschaftlich erklären könnte, wieso ein rüstiger, aktiver Mittfünfziger Mensch innerhalb kürzester Zeit in sich zusammen sinken und von Außenstehenden leicht mit einem Achtzigjährigen verwechselt werden kann. -
Wieder einmal ist es Rudolf Steiner, der Anthroposoph, der kleinste Bausteine einer Spur gefunden und uns zum Verstehen anempfohlen hat. "Die Menschheit wird immer jünger" urteilt Steiner. Aber was meint er damit? - Steiners Beobachtungen ergeben sich aus seiner intuitiven Erkenntnis, dass jeder Mensch in seiner Entwicklung einem 7-Jahres-Rhythmus folge, in dessen Verlauf grundlegende Kompetenzen erworben und andere Meilensteine erreicht werden.
Rudolf Steiner: Entwicklung im 7-Jahres-Rhythmus bis zum Erwachsensein: 0-7, 8-14, 15-21, 22-28

Im logischen Umkehrschluss könnten Steiners Gedanken auch Hinweise zur Beantwortung der Frage liefern, warum ein Krankheitsbild so einseitig auf ein Älter-Erscheinen abzielt. - Handelt es sich um eine biologische Korrektur einer psychischen oder physischen Besonderheit des Patienten?


Merke wohl:
Steiner selbst gab das Beispiel des US-amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson, dessen "Entwicklungsalter" - so Steiner - mit 28 Jahren knapp der Hälfte seines damaligen Lebensalters entspreche. Wilson wurde Präsident z. Zt. des I. Weltkrieges. Seine  Beurteilung Wilsons begründete Steiner vor 100 Jahren mit der Tatsache, dass sich der damalige US-Präsident auffällig häufig in Schriftsätzen an die Nation wende und darin "jünglingshafte Ideale" postuliere, und dies in Zeiten, in denen "wirklichkeitsgesättigte" Selbstverpflichtungen angesagt gewesen wären.
 
Kommt dem Leser da nicht ein aktuellerer Akteur in den Sinn? - der twitternde Designierte von heute?

Ein längerer Blick auf die Steiner'sche Tabelle der Entwicklung des Menschen und ein kurzes Kopfschütteln wird bei den meisten Lesern dieses Blogs zu der einzig möglichen Antwort auf die Ausgangsfrage führen: Regression liegt nahe,  kein Altern sondern ein Zurückfallen auf voran gegangene Phasen der eigenen Entwicklung.

Das äussere Erscheinungsbild des Parkinson-Patienten mag zwar an sehr alte Menschen erinnern, die man als hinfällig erlebt hat. Doch ist das Ungeschickte, die Ziellosigkeit, die Entfremdung und der entgeisterte Blick eines Parkinson-Patienten viel eher an ein geschocktes oder erschrockenes Kind erinnernd als an einen "Lebensgeist" oder "Geistesmenschen", wie Steiner sie in seiner Entwicklungstheorie uns vor Augen stellt. Noch viel klarer wird die Regression, wenn die inneren Vorgänge des Denkens, Empfindens- und Fühlens betrachtet würden. Nun erschrecken sie nicht! - Steiner beschreibt hier Soll-Zustände, nicht Ist-Zustände der menschlichen Entwicklung. Die Lücke zwischen beiden manifestiert sich an den vorgenannten VIPs. Diese sind jedoch nicht allein mit ihrer "Lücke". Millionen von Lemmingen sind bereit ihnen zu folgen; auf Gedeih und Verderb.

Mehr dazu im Neuen Jahr 2017, dem 21. Jahr des Bloggers mit seiner Parkinson-Erkrankung.

Die Themen Vergreisung und Verjüngung beschäftigen auch Rudolf Treichler in: Die Entwicklung der Seele im Lebenslauf  - Stufen, Störungen und Erkrankungen des Seelenlebens, Frankfurt /M., 1984, vgl die folgenden Scans mit Zitataen zum Thema des US-Präsidenten Woodrow Wilson vor 100 Jahren:
Hier lernt man viel über sich selbst und über US-Präsidenten




Aktuelles Thema heute:

1. Was trägt die anthroposophische Medizin und die Therapie mit geistig-seelischen Mitteln bei zur
Erklärung der offenkundigen, gemeinhin für unerklärlich (daher als "idiopathisch" bezeichneten) gehaltenen krankhaften Zustände des Körpers und der Psyche? -

2. Ist der zu beobachtende funktionale Zerfall des menschlichen Bewegungsapparates und der Gedanken- und Gefühlswelt des Parkinson-Patienten ein Phänomen des Rückschittes (Regression) oder des beschleunigten Alterns (Progression)?

Hier im Blog gilt die Regel "Kein Thema zweimal abhandeln". Der Blogger empfiehlt daher zur Einstimmung auf die folgenden Original-Zitate aus dem Werk Paul von der Heides, THERAPIE MIT GEISTIG-SEELISCHEN MITTELN, Nr. 10 der Arbeitsberichte der medizinischen Sektion am Goetheaneum, Dornach 1997, das Lesen des
Posts vom 8. März 2016, "Weniger Parkinsonsymptome - aber neue Gebrechlichkeit", insbesondere der dort zitierten Textstellen aus von der Heides Werk, in diesem Blog.

Wie der Blogger, so wird auch der Leser anfangs nicht geringe Probleme haben, das von den anthroposophischen Ärzten und Psychiatern verwendete Vokabularium nachvollziehen zu können.
Vermeiden sie bitte in eigenem Interesse den Fehler, bisher unbekannte Begriffe von vornherein für unakzeptabel zu erklären. Dies würde nur bedeuten, dass sie sich selbst für lernresistent halten und erklären. Als Anhaltspunkte für die Deutung der Steiner'schen Begriffswelt: der "physische Leib" (= Organisation der Materie), der "Ätherleib" (= Organisation der Biologie, der Lebendigkeit inkl. Drüsensekrete und Bioelektrizität). der "Astralleib" (= seelische, d. h. psychische Organisation des Denkens, Empfindens, der Gefühle), Ich (= Ich-Organisation, Individuation der Tätigkeit des Geistes)

Von der Heides Kennzeichnung des Morbus Parkinson wird uns besonders beschäftigen. Von der Heide hatte selbst seit 1982 mit ersten Parkinson-Symptomen am eigenen Körper zu tun und verstarb 1996 im Alter von 78 Jahren nach einigen schweren Jahren der Pflegebedürftigkeit im Kreise seiner Familie. Von der Heide konnte also - wie Mark Peter Hurni - aus eigener Erfahrung schöpfen und zu ungewohnten Einsichten kommen und verhelfen.

 Exkurs: Zitate Paul von der Heide
in: Paul von der Heide: Therapie mit... Dornach 1997














Zum oben gezeigten Bild 29, S 182 in von der Heides Werk THERAPIE MIT...:

Die bei jedem Parkinson-Patienten feststellbare Umkehr des Energiekreislaufs (vgl. Qi Gong: "kleiner" und "großer Kreislauf") ist auch in der Führung der Linien aufwärts an der Vorderseite des Menschen in der Zeichnung verdeutlicht. - Nach Janice Walton-Hadlock beginnt das Parkinson-Problem mit einer Blockade des Fuß-Magen-Meridians bei St = Ma 40, dem Akupunkturpunkt. Dies führt zu einem Rückstau des Chi = qi, ja zu einer Umkehr der Fliessrichtung des qi. Statt vorn abwärts und am Rücken aufwärts, wie es richtig wäre, fliesst es vorn aufwärts und am Rücken abwärts. Staus in Folge sind vorprogrammiert. Denn alle Meridiane interagieren über bekannte Kreuzungen  und Schnittstellen. Ein Chaos an Warteschlangen entsteht, alle Ampeln bleiben auf "ROT" geschaltet; eben Morbus Parkinson ( vgl. Posts vom 30. März 2016 und vom 28. Oktober 2009 in diesem Blog).

bei typischer Parkinson-Haltung vornüber gebeugt: GV 16 akupunktieren
Strategien für die Umkehr der Fliessrichtung des aufwärts gerichteten Energiestroms am vorderen Teil des Körpers werden nachfolgend skizziert:.

A. Die von von der Heide erkannte  Umkehr des Energieflusses müsste bzw. könnte auch für die Fliessrichtung der bio- elektrischen Energie in den Meridianen gelten: im Rücken des Menschen aufwärts gerichtet statt abwärts. Bei GV 16 staut sich gern der Energiefluss. Durch Elektro-Akupunktur können sie selbst diese Art des Staus schnell beheben, vgl. Abbildung mit GV 16. Mit der Aufhebung eines Staus ändert sich jedoch noch nicht die Fließrichtung. Die Aufhebung des Staus ist hierfür eine notwendige, keine hinreichende Bedingung. GV 16 ist der Akupunkturpunkt, der am nächsten gelegen ist dem Teil des Gehirns, wo die "schwarze Substanz", d h. die Dopamin-produzierenden Zellen, sich in neutrale "Alles-Könner-Zellen" rückverwandelt haben. Da ist nichts "abgestorben"; da sind Zellen aus der nicht mehr ausreichend abgerufenen Sonder-Nutzung (Dopamin-Bereitstellung) in eine generelle Nutzung überführt worden. - Dieser Umstand sollte Anlass zum Nachdenken geben.
Kleiner Kreislauf - den Rücken hinauf, vorn herab

B. Nei tan - Qigong-Übung des "Inneren Elixiers"
Vgl. Ausführungen und Abbildungen im Post vom 17. Oktober 2010, GEHEIMNIS DER GOLDENEN BLÜTE,  in diesem Blog. - Die Nei tan Übung kann erheblich dazu beitragen, dass der fehlgerichtete Energiefluss korrigiert wird. Stichworte: "Baden", "Waschen" , "Das Herz waschen", Inneres Elixier.

wird fortgesetzt!

Im Post vom 29. Juli 2016 finden sie eine kleine Übersicht über alle in 150 Posts in den letzten 8 Jahren im Blog behandelten Akupunktur-Strategien, Übungen und Ernährungsveränderungen usw. im Zusammenhang mir dem Morbus Parkinson im fortgeschrittenem Stadium.

Mittwoch, 16. November 2016

Muskelschwund nach Absturz des Muskeltonus in Parkinson-Spätphase

Zweifelsfrei ist ein Muskelschwund bei vielen Parkinson-Patienten feststellbar. Dieser Muskelschwund ist aber nicht ein Symptom der neurologischen Erkrankung als vielmehr die Folge eines außer Kontrolle geratenen Systems der Motorik mit der Folge einer Schonungs- und Vermeidungshaltung des betroffenen Patienten. Letzteres führt zu einer Mindernutzung der Muskulatur und hierdurch bedingt zu einem Schwund an Muskelmasse.

Unser Vorzeige-Parkinson-Patient Muhammad Ali soll bis kurz vor seinem Tod im privaten "Gym" seine Muskulatur trainiert haben. Vor dem Absturz seines Muskeltonus konnte diese Aktivität Ali nicht bewahren, wie uns die vielen Fotos von ihm im Rollstuhl beweisen. Man sagt, er habe sein Haus in den letzten Jahren kaum noch verlassen... Der Blogger hätte dem "größtem Boxer aller Zeitem" und Chopper-Motorbike-Fan - wäre er dessen Nachbar in Phoenix, Arizona, gewesen - sein e-Tricycle als Geschenk vor die Tür gestellt und ihm damit zu dem Wichtigsten verhelfen können, das Patienten nach 20- oder 32-jähriger Parkinson-Dauer fehlt: selbst angetriebene und gesteuerte Mobilität außer Haus! Dabei kommt Freude auf... (vgl. auch Post vom 07.06.2016 über die Umstände des Todes von Muhammad Ali im Alter von 74 Jahren nach 32-jähriger Parkinson-Erkrankung.)
e-Tricycle mit Pedalantrieb elektrisch unterstützt
- Wozu ist diese Unterscheidung zwischen Muskelmasse und Muskeltonus wichtig? - Sie hilft bei der selbst bestimmten strategischen Planung von Bewegungen und von Aktionen, die auf Erhaltung der Bewegungsfähigkeit zielen. Lesen sie hierzu die in diesem Blog interpretierten Berichte und Zitate zum Thema Parkinson und  Qi Gong.
Qi Gong schafft nicht Muskelmasse, sondern Willenskraft und Lebensenergie. - Letztere sind es, an denen es dem Parkinson-Patienten "gebricht". So zeigt sich ja auch die Krankheit auf den ersten Blick.

"Heavy body weight feeling" (Gefühl großer Körperschwere) nennen es die Ärzte der traditionellen chinesischen Medizin und kennen seit 3.000 Jahren wirksame Akupunktur-Strategien zur Behebung dieser Symptomatik, die nicht auf den Morbus Parkinson beschränkt ist. Jeder Gesunde erlebt übrigens in seiner REM-Schlafphase diesen Absturz seines Muskeltonus - jede Nacht. Es dient dem Selbstschutz vor Verletzungen durch heftige Bewegungen des Schlafenden in Angst- und Aggressions-Träumen. - "Heavy body weight feeling" fühlt sich an als würden sie 300 Kilogramm auf die Waage bringen, und ihr noch vorhandenes Muskelfleisch liegt wie Pudding neben ihren Knochen. - Aber auch mit Akupunktur allein sind nur graduelle Erhöhungen des Muskeltonus möglich, keine komplette Stabilisierung. Angefeuert wird die Fehl-Tonisierung jeden Tag auf's Neue durch die L-Dopa-Medikation, die den Patienten süchtig gemacht hat.

Rückschritt zur Motorik des Kleinkindes

Wer kennt sie nicht, die im Rollstuhl sitzend in sich zusammengesackten Altersheim-Pflegepatienten an den Tischen bei den gemeinsam eingenommenen Mahlzeiten.? "Aufrechtes Sitzen ohne Stütze" ist die motorische Kompetenz eines Kleinkindes mit 6-8 Monaten. - Selbst hierzu reicht es nicht mehr. Der Blogger durchlebte 3 ganze Jahre mit dieser Einschränkung des Sitzens ohne Stütze.

Der Blogger erlebt nahezu täglich Situationen, in denen nicht einmal das Erheben vom Fußboden mittels Aufstützen der Arme möglich ist. Totaler Muskelschwund? - Keine Rede davon; der Muskeltonus ist in Folge eines fehlgeleiteten neurologischen Signals so weit abgesunken, dass rein nichts mehr läuft. Aber keine Panik!

Verluste motorischer Kompetenzen
Nach den ersten Enthaltungen von den gewohnten L-Dopa-Medikationen liegt der Blogger im 10. Jahr mit Parkinson, d.h. im Jahr 2007, auf seiner Couch, auf dem Bett oder auf dem Boden und windet sich dort wie ein kranker Fisch auf dem Trockenen: keine Chance des Aufstehens, der Erhebung des Körpers in die Vertikale und der Fortbewegung auf zwei Beinen. Sein Muskeltonus wurde auf nahe Null geschaltet. - 100 mg L-Dopa und 50 Minuten später ist dieses Manko wieder - erst einmal - behoben. Ohne L-Dopa dauert diese "schlaffe Lähmung" fort...

Laufen an der Hand - mutig ohne L-Dopa
Heute, d h. 10 Jahre später, rühmt sich der Blogger seiner wiedergewonnenen Bewegungskompetenz aus der Zeit von 1944 als er an der Hand seiner Mutter durch die Wiesen Mecklenburgs stapfte. Ist das nichts? - Vgl. Tagebuch des Bloggers auf den voran gehenden Postings

Muskelkraft bewahren für erhoffte Verbesserung der Motorik
Die Ledercouch oder der Rollstuhl als Standard-Orte des Aufenthalts sind für L-Dopa-Teilaussteiger tabu. Stattdessen muss der Rückgewinner seiner Motorik alles - fast alles - selbst erledigen, bewältigen, wenn er diese Überlebensimpulse für den Erhalt von Entschlusskrraft und Motorik nutzbar machen will. Selbst ist der Mann oder die Frau.

Rückgewinnung motorischer Kompetenzen
Inzwischen sind folgende Motorik-Kompetenzen neu erworben worden und ersetzen nun die verloren gegangenen. Was soll das heißen? - Es heisst, dass die neueren Kompetenzen nicht identisch sind mit den durch die Parkinson-Erkrankung inklusive Standardmedikation verloren gegangenen:

Gehen, Traben, Hüpfen, Joggen in Haus & Garten
Die wieder erlernte Kompetenz des Gehens auf zwei Beinen ohne L-Dopa-Medikation zeigt sich motorisch-optisch völlig unauffällig, also ohne das typische Schlurfen und Trippeln, ohne das vornüber Beugen des Oberkörpers. Das zentrale Nervensystem hat sich offenbar einen geeigneteren neuen Schaltkreis geschaffen. Schade, dass dieser bei Belastungen gern mal vorübergehend ausfällt: die typischen Phobien vor Durchgängen, Engpässen, in den Regalschluchten von Warenhäusern und Drogeriemärkten. Freezing statt Fortschreiten. Weiterbewegung nach 10-30 Sekunden Pause. - Diese neue Form des "Gehens ohne Parkinson-Symptome" beschränkt sich bisher vorwiegend auf Geh-Strecken, die innerhalb von Wohnungen bzw. Häusern liegen. Auch Gärten gehören zu den sichereren Geh-Strecken, wie der Blogger in verschiedenen Videos seit dem Jahr 2014 hier im Blog dokumentiert hat.

Fazit:
Das "Gehen außer Haus"
sollte in Begleitung einer Pflegeperson möglichst häufig trainiert werden, damit der neue "Schaltkreis" gefestigt wird. Vgl. Tagebuch des Bloggers in voran gehenden Postings
Training zu Hause: tagtäglich und jederzeit. Kein Rollstuhl, kein Gehwagen, keine Krücken.


"Abhängen", d. h. Ausruhen (ohne schlafen zu wollen) auf dem Sofa
in dieser Lage stabilisiert sich der Muskeltonus bei Parkinson -in den Phasen der L-Dopa-Ferien

mit Kopfstütze und hoch gelegten Beinen, ist eine Kompetenz, die der Blogger vorher nicht kannte. Es gab in seinen Wohnungen/Häusern trotz ausreichender Flächen keinen Ort hierfür. Typisch! - Vorteil: Das Nervensystem registriert diese Haltung nicht als "Schlafen", sondern als vorübergehenden Ruhestatus. Dabei kann man prima Radio hören, aber auch meditieren.
So wird vermieden, dass in der täglich gut 2-stündigen Ruhezeit der "Entzug" von L-Dopa ausgehalten wird, ohne dass der Muskeltonus aller Gliedmaßen auf nahe Null absinkt wie nachts, sofern die L-Dopa-Wirkung ausbleibt. Muskeltonus Null kann Todesangst oder Depressionen auslösen. Dies wird beim "Abhängen" ausgeschlossen.


Kreativ werden - ohne Angst davor sich lächerlich zu machen
Wir müssen Übungen entwickeln, um dieser Falle des absinkenden Muskeltonus' zu entkommen!  Das Fatale daran ist die Tatsache, dass die Regression in der Motorik einher geht, verbunden ist oder gleichbedeutend ist mit einer Regression in der Kognition. Auf Deutsch: zum Rückfall auf kleinkindliche Bewegungsmuster addieren sich Denk- und Verstehensdefizite. Nicht nur schwach, sondern auch noch blöd dazu, so mag jemand urteilen, der den Blogger im 20. Patienten-Jahr aus einem Abstand beobachtet. Darauf hat auch Mark P. Hurni in seiner Dissertation über frühkindliches Trauma als Ursache von Morbus Parkinson aufmerksam gemacht.

Das Nervensystem spielt verrückt, stürzt ab und kommt nicht wieder in Gang. Ihr Arzt weiß keinen Rat; er vertraut den Experten, die den Morbus Parkinson mit dem Rigor, dem ständig erhöhten Tonus der Muskulatur gleichsetzen. Dieser mag im Frühstadium der Erkrankung symptomatisch sein, kann aber peu-à-peu mit Hilfe von Akupressur/-punktur behoben werden. Der Morbus Parkinson aber bleibt. Der Patient hat längst die Gefahren der L-Dopa-Medikation durchlebt und erkannt - und niemand glaubt ihm oder traut ihm ein eigenes, zutreffenderes Urteil zu.

Das Zuhause zum Experimentierfeld für Geh-Training umgestalten
Niemand überlegt systematisch, ob seine eigenen 4 (oder mehr) Wände geeignet sind um ein Experimentierfeld für Geh-Training ohne L-Dopa-Medikation bzw. in der Zeit der L-Dopa-Ferien abzugeben. Beim Blogger hat das viel zu lange gedauert: 2 1/2 Jahre ! Seine geräumige Wohnung ist mit einem sogenannten Laminat-Parkettboden ausgestattet. Das Materual ist synthetisch. Der Parkett-Look ist rein optisch, die Oberfläche ist glatt und minimal strukturiert. Das synthetische Material des Bodenbelags lädt sich bei Reibung elektrisch auf und stört somit die ohnehin lädierte Bioelektrizität des Patienten. Für ein Geh-Training eines Parkinson-Patienten ist diese Bodenfläche denkbar ungeeignet, denn nur in Straßenschuhen ist ein rutschsicheres Gehen darauf möglich. Radikal hat der Blogger eine Geh-Trainingsstrecke von 12 Metern mit einer Art von Läufern aus natürlichem Sisal (Unterseite rutschfestes Gummi) belegt. Die Strecke enthält zwei 90-Grad-Kurven, die leicht und spielerisch zu gehen sind. Geh-Training erfolgt barfuß oder auf Socken.
bei Parkinson: nur Natur + rutschfest
Die geschilderte Strecke geht der Blogger am Tage so oft wie möglich und ohne  "erkennbaren" Grund, ohne ein bestimmtes Ziel. Denn darauf kommt es an: Keinesfalls verbindet er das Geh-Training mit der Erledigung sonstiger Obliegenheiten. Denn letztere stören die Bildung einer inneren Vorstellungskraft über bevorstehende Trainingseinheiten. Keinesfalls transportiert der Blogger "ganz nebenbei" eine Zeitung oder eine Teetasse unterwegs.
Nach einer Gewöhnungszeit von 6 Wochen hat er Anfang Dezember 2016 einen Status erreicht, dass er die geschilderte Geh-Trainingsstrecke leichtfüßig im Stadium ohne L-Dopa zurücklegt - gelegentlich legt er unterwegs kleine Hüpfer oder  Sprünge ein, welche das Gleichgewichtsgefühl sogar stabilisieren. Ein ausreichender Tonus der Muskulatur der Beine, des Beckens sowie der gesamten Wirbelsäule wird auf diese Weise erreicht. Ein Muskelaufbau ist dann erst die Folge monatelanger Geh-Trainings "at home": - Nachahmung empfohlen!

"Denn wie man sich bettet, so liegt man..."
Den heftigsten Absturz des Muskeltonus erlebt der Parkinson-Patient im Bette liegend mit dem Wunsch und Bedürfnis zu schlafen. Bewährt haben sich dabei folgende Konditionen:

# Matratze möglichst "beinhart", um ein Absinken der Knochen in das Matratzen-Weichmaterial zu minimieren. Erleichtert wird so auch das Abstützen der Arme und Hände zum Aufstehen und zum unumgänglichen Umlagern bzw. Umdrehen des Körpers in der Nacht
# Ein straff gezogenes Bettuch aus reiner Baumwolle - zwecks Vermeidung elektrischer Aufladung durch synthetische Fasern.
# möglichst wenig Bettbekleidung wegen störender Faltenbildung
# ein federleichtes Oberbett - im Extremfall auch ohne Bezug - mit Bezug aus leichtem Baumwollstoff. Keine synthetischen Materialien.
# Nachttopf o. ä. in Griffweite des Patienten.

So - geht nix mehr schief!

Wie und womit soll ich den Ausstieg beginnen?
In diesem Blog sind vollständig die Aktionen aufgeführt und detailliert beschrieben, die den Blogger zu seinem Status Quo gebracht haben.  Im Posting vom 19.07.2016 finden sie einen ersten Überblick. Beginnen sie mit ihren geistig-seelischen Fähigkeiten. Da gibt es mit Sicherheit Bedarf für ein Aufräumen und Ausmisten unter den wenig nützlichen Gewohnheiten des Denkens und des Empfindens. - Versuchen sie herauszufinden, was ihr Gegenüber in seinem Inneren bewegt. Probieren sie das Einfühlen in die Welt des anderen. Dies ist nicht einfach.

Wie in diesem Blog gezeigt wird, hat das Praktizieren des Healing Codes spürbare Impulse zur Überwindung negativer seelischer Selbstverletzungen ausgelöst. Gestoppt wurde das gewohnheitsmässige Wiederholen und Erinnern an traumatische Erlebnisse in der Kindheit.

Achtung: psychotherapeutische Hilfe nicht ausschließen
Getreu den Ankündigungen in den Packungsbeilagen der Hersteller von L-Dopa enthaltenden Medikamenten muss jeder Patient damit rechen, dass das Medikament eine Neurose oder Psychose auslöst, wenn es länger als ein paar Jahre und in höherer Dosis als etwa 300 mg pro Tag eingenommen wird. Einzelne Fälle, in denen eine solche Folge nicht eingetreten ist, bestätigen die Regel. - Richten sie sich darauf ein, die Hilfe psychologischer Therapeuten in Anspruch zu nehmen.

Aber auch ohne Medikamente ist die stark reduzierte körpereigene Dopaminproduktion des Patienten verantwortlich für psychische Veränderungen, die oft fehlgedeutet werden. So beschreibt es die
Wissenschaftsreferentin der französischen Botschaft in Berlin:

"Dadurch ist Dopamin für eine Vielzahl von Körperreaktionen verantwortlich, so etwa für die Feinmotorik oder die Körperbewegung, aber auch für 
- psychischen Antrieb, 
- Wohlbefinden, 
- Lebensfreude, 
- Mut, 
- Konzentration und 
- Vergnügen (Glückshormon)."

Blogger fragt: Wo ist der Neurologe, der seinen neu gewonnenen Langzeit-Patienten auf die zu erwartenden Veeränderungen seiner Persönlichkeit vorbereitet?


Was sind dagegen die Symptome Tremor und Rigor usw. ? vorübergehende Symptome, wenn die in diesem Blog beschriebenen Therapien angewandt werden. Dann behält man "sein" Parkinson, das mit der Eingrenzung des Zitterns nicht vergeht, aber man kennt sich selbst inwendig kaum noch wieder! - Welcher Art ist diese veränderte Persönlichkeit, die sich bei mir eingeschlichen hat und wie reagiere ich daarauf?
Lesen sie zu diesem Thema die Posts der Jahre 2009 und 2010 in diesem Blog.

Französische Forscher der Nuklear-Medizin wollen es genauer wissen und rechtzeitig erfahren, wohin die Reise ihrer Patienten geht (s. o. Link nach Berlin).


Wandern ( nicht Spazierengehen ) - wird fortgesetzt !

Zum Thema Radfahren lesen sie bitte die Postings vom 15.01.2016 und vom 03.07.2009.





Dienstag, 15. November 2016

Im 20. Jahr mit Parkinson: Gehtraining-Tagebuch des Bloggers

Seit 2007 sucht der Blogger einen Weg zum Ausstieg aus der ärztlich verordneten Levodopa-Medikation. Hier im parkinson-coaching Blog sind alle Aspekte seines Weges und seiner Ausstiegs- und Teil-Ausstiegs-Szenarien dokumentiert.

Seit einigen Monaten reduziert der Blogger seine L-Dopa-Medikation auf die Nacht- und frühen Morgenstunden. Während des Tages und abends bis etwa 22 Uhr nimmt der Blogger keinerlei Medikamente zu sich. Allerdings wirken die Medikamente Amantadin (50 mg pro Nacht) zur Reduktion des Übergewichts von Glutamat und AZIlECT/Rasagilin (1 mg pro Nacht) am darauf folgenden Tag fort.
Quelle: Merz - Übergewicht des Botenstoffes Glutamat bei Parkinson

Auf diesem Weg reduziert sich die tägliche L-Dopa-Einnahme auf insgesamt 300 mg, verteilt auf 150 mg zum Einschlafen und je 25 mg pro Stunde in der Nacht. An Tagen und Nächten mit gutem Schlafverhalten kann sich die 24-Stunden-Tages- und Nachtration auf 250 mg verringern.

Infolge der geschilderten L-Dopa-Fastenzeit von täglich mindestens 12 Stunden vermindern sich die erschreckenden Nebenwirkungen der L-Dopa-Langzeit-Medikation.

T a g e b u c h    d e s    B l o g g e r s  
a u f   d e m   P f a d    d e r    R ü c k g e w i n n u n g     
s e i n e r    M o b i l i t ä t : (diese Berichterstattung, keineswegs aber das Geh-Training, wird hiermit beendet, 17.01. 2017)


17.01.2017
Das unermüdlich weiterhin betriebene Geh-Training ( ohne L-Dopa-Medikation, in Begleitung einer Pflegeperson ) erreichte heute einen  Meilenstein. Die inzwischen üblich gewordene Strecke von ca. 700 Metern wurde auf 1.600 Meter spontan ausgedehnt. Das Wetter war kalt, aber sonnig und schön. Die Stimmung war gelassen und ruhig. Die Füße schlurften nicht, kein Trippeln oder Festfrieren, keine Angstzustände, nur einige leichte Verzügerungen der Gehbewegung vor Richtungsentscheidungen. Die gesamte Strecke ging der Blogger an der Hand der Pflegeperson.

Eine solche Strecke von 1.600 Metern könnte der Blogger mit L-Dopa-Medikation und den unausweichlichen Schlenker- und anderen Sondrbewegungen aller vier Extremitäten nicht gehend zurücklegen.



10.01.2017

Das wöchentlich 1 x stattfindende Geh-Training (ohne l-Dopa-Medikation, in Begleitung einer Pflegeperson) hat sich auf einem akzeptablen Niveau als zielführend und notwendig herausgestellt und stabilisiert. Der Blogger wird hierüber nicht weiterhin Tagebuch führen, da die beobachteten Veränderungen ziemlich gering ausfallen. - Ein Stopp für das Training kommt nicht in Frage, da die beim Trainierenden entstehende Angst vor dieser wiederkehrenden Herausforderung massiv ist und nur durch Wiederholungen abgebaut werden kann. - Weiter geht's !

03.01.2017
Das Geh-Training während der L-Dopa-freien Tageszeit in Begleitung einer Pflegeperson verlief heute sehr gut vorbereitet auf das herrschende Regenwetter mit festen Stiefeln und Schirmmütze auf dem Kopf. Der "Parcour" bestand aus dem Rundgang um dem links vom Hauseingang gelegenen Häuserblock inkl. belebter Geschäftsstraße und kleinem Weihnachtsmarkt, der gerade abgebaut wurde. Die Schritte waren zügig, kein Schlurfen, kein Festfrieren am Boden, nur einige leichte Verzögerungen. Eine Stunde vor der Übung Darmentleerung, wodurch spannungsfreie Beinbewegungen in Gang kamen. Insgesamt ca. 700 Meter Strecke. Anfangs einige Meter allein, dann an der Hand der Pflegeperson.

20.12.2016
Das heutige Geh-Training außer Haus (ohne L-Dopa, in Begleitung einer Pflegeperson) verlief erfolgreich, aber mit kleinen Einschränkungen: Der Blogger war in übermütiger Grundstimmung ohne Kopfbedeckung und allzu wenig winterlich gekleidet auf Trainingstour wie schon am 13.12.2016 gestartet.
Zwischendurch gab es beim Gehen öfter kleine Verzögerungen, aber keine Freezings. Beim Durchschreiten des noch nicht komplett geöffneten Weihnachtsmarktes störten die läppischen Texte
einiger neuer Weihnachtslied-Interpretationen und führten zum kurzen Innehalten und Kopfschütteln. Ansonsten verlief der Rundgang um den Häuserblock ohne Hindernisse, stets an der Hand der Begleitperson. Keine Trippelschritte, kein Schlurfen der Fußsohlen, kein Straucheln.

13.12.2016
Einen großen Schritt vorwärts macht der Blogger beim heutigen Geh-Training (ohne L-Dopa, außer Haus, in Begleitung einer Pflegeperson): Der gesamte Häuserblock südlich der eigenen Wohnung wurde ruhigen Schrittes erstmalig umrundet; schwierige Strecken davon an der Hand der Pflegeperson. Einbezogen in diesen Rundgaang waren eine belebte Hauptgeschäftstraße und ein kleiner Weihnachtsmarkt von 11.30 - 12.00 Uhr. Es gab kein Freezing, wohl aber einige leichte Schrittverzögerungen vor ungewohnten, neuen Gestaltungen des Gehweges. Gesamte Geh--Strecke: 700 Meter.
50 mg Amantadin wurden zur Dämpfung der überschüssigen körpereigenen Glutamat-Erzeugung eingenommen (vgl. Schaubilder in diesem Post mit dem Abbild der Waage). - Vgl. hierzu die Posts vom 18.10.2009 (Thema Gefühle) und vom 17.05.2014 (Thema Freezing / Mix der Botenstoffe).

Am Vorabend absolvierte der Blogger innerhalb seiner Wohnung ein 15 Minuten umfassendes Geh-Training ohne L-Dopa-Medikation, die schon um 9 Uhr morgens gestoppt worden war. Wie? - Auf dem mit Läufern aus Natur-Sisal ausgestatteten "Geh-Trainings-Parcour" von insgesamt 12 Metern Länge quer durch seine Stadtwohnung - natürlich. Und unter den Fußsohlen spürt er die Knotenstruktur des Sisalmaterials durch seine Socken hindurch; Fußsohlen-Akupressur frei Haus.

11.12.2016
Nach dem erfolgreichen Geh-Training außer Haus am 08.12.2016 nutzte der Blogger seine stark verbesserte Beweglichkeit auch für ein zusätzliches Geh-Training im Haus ohne L-Dopa-Medikation.
Eine gerade Strecke von 15 Metern wurde ohne Unterbrechung in zügigen Geh-Schritten eine halbe Stunde lang immer wieder hin und zurück gegangen. Alle paar Minuten wurde außerdem das Schritt-Tempo auf eine Art Jogging-Tempo angehoben und nach 7-8 Metern jeweils wieder abgebremst auf Schritt-Tempo. Ergebnis: Während der 30 Minuten keinerlei Hemmung der Geh-Bewegungen von Beinen und Armen (Schwenken im Gegentakt). Auch die vielen unumgänglichen 180 Grad-Drehungen für den Richtungswechsel erfolgten zügig, schwungvoll und frei von Hemmungen. - 2 Stunden vor diesemTraining wurden 50 mg Amantadin von PK-Merz eingenommen, was dem Ausgleich, d. h. der Verringerung der Glutamat-Produktion dienen soll, welche der verminderten Dopamin-Verfügbarkeit anzupassen ist (vgl. Schaubilder mit der Waage zum Ausgleich von Dopamin und Glutamat.)


08.12.2016
Das erste wieder gänzlich gelungene, erfolgreiche Geh-Training außer Haus - ohne L-Dopa und in Begleitung einer Pflegeperson! Die neue Dosierung mit einer zweiten Portion von 50 mg Amantadin zwecks Reduzierung der Glutamat-Wirkung wurde um 8 Uhr eingenommen. Das Training begann um 10.30 Uhr und dauerte 20 Minuten für eine Strecke von 600 Metern. Störfaktoren gab es wenige. Eche Freezings: keine. Leichte Verzögerungen nur 2 x von wenigen  Sekunden, selbst vor den drei Schaufenstern, an denen der Blogger vorbei gehen muss, um ins Haus einzutreten. Perfekt. kein Schurfen, Trippeln oder Straucheln - und so ging es weiter in der eigenen Wohnung ohne fremde Hilfe.


02.12.2016
Heute lief zum Beginn einer 10 Kilometer kurzen Ausfahrt mit dem e-Tricycle unter strahlender Wintersonne zur Außenalster schon gar nichts mehr. Die Beine versagten um 10.30 Uhr ihren Dienst: kein Gehen und kein kraftvolles Radeln trotz normaler L-Dopa-Dosis. Fahrfähigkeit war jedoch geraade noch gegeben. Um 11 Uhr nahm der Blogger 50 mg AMANTADIN zusätzlich und konnte nach etwa 40 Minuten bis jetzt (20.45 Uhr) eine erträgliche Geh-Fähigkeit bewirken. Ab 15 Uhr auch ohne L-Dopa-Medikation - bis 13 Uhr mit 50 mg L-Dopa pro Stunde.
Fazit: Fällt die Wirkung von L-Dopa einmal aus, kann man es mit einer kleinen Dosis AMANTADIN (z. B. PK-Merz) versuchen. Erklärung: siehe obiges Schaubild mit der Waage zum Ausgleich gegenwirksamer Botenstoffe; Dopamin vs. Glutamat.

29.11.2016
Geh-Training - ohne L-Dopa und in Begleitung einer Pflegeperson - kommt an diesem sonnigen, aber frostigen Wintertag nicht zum Erfolg. Geht es noch munter und voller Elan die Treppen hinunter, so kommt der Geh-Bewegungsapparat nur 10 Meter vom Hauseingang entfernt draußen auf der belebten Straße zum Stillstand. Der Blogger schiebt das Malheur auf die Tatsache, dass er sich kurz zuvor in der amerikanischen Presse darüber informiert hat, dass der Boxer Muhammad Ali zu seinem einzigen leiblichen Kind, dem 43-jährigen Ali Jr., ein komplett gestörtes Verhältnis hatte. Diese Nachricht hatte den Blogger nachdenklich gemacht. - Aber weit gefehlt! - Beim abendlichen Tabletten-Check musste der Blogger feststellen, dass er - wie schon oft - die bereit liegende 50mg AMANTADIN-Medikation vergessen hatte. Kein Wunder also, dass es zum "internen Freezing" an diesem frostigen Vormittag kam. -
Am 01.12.2016 hat der Blogger die Konsequenz aus diesen Erfahrungen gezogen und in einem Test die tägliche Dosis von 50 mg AMANTADIN morgens um 4 Uhr um eine weitere Dosis von 50 mg erhöht. Die zweite Dosis wird in der Mittagszeit eingenommen - während der Zeit des Entzuges von L-Dopa. Auswirkungen auf die Beweglichkeit werden sorgsam dokumentiert.

22.11.2016
Geh-Training - ohne L-Dopa und in Begleitung einer Pflegeperson - erfolgte heute bei frühlingshaftem Wetter unter einem besonderen Vorzeichen. Der Blogger hatte das Ziel herauszufinden, ob durch eine Erhöhung der nächtlichen Medikation von Amantadin - 100 mg statt 50 mg pro Nacht wie bisher - eine Verbesserung der Geh-Leistung ereicht werden kann. Das Ergebnis: Zu Beginn des Trainings beim Hinunterlaufen der Treppe sowie beim Durchschreiten des Treppenhauses und beim Heraustreten auf die belebte Straße war eine 100 %ige Verbesserung aller Bewegungen gegeben.  Beim Gehen wurde die hilfreiche Hand der  Pflegeperson nicht in Anspruch genommen - zunächst. Nach etwa 50 Metern konnte der Blogger noch einen äußerst engen Durchgang zwischen Zaun und parkenden Autos problemlos durchschreiten! - Doch dann war das "Wunder" bald beendet. Die Schritte wurden kleiner und langsamer und kamen zwischendurch auch immer wieder zum Stillstand. Keinen Schritt vorwärts ohne die hilfreiche Hand bis zum Hauseingang. Dann weiter die Treppenstufen hinauf ins zweite Stockwerk: Dies Letztere war eine Übung, die wie gewohnt leichtfüßig überwunden wurde - ohne "Bleifüße" und ohne helfende Hand.

Fazit: Das Nervensystem fand keinen Modus, keinen der alten und keinen der neuen "Schaltkreise", der dauerhaft zu der veränderten Amantadin-Dosis gepasst hätte. Rätselraten für Gehirn und den gesamten Bewegungsapparat. - Die geplanten 700 Meter Gehstrecke wurden zwar etwas mühsam, aber nicht freudlos absolviert. Das Phänomen Angst trat dabei nicht in Erscheinung. Vgl. EXKURS
im Post vom 15.11.2016
Also Achtung bei Neudosierung von Medikamenten, die Einfluss nehmen auf die Botenstoffe und ihre Wirkweise. - Wer hätte an den Botenstoff GLUTAMAT bei diesem Experiment gedacht?


15.11.2016
Heute gibt es Nieselregen bei ca. 5 Grad Celsius. Die Stimmung des Bloggers war in den letzten Tagen nicht sehr positiv; eher hektisch und ohne Ruhe. Dies schlägt sich gewöhnlich in schweren Störungen der Gehbewegungen nieder. - Doch insgesamt hat das Duo "Blogger mit Pflegeperson" die als Ziel gesteckten 600 Meter der Gehstrecke im Status ohne L-Dopa-Medikation ohne große Komplikationen absolviert. Insgesamt vier Freezing-Zustände machten den Ausflug aber nicht gerade zur Jubelfeier. Er dauerte von 12.10 - 12.40 Uhr. - Nachträglich stellte der Blogger bei seinem Medikations-Check fest, dass er die Einnahme von 50 mg Amantadin (siehe EXKURS) während der Vornacht schlicht vergessen hatte. - Vielleicht sind hierdurch die erlebten vier Freezings zu erklären.
mit nur einer PflegerIn geht's auch - L-Dopa-freies Geh-Training bei Parkinson


Lernerfahrung:
Nicht entmutigen lassen durch Rückschläge der Stimmungslage und der Bewegungsfähigkeit. Niemals verzichten auf dieses Training der Rückgewinnung von Mobilität. Auf keinen Fall vor dem Geh-Training andere Vorübungen, wie z. B. Qi Gong, durchziehen.
Stattdessen anstrengende Qi Gong-Übungen auf die Zeit ohne Medikation verlegen. Qi Gong-Übungen mit L-Dopa im Blut machen ohnehin wenig Sinn  wegen der dazugehörigen inneren Konzentration auf das Qi, die Lebensenergie, die durch Psychopharmaka wie L-Dopa nicht angemessen interpretiert werden kann.

EXKURS: Welche Rolle spielt die Medikation von AMANTADIN bei den gestörten Bewegungsabläufen des Parkinson-Patienten? Antwort: Das Amantadin hält die anrgende Wirkung des Neurotransmitters GLUTAMAT in Schach, damit bei fehlendem Dopamin nicht überschüssiges GLUTAMAT zur Wirkung kommt.
Quelle: Merz-Website, Parkinson-Medikation


08.11.2016
Ein Geh-Training ohne L-Dopa-Medikation wie heute kann der Blogger an einem tiefwinterlichen Herbsttag mit heftigen Schneeschauern und Temperaturen von + - 0 Grad C gar nicht empfehlen. Der scharfe Ostwind und das Wirbeln der weißen Flocken durch das Blickfeld wirkten derart störend auf das Nervensystem, dass ein rhythmisches Gehen oder Marschieren nicht zustande kam. Freezing im wahren Sinne des Wortes nach je 3 bis 4 zaghaften Schritten. In etwa 20 Minuten legten wir - Blogger mit Pflegeperson - gerade mal 100 Meter zurück. - Auf ein nächstes und besseres Mal !

ACHTUNG. nachfolgend geänderte Reihenfolge nach Datum voranschreitend !

25.10.2016
Heute war wieder Geh-Trainingstag außer Haus und ohne Medikamente in Begleitung einer Pflegeperson. Das Ergebnis war sehr zufriedenstellend. In einer Art von  Marschier-Stimmung absolvierte der Blogger ca. 700 Meter in etwa 20 Minuten inkl. leichtfüßiges Treppensteigen vom und zum 2. Stockwerk, schwierig zu durchschreitender Treppenhaus-Gang bis zur Eingangstür usw.  Kein "freezing", keine Blockaden, kein Taumeln, Trippeln oder Schlurfen in festen Winterstiefeln, nur kurze Verzögerungen des Marschier-Schrittes vor dem Überqueren von Fahrbahnen für Autos, keine Phobien. Das Marschieren erfolgte großenteils an der Hand der Pflegeperson. Eine Wohltat!

29.10.2016
Heute waren die Bedingungen gut für ein "Langzeit"-Geh-Training - medikamentenfrei, und zwar ohne Begleitung einer Pflegeperson in einem Haus mit einem Mittelgang von 17 Metern Länge und in unbeobachteter Trainingssituation. Dem Blogger gelang es, eine Stunde lang diesen Mittelgang im zügigen Tempo hin und wieder zurück abzuschreiten, ohne von Gch-Hemmungen oder gar von freezing dabei unterbrochen zu werden. Die insgesamt dabei zurückgelegte Strecke umfasste etwa 4 Kilometer: kein Schlurfen, gutes Mitschwingen der Arme, gute Laune, keine Sonderbewegungen des linken Beins, keine Erschöpfung durch Überanstrengung.

01.11.2016
Das heutige Geh-Training ohne L-Dopa in Begleitung einer Pflegeperson führte durch das recht belebte Gebiet des Stadtteils Eimsbüttel. Das Vorankommen erfolgte in ruhigen großen Schritten, die vor Fahrbahn-Überquerungen wie automatisch abgebremst wurden. Auch vor umher laufenden Hunden wurde so abgebremst. Rund 750 Meter Strecke wurden wie am 25.10. gegangen in etwa 25 Minuten. -
Zwei Tage darauf, am 03.11.2016, legte der Blogger mit seinem e-Tricycle eine 22 km lange Strecke im Stadtgebiet zurück - ohne Geh-Störungen beim Verlassen des Elektro-Dreirades mit zusätzlichem Pedalantrieb.


Dieses Tagebuch des Geh-Trainings - ohne L-Dopa, in Begleitung einer Pflegepersson - beginnt am 27.09.2016 im letzten Teil des Post "Gehen lernen..." vom 02.08.2016