Mittwoch, 18. Oktober 2017

Kognitive Umstrukturierung für Parkinson-Patienten: Erfahrungen, Erkenntnisse

Die Vielzahl und Vielschichtigkeit der Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse beim Fortschreiten de Kognitiven Umstrukturierung lässt es als ratsam erscheinen, hier einen kurzen Überblick zu geben:

1. Visualisierung als wesentlicher Bestandteil des meditativen Vorgangs der Kognitiven  Umstrukturierung

Der Blogger wird tagtäglich beim Kognitiven Training ( gemäß Anleitung von Dr. Janice Walton-Hadlock, U.S.A.) mit der Visualisierung und ihren Ansprüchen an die visuelle Kreativität der Adepten konfrontiert. - Denn jede neue Kognitive Veränderung sollte sich auch in veränderten Szenen der Visualisierung widerspiegeln. Ansonsten verliert sich der Adept im Vagen, im Nebulösen.

Sinnvoll erscheint es zu sein, stets von einer realen Szenerie auszugehen, die sich womöglich während eines der vorangegangenen Trainings zugetragen hat. Dieser neue "Film-Abschnitt" muss dann in das von jedem Adepten individuell geschaffene Muster eingepasstt werden. - Viel Erfolg dabei!

2. Gedanken-Blitze nicht entschlüpfen lassen!

Immer wieder ertappt sich der Blogger dabei, dass er gedanklich verkennt, dass es bei seinem Geh-Training gar nicht darum geht, tatsächliche äußere Gefahrenpunkte zu erkennen und zu überwinden. Es geht ja vielmehr um die innen, in den Gedanken, Ahnungen und Gefühlen schlummernden, ja lauernden "Gefahren". Offenbar hat die Kognitive Umstrukturierung es bisher noch nicht komplett geschafft, dass der Blogger einsieht, dass "draußen" Frieden herrscht.

Es bleibt also noch das Kunststück zu bewerkstelligen, dass dem Blogger bei jedem Geh-Trainingsschritt gewahr ist und bleibt, dass sich aus dem Inneren seiner Seelenwelt einer der "Fünf Räuber von Energie" (vgl. Zitat Liu I-ming) einschleichen kann. - Besonders gern kommt die innere Räuberbande beim genussvollen Geh-Training aus dunklen Winkeln gekrochen - und macht Knall auf Fall! - den Geh-Erfolg durch FREEZING ein unerwartetes Ende.

Anmerkung: auch das heutige Geh-Training ( 18.10.2017 ) verlief über 2 Kilometer ( L-Dopa-frei und ohne "Hand der Pflegeperson )  erfolgreich in etwa 30 Minuten Dauer.

Aufmerksam + achtsam sein nach innen, nicht nach außen. Denn "draußen" herrscht ja nun Frieden.
in: Liu I-ming: Zum Tao erwachen, S. 74


3. Wie wirken die "Fünf Räuber" auf die Energie-Verfassung des Menschen?
 - Freude
-  Zorn
- Trauer
- Glück
- Begierde


vgl. nebenstehendes Zitat: Liu I-ming, a.a.O., s. 74
mit Akupunktur unterstützen ?

...wird fortgesetzt, sobald ein kognitiver Fortschritt dies möglich macht...

4. Geh-Training nie zur Routine entarten lassen

Beim Geh-Training des Bloggers zeigt sich ohne Wenn und Aber jeder kognitive Fortschritt; aber auch jeder Rückschritt - objektiv und unverfälscht.

Es hat sich herausgestellt, dass bei jeder Art von Wegekreuzung bzw.  Richtungsentscheidung das laufende "motorische System" (ohne jedes Anzeichen von Parkinsonismus) gefragt werden will.  Der Blogger sollte und musste nach innen horchen, ob er einen Hinweis von dort erhält, in welche Richtung hier und jetzt abgebogen bzw. weitergegangen werden soll. -

Heute kam das Kommando: "Weiter geradeaus - und dann wirst du schon erkennen, wie's weitergeht!"

Und der Blogger ging bis zur östlich gelegenen Ecke des Parks am Weiher, wo das Cafe bereits Cafe servierte - nicht uns, natürlich, sondern den dort Ruhe suchenden Jungmüttern mit ihren Babies.

Gespannt bleiben auf "reale Erlebnisse" heisst das Ziel der kognitiven Umstrukturierung. -

Reale Erlebnisse spiegeln sich dann wieder in neuen Visualisierungen. Die Realität des "Anderen" kommt so ins kognitive "Trockentraining" zu Hause.

5. Wandlung durch Umkehr zum Ursprung

wird fortgesetzt

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Freies Gehen im Wohnviertel ohne Handhalten durch Begleiter

Schaltkreis Nr. 2 A

Nun ist ein weiterer Meilenstein erreicht mit neuen Maßstäben für zukünftige Geh-Trainings

- ohne L-Dopa-Medikation (d.h. vier Stunden nach der Einnahme der letzten 25 mg L-Dopa am frühen Morgen)

- ohne durchgängiges Handhalten mit der Begleitperson (die allerdings stets hochwachsam in unmittelbarer Nähe bleibt, um gegebenenfalls mit dem Reichen ihrer Hand "Erlösung" aus der Bewegungslosigkeit = "Freezing"  zu gewährleisten.) mit frei schwingenden Armen, möglichst ohne Kopfbedeckung und ohne Körperkontakt, ohne verbale Kommunikation - außer ein paar Worten zur Klärung. Höchst achtsam sein - ohne selbst-bezogenen Gedanken oder Urteilen zu folgen. Wie das geht? - Liu I-ming beschreibt es in seinem "Zum Tao erwachen", in Deutsch, O.W. Barth Verlag 1990, S. 156, im Kapitel RICHTIGES HANDELN, vgl. Text am Ende dieses heutigen Posts.

- ohne vorher geplantes Ziel
noch in der Vorphase: an der Hand

- in freudiger Erwartung aller möglichen Begegnungen und Situationen, die Gelegenheit bieten, um klar zu zeigen, dass das gehende Duo in alltäglich-friedvoller Absicht gut gelaunt daher kommt und sich nicht als bevorrechtigter Krankentransport versteht. Zu diesem Zweck wird darauf geachtet, dass der Blick des frei gehenden Bloggers nicht am Boden haftet, sondern nach vorn, an den Entgegenkommenden vorbei gerichtet ist.

Heute, am Mittwoch, dem 11.10.2017, gelang das oben geschilderte Kunststück dem Blogger mit der bestens vertrauten Pflegeperson. In 30 Minuten wurden 2 Kilometer Geh-Strecke ohne bedeutende Unterbrechungen bewältigt. Das neue Gehgefühl beginnt schon im Treppenhaus mit einem forsch ausladendem, etwas watscheligem Gangbild. Nicht schön, aber sicher. - Draußen entsteht ein Gangbild ohne jede Spastiken oder Sonderbewegungen, die - mit L-Dopa-Medikation - so fürchterliche, unausweichliche  Sturzfolgen haben. - Hallelujah ! - Die beiden im voran gehenden Post skizzierten Träume haben offenbar zur Lösung von Gehbewegungs-Blockaden beigetragen.
 
Die Geh-Trainings-Protokollierung wird fortgesetzt.
Gehen losgelöst von Mutters Hand - ein Fortschritt allemal

Auch der lang ersehnte Spaziergang durch den Park am Weiher (vgl. voran gehenden Post) war Teil der heutigen Tour, vorbei an Kaffee trinkenden Müttern mit Säuglingen und manch Pärchen von Graugänsen, die am Rande des Weihers friedlich schnabulierten.

- vor diesem Hintergrund: Blogger ist jetzt im 22. Jahr nach der Diagnose Morbus Parkinson vom idiopathischen Typ. Nach ca. 8 Jahren ohne L-Dopa begann er 2004 mit der üblichen L-Dopa-Medikation zuzüglich der üblichen hochpreisigen Verstärker-Medikamente.

Dieses Medikationsbündel ( vgl. Tabelle ) führte nach 7 Jahren bei Steigerung auf 600 mg zu heftigen psychischen Problemen, die mit tiefenpsychologischer Therapie eingegrenzt werden konnten (Verfolgungswahn).

Ab 2007 Versuch des Ausstiegs aus der verhängnisvolllen L-Dopa-Medikation. Dieser Ausstieg gelang nur partiell: Reduktion auf  heute 300 mg L-Dopa nachts in 25 mg Dosierungen ; tagsüber L-Dopa-Ferien , L-Dopa-freie Zeit von 08 bis 21 Uhr. Eigene Diagnose:
Parkinsonismus, ausgelöst durch emotionale Überlastung in Folge einer emotionlen Traumatisierung im Alter von 2-5 Jahren. vgl. hierzu Mark Peter Hurnis Dissertation an der Universität Granada, Spanien.

Gegenwärtig dokumentiert der Blogger hier die von Janice Walton-Hadlock, Santa Cruz, Ca., U.S.A., getestete und für wirksam erklärte Kognitive Verhaltenstherapie, speziell für diese Variante des Morbus Parkinson. - Allerdings rät Janice allen Patienten ab von dieser Therapie, die nur für Patienten empfohlen wird, die ohne bzw. nur versuchsweise vorübergehend unter L-Dopa-Medikation stehen bzw.  gestanden haben! - Grund? - L-Dopa macht abhängig und resistent.

Zur These vom emotionalen frühkindlichem Trauma als begründende Parkinson-Kondition  lesen sie bittte folgende Posts in diesem Blog:
10.08.2017
06.08.2015
24.03.2015
16.02.2015
21.11.2011
17.05.2014
in Liu I-ming "Zum Tao erwachen", S. 156

und insbesondere:
08.09.2015   "Freezing"
06.04.2012    Autobiographisches über Energie-Blockaden und Akupunktur
24.05.2016    Psychische und motorische Störungen, aus der Praxis zusammengestellt



Mittwoch, 4. Oktober 2017

Kognitiver Wandel beim "Gehen außer Haus", Schaltkreis Nr. 2

Einen Riesenschritt voran auf seinem Weg heraus aus der strukturellen Dissoziation machte der Blogger am 4.10.2017: ohne Wahrnehmungsverzerrungen durch L-Dopa-Medikation und in Begleitung einer geübten Pflegekraft entschloss sich ein bestimmter  Persönlichkeitsanteil ohne Vorwarnung, den gewohnten Rundgang um einen Besuch im Park am Weiher im Stadtteil Eimsbüttel zu erweitern. - Dieses attraktive Ziel hatte der Blogger schon im Frühjahr des Jahres mehrmals bewusst angestrebt. Er war mit dieser Absicht jedoch vier- bis fünfmal gescheitert, und er hatte den Park am Weiher als Ziel des Geh-Trainings außer Haus völlig aufgegeben. So weit reichte die Kraft der Willenssteuerung offenbar nicht. -
Welcher Persönlichkeitsanteil hatte sich nun unter besseren Konditionen zur Erreichung dieses Zieles zurück gemeldet und wollte seinen Willen endlich durchsetzen?

(Als Hintergrund der damaligen Abbremsung der bewussten Willenssteuerung muss die Motivation überprüft werden, die den "Spaziergang im Frühling" erzwingen wollte. Hier kommt wieder Eitelkeit und Hedonismus ins Spiel, oberflächliche Emotionen allemal, an deren Realisierung eine restlich noch wirksame Herz-Herrschaft keineswegs Interesse hatte. Redlichkeit statt Stolz; Wahrheit statt Illusion. - Liu I-Ming hätte seine Freude daran.) Vgl. hierzu auch "Kognitiver Wandel Nr.3" im Post vom 28.09.2017-

Nach dem Erreichen einer Kreuzung von zwei jeweils vierspurigen Straßen geschah es: Die Beine wollten eine Drehung seines Körpers um 180 Grad "Marsch, Marsch zurück!!" nicht ausführen. Nach kurzer "Bedenkzeit" entschied sich das Nervensystem entgegen dem Plan des Blogger-Egos für eine 90 Grad Linksdrehung in Richtung des ca. 400 Meter entfernten Parkes am Weiher. - Von dort aus erwartete den Blogger inklusive der Pflegekraft ein komplizierter Pfad durch ein äußerst dicht besiedeltes Wohngebiet mit Schulhof- und Kita-Pausen-Lärm, quer parkenden Auros und Fahrrädern. Vom Park bis zurück zur Haustür waren es 1 Kilometer Entfernung. Erschwerend für das Vorhaben des Parkbesuches  war und ist diese Tatsache: exakt in dem Straßengewirr zwischen dem Park und dem Wohnhausgebäude des Bloggers kam es vor einem Jahr bereits dreimal zu längeren Freezing-Attacken, die das Duo Pflegekraft und Blogger bis zu zehn Minuten an einen qm Bodenfläche gefesselt hielten. - Aber dies ist nun Vergangenheit.

Der Rundgang von insgesamt 2 Kilometern Distanz dauerte 50 Minuten.

(Am voran gegangenen Wochenende hatte der Blogger noch insgesamt 2 1/4 Stunden Geh-Übungen ohne L-Dopa-Medikation nach den Schaltkreisen Nr. 1 und Nr. 3 absolviert. Beide Schaltkreise funktionieren unter den Konditionen:
a) Nicht-Begegnen unbekannter Personen,
b) kein Einblick von außen bzw. von fremden Personen auf die immer wieder durch ein Hin und Her wiederholte Geh-Strecke)
c) kein störender Maschinenlärm von Baumsägen, Mäh-Traktoren oder von Flugzeugen
d) kein anhaltendes Hundekläffen in der Nachbarschaft)

Ein erneutes Testen der Schaltkreise Nr. 1 und Nr 3 am 8. und 9.10.2017 ergab, dass der Blogger nie sicher sein kann, ob eine Geh-Übung erfolgreich ist. Bei mehrfachen Versuchen konnte der Blogger nur 1 1/4 Stunde Geh-Zeit ohne L-Dopa erreichen. Schlechter Schlaf in den jeweils voran gehenden Nächten und das ein und aus Gehen diverser guter Bekannter im Haus störten die äußere Ruhe, die für längere Geh-Zeiten nötig ist.

EXKURS: zwei überraschende Traumthemen vom 7. - 8.10.2017

1. Nacht: Politiker einmal anders
Einer der bundesdeutschen Minister der Jetztzeit bemühte sich mit a. o. Charme und hoher Intensität um die Beratung durch den Blogger für seine politische Ansprache von vernachlässigten Wählergruppen in der Schicht der "kleinen Leute". - Dies vor dem Hintergrund, dass dieser Bundesminister und seine alllseits bekannte Politik im totalen Gegensatz zur politischen Orientierung des Bloggers stand und steht. Kurzum:  Im Traume wurde aus eimem Gegner ein überaus devoter und dabei sehr sensibler Bittsteller bzw. möglicher Beratungskunde:
Kognitiver Wandel: statt Streiten Reden und Verhandeln.

2. Nacht:  Mitschnacker-Alarm

Erinnerung an die 40er Jahre im Stadtteil Eimsbüttel, wo wir Straßenkinder damals den Gassenhauer johlten "Warte, warte nur ein Weilchen, dann kommt Haarmann..." (F. Haarmann, "Mitschnacker" , Serien- und Sexualmörder, Todesstrafe im Jahre 1925 vollzogen.) Dieser schauerliche Song ging über ca. 6 nächtliche Stunden nicht aus den Sinnen (inkl. Geruchssinn) des Bloggers. - Da kam der Ort der Traumatisierung zu seinem Recht und drang ins Bewusstsein; 70 Jahre später, aber 200 Meter nah!!
Park am Weiher mit Wolfgang Borcherts Schischyphusch

Kognitiver Wandel, manifestiert durch neue Trauminhalte:
Ekel nicht verdrängen, sondern nach dessen Ursachen forschen. Z.B. die Frage klären: "Ist Ekel ein negativer Reiz im Sinne der Fünf Emotionen der taoistischen Philosophie Daoist Nei Gong ?"

Zwischendurch, beim geruhsamen Schreiten auf dem Kiesweg entlang des Weihers, bremste das Nervensystem ohne Willenssteuerung erneut das Geh-Trainings-Duo ab; es wollte, dass etwas gesagt wurde, und zwar zum Stichwort Schischyphusch.
 ( Vgl. "Schischyphusch - oder Der Kellner meines Onkels" von Wolfgang Borchert, illustriert von Birgit Schössow.)
 Der Blogger murmelte "Wir haben einen weiteren Schischyphusch, ich erklär später.." Erst dann gab das Nervensystem die Kontrolle der Geh-Bewegungen wieder an den Willen des Bloggers ab.

Wolgang Borcherts bekanntes Kurz-Drama "Draußen vor der Tür" entstand übrigens im Winter 1946/47 ; Borchert schrieb es in etwa 8 Tagen herunter. Es geht um die verheerenden Folgen des Krieges für die Menscheit und für den einzelnen Menschen
Wolfgang Borchert wurde übrigens in der Tarpenbekstraße des benachbarten Stadtteils Eppendorf geboren. Nicht mehr als drei Kilometer vom Park entfernt. Borchert verstarb 1947 mit 25 Jahren an Organversagen als Kriegsfolge. 1947 erlebte einen Kilometer vom Park entfernt der Blogger als Vierjähriger in der Schopstraße die Ereignisse seiner Traumatisierung.

Heute ist Borchert hier sehr präsent. Der Blogger wählte die Erstauflage des illustrierten Buches von 2016 (bei Hoffmann und Campe) zu seinem bevorzugten Geschenk der kommenden Saison. - Nach der Lektüre am Abend des 3. Oktober 2017, des Tages der deutschen Einheit, ist es ein gutes, ein pazifistisches, ein antiautoritäres Zeichen dieser Zeit. - Offenbar hatte sich der aus dem Hintergrund wirkende Persönlichkeitsanteil des Bloggers schon diesen Post im Blog "reserviert", um auf die Schischyphusche unserer Jetztzeit aufmerksan zu machen! Auf die Gehandicapten aller Zeiten - kein büschen peinlich! ...und auf die Erkenntnis der Folgen politischer Gewalt-Taten und solcher,  die  "unten" gestartet und dann "von oben" toleriert werden. Wehret den Anfängen.

Es folgt eine Analyse der hier geschilderten, unerwarteten Willenssteuerungen in de Terminologie der KVT Kognitiven Verhaltenstherapie, angewandt auf Fälle von struktureller Dissoziation.

Hier können sich interessierte Nutzer zur Frage der Parkinson-Therapie bei struktureller Dissoziation schon einmal mit der Begriffswelt der aktuellen Trauma-Forschung vertraut machem.
Michaela Huber
wird fortgesetzt !  

Donnerstag, 28. September 2017

Erste Erfolge: kognitiv begründeter Wandel der bewussten Wahrnehmung

Im Rahmen der zuletzt durchgeführten Übungen zur kognitiven Umstrukturierung (vgl. Post vom 10.08.2017) gefiel dem Blogger nicht mehr die in diesem  Post beschriebene Visualisierung Nr. 1 von "fülle mein Gehirn mit Frieden und mit Harmonie". Besonders der allegorisch zu verstehende Friedensvertrag bzw. der Waffenstillstand passte nicht mehr zur bewussten Wahrnehmung, wie der Blogger diese ja im Rahmen seiner standardisierten Geh-Übungen des 1., 2. und 3. Schaltkreises intersubjektiv nachvollziehbar erlebt. - Wo ist Krieg? - hier und heute jedenfalls nicht!

Was ist neu? -

Neuartig ist seit dem 21.09.2017 des Bloggers Wahrnehmung seiner unmittelbaren Wohnumgebung (andere Personen und  Dinge) als friedlich und daher als "gefahrlos"  Bei der Geh-Übung außer Haus ohne L-Dopa-Medikation an der Hand einer Pflegeperson wurde es nun schon zweimal ganz deutlich:
Großbaustelle vor dem Wohnhaus "verhindert" Geh-Training?

Der immense Baulärm auf der vor dem Wohnhaus liegenden Großbaustelle inklusive ca. 20 Bauarbeiter mit etlichen lautstark arbeitenden Maschinen wurde  nicht  mehr als Bedrohung wahrgenommen. Über viele Wochen hatte der Blogger sich schmollend über den draußen herrschenden "Bau-Krieg" mit seinen Bau-Soldaten zurück gezogen und seine Übung auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben - sehr zu seinem eigenen Nachteil.  So schreibt doch Liu I-Ming: "Wenn die bewusste Wahrnehmung nicht von der Wahnehmung der Wirklichkeit behütet und geschützt wird, dann wird der wertende und urteilende Verstand unser Bewusstsein dazu missbrauchen, Trugbilder zu erzeugen..." (in: Achtsam das Feuer hüten, Awakening to the Tao, Seite 69 f) - vgl. Post vom 01.08.2017.

- Ja, in Wahrheit herrschte Frieden auf der Baustelle - also kein Grund sich bedroht zu fühlen.
2-minütiger Baulärm-Stopp wird ausgehandelt zum Start

Der kognitive Wandel lag darin, dass Blogger und Pflegeperson sich zu Beginn der Gehübung angesichts des Baulärms intuitiv verständigten: Der Blogger bleibt wie angewurzelt stehen, er kann nicht gehen, während die Pflegeperson zur Gruppe von Bauarbeitern hinüber geht und auf charmante Weise einen 2-minütigen Maschinenlärm-Stopp wegen eines Krankentransports aushandelt. - Unter verbreitetem Lächeln funktioniert nun auch das nicht mehr auf Krieg geschaltete Nervensystem des Bloggers, und die ersehnte Geh-Übung  an der Hand der sieggewohnten Pflegeperson auf der belebtten Geschäftsstraße läuft ab wie am Schnürchen. -
Vgl. auch Post vom 02.08.2016 bezüglich Antrag auf Pflegeleistung inklusive Begleitung beim Gehen außerhalb der Wohnung. -



Kognitiver Wandel Nr. 2 kommt noch hinzu:

Nachdem die Pflegeperson den 2-Minuten- Baulärm-Stopp ausgehandelt hatte, kam sie zurück zum Blogger und berichtete über die besonders entgegen kommende Reaktion des Team-Leiters der Steinmetzen. Er habe gestottert und ein gewinnendes Lächeln gezeigt dort in der Mittagszeit  im weißen Unterhemd und mit kahl geschorenem Schädel: jung und kräftig, keinerlei Macho-Allüren. - Das saß tief: Der Blogger machte sich zum ersten mal in 6 Monaten Gedanken über die Arbeit eines Steinmetzen, den er seit Beginn der Bauarbeiten wegen seines erkennbar entspannten Umgangs mit seinen Arbeiter-Kollegen schätzte. -- Manche Tage führte dieser Mann 6 Stunden lang die "stotternde", wenige Zentimeter knatternd auf und nieder hüpfende Steinplatten-Walze - und das mit seinem Stotter-Handicap: Schischyphusch (Wolfgang Borchert), fürwahr! Das Knattern wird dann noch vom hochtonig jaulenden Gesang seiner Steinsäge unterbrochen.
Anmerkung:
(Übrigens gerät der Blogger nach 21 Parkinson-Jahren selbst ins Stottern, wenn er "angeherrscht" wird.)

Einfühlung statt Absonderung und vermeintliche Feinderkennung - der Blogger erkannte sich selbst kaum wieder, heute Vormittag...

wie sagte es Liu I-Ming im Jahr 1816?
"...während die bewusste Wahrnehmung dazu verwendet wird, um der Wahrnehmung der Wirklichkeit zu folgen, dann kann sich der wertende und urteilende Verstand nicht stark machen, dann kann die Energie des Bewusstseines nicht davon fliegen.", a.a.o., S. 69f


Nichtsahnend hat der Blogger selbst zu einer Befriedung seiner Umgebung beigetragen. - Wer wird nun als nächster Friedensstifter vor Ort ausgeguckt?

Das Leben ist schön, wenn Frieden herrscht, nicht wahr?

Kognitiver Wandel Nr. 3  Selbstwahrnehmung kontrolliert - fliegt nicht mehr davon

Der Wandel liegt in der notwendig werdenden veränderten Selbst-Interpretation (Kognition) diesee Geh-Übung an der Hand der Pflegerin - Blogger ohne L-Dopa und ohne von Laien erkennbare Parkinson-Symptome.

Vorher:
Der wertende und urteilende Verstand des Bloggers (Ego) sieht sich als Anführer des Duos, das durch die attraktive Pflegeperson Licht auf sein schattig gewordenes Dasein wirft. Er ist stolz darauf sich so zeigen zu können.

Nachher:
Das ursprüngliche Selbst des Bloggers erkennt die Pflegeperson als Anführer des Duos, da nur durch ihre Interventionen freies Gehen des Alt-Patienten ermöglicht wird. - Jener ist dankbar dafür - statt wie vorher stolz auf sie und ihre Wirkung zu seinen Gunsten zu sein.

Fazit:
Nur im mentalen Modus "Nachher" ist ein Erfolg des Geh-Trainings außer Haus ohne L-Dopa ziemlich sicher. Anderenfalls gibt's Freezings an jeder Ecke. Da nützt auch kein verschämtes Lächeln!

Mittwoch, 20. September 2017

Hilfen für Visualisierung Nr. 2 bei kognitiver Umstrukturierung durch Daoisten

Seit über 6 Monaten geht der Blogger den Weg der kognitiven Umstrukturierung. Es geht darum, die Spuren des erlebten Traumas durch unbeschadete Werte und Inhalte zu ersetzen. (vgl. Post vom 10.02.2017 in diesem Blog.) Die hierfür erforderlichen Visualisierungen erweisen sich als sehr komplex. Und erste Reaktionen psychischer Natur zeigen sich bereits an der Oberfläche der Wahrnehmungen.

In seiner Not wegen mangelnder Qualität der Visualisierung Nr. 2 (vgl. Posting vom 10.08.2017) griff der Blogger nach Ratschlägen  aus einschlägiger Literatur.
auch hier geht es um kognitiven Wandel
  Als äußerst hilfreich erwies sich das Werk von Damo Mitchell: DAOIST NEI GONG - The Philosophical Art of Change, London and Philadelphia 2011. Mitchell lässt seine Leser nicht "mittendrin hängen", sondern führt ihn schrittweise hin bis zum bitter-süßen Ende: Es geht den Taosten um den Wandel, den der Adept in sich selbst bewirkt. Diesen Wandel bewirkt der Adept, indem er den Weg zur Tugend findet und beschreitet  - worauf ja auch der Titel der Grundlagen-Werkes des Daoismus, Dao De Jing ("De" bedeutet Tugend) bereits aufmerksam macht.

Auf diesem Weg der Wandlung seines Selbst, begegnet der Adept u.a. seinen Emotionen. Hier beginnt schon die Crux. Der Adept mit Morbus Parkinson ist in sein Desaster hinein geraten, weil sein Nervensystem das Verdrängen, ja Abschalten von Emotionen als zielführend angesehen hat. - Nun gilt es, diese erst einmal zurückzugewinnen, bevor wir sie beherrschen und dann transformieren können zu einer der fünf Tugenden:

1. Zufriedenheit
2. bedingungslose Liebe, Einfühlung
3. Mut, Überzeugung
4. Klarheit
5. Geduld

Bei der Visualisierung Nr. 2 muss der Adept nun erst einmal die Schleusen öffnen, d.h. alle fünf Emotionen einer Sturnflut ähnlich hereinlassen und dies aushalten, bevor er sie dann  sublimieren und transformiren kann.
Aber,selbst wenn er die fünf TUGENDEN, die am Ende des Weges stehen, nicht volll erreicht, muss er sich an "Sturmfluten" der Gefühlsregungen unterschiedlichster Art gewöhnen - und dies ist komplett neu für ihn, den Adepten, der im Grunde nur "geistigen Frieden und Harmonie" sucht.

Liu I-Ming gab uns vor 200 Jahren den Rat: Wenn du dich verbessern willst, brauchst du dazu ein leuchtendes (Vor-)Bild, den "wirklichen" Körper und Geist - so wie der Mond das Sonnenlicht braucht, um selbst leuchten zu können:


Der Adept kommt nicht hieran vorbei: an der nachfolgenden tabellarischen Übersicht und deren Visualisierung - nicht grafischer, sondern qualitativer Natur.

Daoistisches Nei Gong – Die philosophische Kunst des Wandels

Alltägliche Gefühlsregungen und ihre Wege der
Transformation (Wu Xing)  zu den 5 Tugenden

Element
energetische Bewegung
Emotion / Gefühlsregung
..kann trans-
formiert werden über..
..zu den 5 Tugenden
    Five Te
Feuer
(Herzenergie)
Ausdehnung
Erregung, Reizung
Freude, Manie, Hass
Zufriedenheit
Höflichkeit
Erde
(verbunden mit unserem Yi)
Aufteilung
Sorge
verwirrte Gedanken

Wahrhaftigkeit

Metall
(seelisches Ungleich-gewicht von Hun + Po)
Zusammenziehung
Traurigkeit
Trauer, Nieder-geschlagenheit,
Depression
Mut,
Überzeugung
Gerechtigkeit
Wasser
(Jing und
Zhi = Willenskraft)
Versinken
Ängstlichkeit
Todesangst, Verfolgungswahn,
Phobie
Klarheit,
Intelligenz
Holz (verbun-
den mit Hun = ätherische Seele)
Herausschießen


Ärger, Groll
Wut, Zorn

(bestimmt das
Einfühlung, 
Mitgefühl

(Quelle: Damo Mitchell: DAOIST NEI GONG – The Philosophical Art of Change, London and Philadelphia 2011, p. 92, 196 – 201 – Übersetzung der Begriffe ins Deutsche und zusammenfassende Übersicht in dieser Tabelle durch den Blogger am 20.09.2017 in Hamburg)


"Gemäß daoistischer Denkweise sind deine Emotionen nicht mehr als energetische Bewegungen, die innerhalb deines Körpers stattfinden. Diese energetischen Bewegungen sind von vorübergehender Natur und lassen auf diese Weise deinen Verstand und deine Aufmerksamkeit von einem Extrem zum anderen hin und her schwingen. Durch unsere Übungspraxis versuchen wir überschüssige emotionale Energien abzubauen, wodurch wir einen ausgeglicheneren psychologischen Status gewinnen." (p. 91)

Die Übungspraxis des Nei Gong besteht aus drei Stufen:
-  Visualisierung
-  inhaltliche gedankliche Betrachtung  (ist oft entbehrlich, wenn Intuition wirksam wird)
-  Wandel, Veränderung

"Die fünf energetischen Bewegungen (Spalte 2 der obigen Tabelle) manifestieren sich permanent im Körper in zyklischer Form, d.h. als Kreislauf. Wenn die Emotionen (Spalte 3)  ausgewogen sind, dann setzt sich dieser Zyklus in positiver Weise fort und ist bekannt als 'Konstruktions/Aufbau-Kreislauf'. Wenn eine dieser Emotionen dann aus dem Gleichgewicht kommt, ist die Beziehung zwischen den fünf Elementen berührt (Spalte 1) und kann damit zu einem Ungleichgewicht führen...
Mach nicht den  Fehler, solche emotionalen Ungleichgewichte als  Kennzeichen deines Ich, deines Seins zu interpretieren... Lass es schlicht geschehen und erstrebe keine analytische Tiefe." (p. 92)

"..."" = eigene Übersetzungen des Bloggers

Dem letztgenannten Ratschlag Damo Mitchells hat der Blogger nichts hinzuzufügen. 


"Der Alchemist" ahnt nichts vom Drüsensystem des Menschen

Nichts passt jetzt hier besser als Richtschnur des Adepten als die Rückbesinnung auf den Post vom 10.11.2010 - das ist sieben Jahre her! -
und dem dort wiedergegebenen Auszug 
"Im Labor der Alchemie" von Liu I-Ming:  "Awakening to the Tao",
S. 74 ff ; in Deutsch !!



Klarheit über die Begrifflichkeit der daoistischen Sichtweise auf fünf Emotionen, die mit den fünf Elementen verbunden sind, schaffen nebenstehende Schaubilder. Achten sie auch auf die abweichende Wortwahl für die gleiche Sache. Aus der altchinesischen dao-Philosophie kann ein bestimmter Begriff so oder so übersetzt werden - je nach Sprach- und Kulturverständnis des Übersetzenden.  - Noch erkennbare Ungereimtheiten bei den Benennungen der fünf Tugenden werden hier dargestellt und - falls möglich - korrigiert: Fortsetzung...

Rad der Wandlungen von...
Erregung (Freude, Liebe, Hass) in Ehrung und  Respekt
Sorge   in Fairness
Trauer (bzw. Schuld und Bedauern) in Rechtschaffenheit
Angst in Sanftheit, Zartheit
Ärger in Freundlichkeit


Mittwoch, 13. September 2017

Nutzer-Gruppen weltweit motivieren Parkinson-Blogger zu weiteren Dokumentationen

Seitdem der Blogger die psychosomatisch orientierte Selbst-Akupunktur per elektronischem Aku-Stift im einzelnen darstellt, ist der Anteil von Blog-Nutzern im Ausland schon kräftig angestiegen.

Aber noch auffälliger wurde das Interesse am parkinson-coaching.blogspot.com im Ausland als der Blogger begann, seinen eigenen Einstieg in die Abkehr vom Parkinsonismus via  Erkenntnis-orientierter (kognitiver) Umstrukturierung nach frühkindlichem Trauma zu protokollieren. Die USA-Westküste, Brasilien, Russland und die Ukraine sind neuerdings die Herkunftsländer eines größeren Teils von Blognutzern im Ausland.  -  Täglich nutzen rund 80 Besucher, oft sind es mehr als 200 in Gruppen von 30 bis 40  gleichzeitig,  diesen Blog.

Der Blogger hat den Eindruck gewonnen, dass ganze Gruppen von Seminar-Teilnehmern im Ausland sich gleichzeitig die website des Blogs aufrufen, um dasgleiche zu recherchieren oder die per Links zugänglichen Quellen der Fachliteratur im Original nachzulesen. (Vgl. auch Tabelle "Emotional trauma..." und dazugehöriges Quellen-Verzeichnis von Mark-Peter Hurni, Dissertation an der Universität von Granada, Spanien, am Ende dieses Posts.)



Insgesamt 88.000 Nutzer im In- und Ausland haben bisher die Website des parkinson-coaching.blogspot.com aufgerufen. 

Der Blogger lebt seit 2014 im Single-Haushalt im 21. Jahr mit morbus parkinson vom idiopathischen Typ. Seit 10 Jahren kämpft er für seinen Ausstieg aus der üblichen Levodopa-Medikation.



 
parkinson-coaching.blogspot.com:
Nutzer weltweit in der ersten Woche
des September 2017
Nutzer weltweit des parkinson-coaching.blogspot.com. 1. Woche 09.2017

Nutzer in
Seiten-Aufrufe
Russland

191
Deutschland

123
Vereinigte Staaten

58
Brasilien

45
Österreich

25
Schweiz


23
Ukraine

16
Frankreich

12
Vereinigtes Königreich

8
Niederlande

5

Der Blogger bezieht eine große Menge von kreativer Energie und Motivation  aus der Beobachtung des Nutzer-Verhaltens. - Jegliche Nutzung dieser internen Daten für Werbezwecke durch aktive Handlungen des Bloggers ist ausgeschlossen. - Doch an Cookies kann unsereiner nichts ändern!


Donnerstag, 10. August 2017

Arbeitsblatt A aus der täglichen Übung der Kognitiven Restrukturierung


Kognitive Restrukturierung – allegorisch dargestellt

als verhaltenstherapeutischer Ansatz für Fälle von struktureller Dissoziation
-       in Folge einer emotional bedingten Traumatisierung in früher Kindheit
-       als notwendige Bedingung eines später sich zeigenden Morbus Parkinson 

Arbeitsblatt A .
(vom 10.08.2017)

Zurückführung (status quo post)
- des aus der Balance geratenen zentralen Nervensystems (status quo)
- auf den in frühester Kindheit herrschenden Normalzustand (status quo ante)
Empfohlen vom Parkinson's Recovery Project 
( - dort gilt die Empfehlung allerdings nur für Parkinson-Patienten, die Levodopa-enthaltende oder -beeinflussende Medikamente maximal für wenige Wochen eingenommen haben !)
Vgl auch Post vom 9.09.2016 betr. L-Dopa-Freizeit/Ferien.

Leitfaden für die individuelle Visualisierung des Bloggers im Rahmen seiner
kognitiven Umstrukturierungs-Übung:

Merkmal
Herz (Gefühl, Intuition etc)
Gehirn (Verstand, Vernunft etc)
Status ante
Herz hat Führungsrolle, ist verantwortlich für Sicherheit
Gehirn hat Berateraufgabe,
beschafft Daten für Bewertung
Emotionales
Trauma
Trauma zerstört Sicherheit, so dass das Herz auf Überlebenskampf im KRIEG umschaltet; Herz kapituliert, der REGENT dankt ab, übergibt Kommando an Gehirn
Gehirn sucht und findet Wege der Umgehung und Verdrängung der Belastungen aus dem Trauma, wird zum KRIEGSHERREN / WAR-LORD, gnadenlos, führt Kriegsrecht ein
Folge:
status quo
Von der Führungsrolle des „Burgherren“ sinkt es hinab zum
„Ritter Ohneland“, der viele hohe
Selbstansprüche fahren lässt (*vgl. Anmerkung im Anhang) und seelisch orientierungslos wird.
Hat Führungsrolle, misstraut den Gefühlen, kann seine peinliche Inkompetenz nur mühsam verhehlen, lenkt gern davon ab, misstraut sich schließlich selbst.
Kognitive
Restrukturierung
Religiöse Affirmation Nr. 2
„Fülle mein Herz / mich mit
FRIEDEN und mit HARMONIE“
(beginnend mit FRIEDEN)
Religiöse Affirmation Nr. 1
„Fülle mein Gehirn mit FRIEDEN und mit HARMONIE“
(beginnend mit FRIEDEN)
Visualisierung Nr. 1
Herz als kompaktes Organ / Pumpe für Versorgung mit Blut;
der Herzbeutel / Pericardium ist wegen „Stilllegung“ geschrumpft und fast leblos-farblos (vgl. Achim Eckert-Zitat im Post vom 9.06.2017 in diesem Blog)
Gehirn als grau-schwarzes, klobiges Gebilde, angefüllt mit kriegsbedingtem Unrat (Kriegslügen, Waffenarsenale, Schwarzmalerei usw.), der ausgeschieden werden muss, bevor das Weiß der FRIEDENS-Fahne einziehen kann.
Zunächst muss das Hirn seine Kapitulation eingestehen. Es ist überfordert und erfolglos. Es enthebt sich seiner Führungsaufgabe inkl. -anspruchs. (Die Zeiten des selbst ernannten "Gröfaz" sind vorüber!) - Dies erfordert das Eingeständnis der "Verluste" an Menschen und Material und der Entgegnungen der im Feldzug überlegenen Gegner (Reparationen, Wiedergutmachung).
Visualisierung Nr. 2
Über das gesamte Farbspektrum (Skala der Gefühle, vgl hierzu die Ausführungen zur Tabelle 3.1 in DAOIST NEI GONG, S. 93, siehe unten) kann sich das Herz inkl. Herzbeutel regenerieren mit den  knall-roten, nach oben gerichteten Wölbungen, Armen und Beinen und mit Mund, wie in den Posts vom Frühjahr d. J. abgebildet, bereit zur Rück-Übernahme der Führungsrolle inkl. des Stabes von Kundschaftern und Botschaftern und Wiedergewinnung geeigneter Bewertungen von Information (vgl.
unten Liu I-Ming's Übungen)
Gehirn als hellgraues Wesen mit Armen und Beinchen, wie in  den Posts  vom Februar und März 2017 abgebildet; als kleiner Diplomat mit weißer Weste, der eine neue, ihm ungewohnte, dienende Aufgabe erwartet. Seine "Untaten" als WAR-LORD wurden ihm vergebem.
Visualisierung Nr. 3: Umwandlung
Fortsetzend mit HARMONIE:
Führen setzt voraus, dass Ziel und Sinn dieser höchsten Aufgabe erkannt und festgelegt werden. Erbeten wird HARMONIE mit ihrerseits zweifacher Sichtweise: 1. Als
Zusammenführen von unvereinbar erscheinenden
Positionen – 2. Als gemeinsames Richtmaß für Klang-Schönheit
Fortsetzend mit HARMONIE:
Dem Verstand muss verdeutlicht werden, dass der bevorstehende Schritt der Sinn-Stiftung mehr von ihm erwartet als passives Gefüllt-Werden. HARMONIE bedarf einer willensgesteuerten
Mitwirkung und Fokussierung jedes tönenden Wesens.
(vgl. Ziffern 1. und 2. in der nebenstehenden Herz-Spalte)
Visualisierung Nr. 4.
Status post
Knallrotes Herz inkl. Herzbeutel erwirbt zusätzliche Fähigkeiten des Herzen-Hörens (Salomo) und –Sehens, versinnbildlicht durch die Comic-Figur des Barbapapa; dieser vernimmt HARMONIE in der Herz-Ballon-Straße Barcelonas, aber auch vom hellrot glimmenden LED-Herzen von Manhattan (vgl. Post vom 9.06.2017). Danach erst lädt es das Gehirn zur Mitwirkung ein. Danach Danksagung an das Gehirn für dessen Leistungen  und Übernahme der Macht.
Vgl. Ausführungen zu TAOIST NEI GONG - The Philosophical Art of Change, by Damo Mitchell, London and Philadelphia 2011 - in folgenden Posts
Das noch hilflose Gehirn hat sich mit geschärften Sinnen auf die Suche nach dem gemacht, was andere HARMONIE nennen. Das Gehirn hat Einsichten gewonnen.
Dank der dynamischen Wirkungen der Aktionen des Herzens findet das Gehirn den Anschluss. –

Danach bedankt sich Herz beim Gehirn für jahrzehntelange Dienste des Verstandes als Retter in Notzeiten.
Status post
Neue Allegorien finden
Neue Verbildlichungen von Abstraktem, wie z.B. von „Führung jenseits Ratio“
Neue Verbildlichungen von „der Führung dienen“

Barbapapa = Comic-Figur Original, aber auch in Form eines Herzens beispielsweise:

Visualisierung neuer Fähigkeiten beim Üben













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Tabelle 3.1  Emotionen und ihre energetischen Bewegungen

Emotion 
Energetische Bewegung
Element
Erregtheit, Reizung
Ausdehnung
Feuer
Sorge
Aufteilung
Erde
Traurigkeit
Zusammenziehung
Metall
Angst
Versinken
Wasser
Ärger
Herausschießen
Holz
Quelle. Damo Mitchell: Daoist Nei Gong – The Philosophical Art of Change, London 2011, S. 92, (eigene Übersetzung des Bloggers vom 15.09.2017)


Anhang:


Wandlung des Herzens, damals im Mittelalter - und heute?

(Verbildlichung von Abstraktem = Allegorie)
vom "Ritter Ohneland" zum fürsorgendem Fürsten, Künstler und Kulturstifter

Ritter Ohneland
sah sich im Mittelalter vor die Wahl gestellt zwischen diesen Alternativen:

1. Raubrittertum, d.h. gewaltmässige Aneignung fremden Eigentums
2. Das "große Los" ziehen oder Belohnung kassieren beim Sieg über alle Gegner auf Ritterspielen
3. Belohnung kassieren für Kriegsdienste zugunsten des höheren Adels
4. Belohnung kassieren für Kriegsdienste zugunsten der Kirche in Europa
5. Kreuzrittertum, d h. Belohnung kassieren bzw. vereinnahmen von Versorgungsleistungen
    für Kriegsdienste zur Befreiung heiliger Stätten der christlichen Kirche im Nahen Osten "von der Besatzung durch Andersgläubige (z. B. Muslime) und durch Ungläubige"
6. Erzwingung laufender Abgaben - jenseits üblicher Frondienste - von Nutzern fremder Ländereien - durch Androhung grausamster Misshandlung und Tötung.
7. Aufnahme von Krediten von meist jüdischen Geldverleihern - mit der verheimlichten Absicht, sich vor einer Rückzahlung an ebendiese ihrer durch Vertreibung oder Ermordung zu entledigen.

der Taoist Liu I-Ming, Autor "Awakening to the Tao"

Rettung für - verständlicherweise - etwas verwirrte Geister

finden sie im Post vom 10.11.2010. Dort werden zwei psychologische Übungen angeboten, mit deren Hilfe Übersicht zurückkehrt. Die vom Blogger aus dem Englischen (Thomas Cleary, Boston 1988) ins Deutsche übersetzten kurzen Texte stammen aus dem Werk "Erwachen zum Tao" -1816- und wurden von dem Taoisten Liu I-Ming verfasst.
- Umwerfend und fundamental:

"Achtsam das Feuer hüten" - ihre Phantasie vs. Realität
"Im Labor der Alchemie" - ihr Cocktail von Neuro-Transmittern und Hormonen



Bitte verwechseln sie Liu I-Ming nicht mit Liu Ming. Letzterer war im Jahre 1964 einer der Gründer der FIVE BRANCHES UNIVERSITY in Santa Cruz, Ca., U.S.A.  - Dort ist heute auch das oben auf dieser Seite zitierte Parkinson's Recovery Project angesiedelt mit der Initiatorin und Leiterin Dr. Janice Walton-Hadlock.
So schließt sich hier ein Kreis -